Ausgabe 
23.7.1862
 
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1824) In Lit. A. Nr. 77 ist ein Zim- mer mit Cabinet, mit oder ohne Möbeln, zu vermiethen

1845) Das seither von Dr. Diehrn bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen bei Fr. Schwa ab.

Vermischte Anzeigen.

1815) Diejenigen, welche Forderungen an den verstorbenen Hofgerichts - Avvocaten Dr. Dichrn in Gießen zu bilden haben, werden ersucht, dieselben binnen 8 Tagen bei dessen dahier wohnender Wittwe schrift­lich anzurnelven.

Gießen, den 16. Juli 1862.

1853) Eine im Bügeln sehr erfahrene Frau sucht darin noch weitere Beschäftigung. Das Nähere bei der Expev. V. Bltts.

1862) Arn verflossenen Samstage wurde ein ovales goldenes Medaillon auf dem Wege vom Seltersweg über den LooS'schen Fel­senkeller nach dem Alexander - Wellenbad Verloren. Der redliche Finder wird ersucht, dasselbe gegen eine angemessene Belohnung an die Expev. d. Bltts. abzugeben.

1821) Samstag den 26. d. Mts., Abends 7 Uhr,

soll in dem Wirthschaftslocale des Herrn Wilh. Jacobi in der Neustadt die Ab- hör der Rechnung des Krankenunterstützungs-, Sterbekasse- und Wittwenunterstützungs-Ver- eins vom 1. Juli 1861 bis dahin 1862, sowie die Wahl zwei neuer Vorstands- und vier Ausschuß-Mitglieder und Berathung und Abänderung der §§. 12 und 34 der Statuten stattfinden.

| Der Vorstand wünscht im Interesse, des I Vereins, daß sich die verehrlichen Mitglieder ! um die bestimmte Stunde recht zahlreich ein- ; finden möchten.

! Zugleich wird weiter bemerkt, daß die ; obige Rechnung vom 19. bis 25. d. Mts., ! des Nachmittags von 1 bis 4 Uhr, in der ! Wohnung des Unterzeichneten zur Einsicht der Vereins-Mitglieder offenliegt.

i Gießen, am 19. Juli 1862.

In Auftrag des Vorstandes:

' Georg Schmitt.

! r®" Anzeige.

1842) Bei der Spar- und Leihkasse Lich werden Gelder zu 4 pCt. angenommen, und kann Einzahlung jeden Tag geschehen.

Gabelsberger Stenographen - Verein.

1856) Da einige wichtige Fragen zu erledigen, findet ausnahmsweise

Donnerstag den 24. Juli, Abends 7 Uhr, Monatssitzung in der Aula Statt.

Vohnungs-Veränderung.

1857) Einem verehrlichen Publikum diene hiermit zur Nachricht, daß ich meine seitherige Wohnung verlassen habe und nunmehr in der Neustadt, bei Herrn Oeconomen Emil Loos, in der Nähe des Herrn lpielen- händler Wirth, wohne. Zugleich bringe ich meine Corsetten und Leibchen in empfehlende Erinnerung.

Carl Petri, Damenschneider und Corsettenmacher.

Agenten-Gesuch.

1814) Für ein renommirtes Oel- und Lancesproducten-Geschäft wird für den hie­sigen Platz ein zuverlässiger Agent gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

Turn- und Gesangfest zu Giesten. Inaendfest.

1867) Wie aus dem neulich ausgegebenen Programme unseres Festes ersichtlich ist, soll es am Nachmittag des dritten Fest­tags (19. August) mit einem Jugendfeste abgeschlossen werden Es erschien angemessen, bet einem 8^, welches durch Udes Alter und alle Stände fördernde Anregung verbreiten soll, unsere Jugend nicht leer ausgehen zu lassen, vielmehr auch f r sch Art der früheren Feste, welche ja immer von der lebhaftesten und allteitlgsten Thetlnahme unserer Mitbürger begleitet waren, ein-n Tag der Freude zu bereiten, an Bern sie Gelegenheit hätte, theils sich in harmlosem Spiele zu e>gotzen, thnls m ernsterem Wetteife?Kraft und Gewandtheit des Körpers zu betätigen. Indem wir hiermit dieses Fest der angelegentlichsten Un erstutzung unserer Mitbürger empfehlen, wenden wir uns namentlich, wie in früheren Jahren^ an die Frauen und Jungfrauen >

der freundlichen Bitte um Anfertigung weiblicher Arbeiten, die als Preise an die «teger m Den Spielen vertheilt werden sollen.

Man bittet Die verehrlichen Geberinnen, dieselben längstens bis zum 10. August abliefern zu wollen. «»n

Alle Knaben im Alter von 5-15 Jahren können gegen Lösung e,ner Karte dte zu d m Preise von

12 Kreuzern von Montag den 2 8. Juli an bis zum Samstag den 2. August bei Herrn TurnlehrerRu samen (täglich von 12 Uhr in Der Turnhalle im Leib'schen «aale) zu erhalten ist, an Dem Feste sich betbeiligen. Namens Des Festausschusses:

Dr. Buchner. Curschmann. Dr. Köhler. Jung. Rübsamen. Dr. Schwabe.

1860) Der als Akrobat hier allgemein bekannte Franz Knie, Der hier bereits toDt gesagt worden, 'st gegenwärtig Hier, aber in einer beklagenswerthen Sage. In Saar-Union war cs, wo er am 6. Mai 1859 au? Dem großen Zweimal hatte er den Lauf schon hinauf und herab zurückgelegt, als der hohle Boden nachgab , auf welchem Der Bock aus> st war, der Vas Seil spannte. Knie fiel fünfzig Schuh hoch auf das Pflaster unv beschädigte sich sehr. Namentlich ward ihm der rechte Arm zersplittert. Sechs Wochen lang mußte dagegen gewirkt werden, daß nicht der Brand hsnzutretie, als man P fff Held von Straßburg berufen, wurde eine Operation ausgeführt, wobei man fand, daß der obere Rohrknochen, sowie der E bogen ganz zersplittert war, dann wurde der besagte Knochen abgesägt und der Ellnbogen herauSgenornmen. Nach stebmmonat ch Behandlung wurde der Arm gewendet und gebogen und dann durch eine ärztliche Behandlung von 6 Monaten untre bre Seit! ng des Oberamtswundarztes Dr. Wall in Kirchheim unter Teck mit Berathung Des Professor Dr. von Brunns in ziemlich wieder hergestellt, doch blieben Arm und Hand steif, sowie auch seine Fuße gänzlich ruimrt sind. Knie ist verhelratyet und Vater von vier Kindern, wovon das älteste etwa 7 Jahre alt ist. Um sich und diese zu e8*n '

milde Gabe bitten zu dürfen. Seine Frau hat sich nun entschlossen, in größeren Städten, wo er sich wiederholt producirt h t. Gaben zu sammeln? und befindet sich gegenwärtig hier, wo sie von Großherzoglichem Kreisamt die Erlaubnis zu einer Collecte "H^Fram Knie, fcer ^er bfterS unt) n0$ 8pr wenigen Jahren Producirte und durch seine Leistungen Alles zur Bewunderung hinriß, lebt ganz gewiß noch in sehr guter Erinnerung, und wird ihm, da er zur Ausübung seiner Kunst nie mehr fähig wird, auch hier freundliche Unterstützung zu Theil werden.

Die Frau des Fran; Knie wird sich erlauben, Die Gaben persönlich enizuholen.