Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.
Besondere Bekanntmachungen.
2893) Nachverzeichnete städtische Gelder:
1) Schulgelder aus den städtischen Schulen und der Realschule pro III. Quartal 1862,
2) Grummetgrassteiggelder 1862,
3) Trieb- und Wiesenviertelzinsen 1862 und
4) Pachtgelder von verliehenen Grundstücken, Martinitag 1862 fällig gewesen, können in den ersten 8 Tagen noch ohne Kosten zur hiesigen Stadtkaffe bezahlt werden.
Gießen, am 18. November 1862. Der. Stadt-Einnehmer:
Enders.
2913) Von Großherzoglichem Kreisamt ist uns ter Auftrag zur Aufstellung der Liste über die Conscriptionspflichtigen des Jahres 1863 geworden.
In Gemäßheit des Recrutirungsgesetzes wird daher bekannt gemacht, daß Diejenigen, welche die Versetzung in das Depot oder j einjährige Zurückstellung beanspruchen wollen, ihre deßsallstgen Gesuche vor Abnahme der Orts liste bei der unterzeichneten Stelle vorzubringen haben, wenn solche nach dem Gesetze Berücksichtigung finden sollen.
P Alle, welche wegen Febler reclamiren wollen, werden wir auf Anfrage geeignet belehren, inwieweit Zeugnisse zur Begründung von Reclamationen erforderlich sind.
Gießen, den 20. November 1862. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
Vogt.
2887) An den mit dem 11. d. Mts. (Martini) eingetretenen Fälligkeitstermin der 1862r Holz- und Pachtgelder wird mit dem Anfügen erinnert, daß demnächst das gerichtliche Mahnverfahren eingeleitet wird.
Hohensolms, den 13. November 1862. Fürstlich Solmsische Renteiverwaltung.
Münch.
Edirlälladung.
Oeffentliche Aufforderung. 2852) Die Jntestatcrben des am 30. October d. I. dahier verstorbenen Großherzoglichen Hofgerichts-Präsidenten Dr. Friedrich Klipstein haben mit Bezug auf die frühere dienstliche Stellung ihres Erblassers als Landrichter, resp. die dadurch bedingte Regreßpflichtigkeit desselben auf ihres Erblassers ausdrückliche Bestimmung die ihnen deferirte Erbschaft unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten. Es werden deshalb alle Diejenigen, welche Ansprüche an den Nachlaß zu bilden haben, aufgefordert, solche sogewiß binnen 4 Wochen dahier zur Geltung zu bringen, als sie sonst bei Regu- lirung des Nachlasses keine Berücksichtigung finden. Gießen, den 10. November 1862.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen. Muhl, Dr. v. Schmalkalder, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor.
Versteigerungen.
Jagdverpachtung im Forste Gießen. 2853) Samstag den 20. December 1862, Vormittags 11 Uhr,
soll im Gasthause zum Einhorn dahier die Großherzogliche Domanialjagd in den zu einem Jagdbezirk vereinten Gemarkungen Hausen und Watzenborn-Steinberg, auf eine 12jährige Bestandzeit, verpachtet werden.
Es können nur bekannte rechtliche Leute als Jagdpächtcr zugelassen werden, von denen eine vorschriftsmäßige Benutzung der Jagd zu erwarten steht; keine solche, die sich bereits Jagdvergehen schuldig gemacht haben, keinr Fisch-, Krebs- oder Waldfrevler, keine Leute ohne Vermögen oder solche, die durch die Jagd ihr Gewerbe vernachlässigen und in ihrem Nahrungsstande zurückkommen würden.
Diejenigen Pachtlustigen, deren deßsall- sige Qualifikation nicht notorisch vorliegt, haben sich darüber bei dem unterzeichneten Forstamt vor der Verpachtung genügend aus- zuwcisen, gegenfalls sie vom Mitbieten ausgeschlossen werden müssen.
Gießen, am 10. November 1862.
Großherzogliches Forstamt Gießen, v. B u s e ck.
2815) Dienstag den 23. December, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Emil Müller, nämlich:
Flur Nr. QKlfrr.
V mit 6 i Wohnhaus, Werkstätte,Grab- '70 ? k garten und Miststätte in dem
,, 73 o Mühlgäßchen, gibt 20*4 fr.
'74 ) abgelöste Grundrente,
unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 6. November 1862.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Ebel.
2920) Montag den 24. November, Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dahiesigem Ratbhause Hausmobilien, Bettwerk und Kleidungsstücke gegen baare Zahlung versteigert werden.
Gießen, den 20. November 1862.
Weidig, Ortsgerichtsmann.
Verpachtung des Schloßkellers zu Gießen.
2888) Künftigen Montag, den 24. d. MtS., Vormittags 11 Uhr,
soll im Rentamts-Bureau der Haussttheil des Schloßkellers, unter den zur Einsicht offen liegenden Bedingungen, an die. Meistbietenden öffentlich verpachtet werdem
Gießen, den 17. November 1862.
Großherzogliches Rentamt Gießen. M e l ch i o r.
2914) Montag den 24. d. Mts., Morgens 9 Uhr anfangend,
sollen in den Gemeinde-Waldungen der Gemeinde Rödgen nachstehende Holzsorti- mcnte öffentlich meistbietend versteigert werden, als:
1% Stecken Kiefern-Prügelholz,
2 „ „ Stockholz,
4425 Wellen Nadel-Reisholz,
’/2 Stecken Eichen-Stockholz,
75 Wellen Nadel-Reisholz,
6 Kicfern-Stämme, 44 Cubikf. haltend, 13 „ Stangen, 25 „ „
6375 Bohnen- „
14 Fichten- „ 32 „ „
Die Zusammenkunft ist am Kirschberg, zunächst der Anlage.
Rödgen, am 20. November 1862.
Großherzogliche Bürgermeisterei Rödgen. Körber.
Arbeitsversteigerung zu Waldgirmes. 2897) Zur Erbauung des VicinalwegS von Waldgirmes nach Rodheim sollen auf dem hiesigen Rathhaus
Samstag den 22. d. MtS.,
Nachmittags um 1 Uhr, nachstehende Arbeiten in Accord gegeben werden, als:
Steinbrechen, veranschlagt zu 252 st.
Steinfahren, „ „ 235 „
Steinaufsetzen, „ „ 32 „
Waldgirmes, den 18. November 1862.
Großherzogliche Bürgermeisterei Waldgirmes.
I. A.:
Körner, Bezirksbauaufseher.


