Ausgabe 
19.4.1862
 
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Betr.: Den Concurs des Franz Wernekink von Gießen.

757) Nachdem Großherzogliches Hof­gericht der Provinz Overhessen am 4. die­ses Monats gegen den Rubrikaten den förm­lichen ConcurSprozeß erkannt hat, werden Alle, welche an denselben Ansprüche zu haben vermeinen, aufgefvrdert, diese im Liquidationstermin

Montag den 19. Mai l. I., Vormittags 9 Uhr, sogewiß vor unterzeichnetem Gerichte ent­weder in Selbstperson oder durch einen gehörig Bevollmächtigten geltend zu machen, als sonst Verzicht auf die unbedeutende Con- cursmasse unterstellt und stillschweigender Ausschluß erfolgen wird.

Im Termin soll zugleich die Güte ver­sucht, ein Gläubigerausschuß und Masse- curator gewählt, auch über etwaige Ver­einigung dieses Concurs-Verfahrens mit dem bereits gegen den Bierbrauer Wilhelm Heyer dahier anhängigen verhandelt wer- den, wobei die Minderheit an die Beschlüsse der Mehrheit gebunden ist, und die Abwe­senden unberücksichtigt bleiben.

Gießen, am 17. März 1862.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. 91. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachungen.

985) Da die Zeit, innerhalb welcher die Bäume auf der Schoor vom Neuen­weger- nach dem SelterSthor ausgemacht werden sollten, bereits verstrichen ist, aber immer noch eine große Anzahl derselben steht, so werden die Steigerer der noch stehenden Bäume aufgefordert, solche binnen 8 Tagen wegzuschaffen, als sonst die Stadt durch die dort vorzunehmenden Arbeiten sich genöthigt sieht, die Wegschaffung auf Kosten der Steigerer zu bewerkstelligen.

Gießen, den 16. April 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen Vogt.

Betreffend: Die Abfuhr des Holzes aus den Abtheilungen Tanne und Philosophenwald.

994) Auf Ersuchen Großherzoglicher Ober- försterei Gießen werden alle Diejenigen, welche in den obigen Abtheilungen Holz ersteigert haben, aufgefordert, dasselbe bis zum Ende des Abfuhrtermins, den 1. Mai 1862, sv- gewiß abzufahren, als sonst nicht allein Be- strafung erfolgt, sondern auch das Holz auf ihre Kosten wird aus den Schlägen gebracht werden. Die Vollziehung dieser Aufforde- rung ist um deswillen nöthig, weil die neue Anpflanzung allvorten beginnen muß.

Gießen, am 17. April 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Versteigerungen.

Vergebung von Wegbauarbeit im Stadtwalde.

995) Samstag den 26. April 1862, Vormittags 10 Uhr,

werden im hiesigen Rathhause die zur Pla- nirung eines Wegs im District Hochwarte nöthigen Arbeiten, als:

Planirarbeit, veranschl. zu 122 fl. 11 fr. die Fertigung eines Canals von trockenem Mauerwerk, veranschlagt zu . . . 16 öffentlich -versteigert und kann der Kosten- Überschlag vorher auf unserem Büreau cin- gesehen werden.

Gießen, den 16. April 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Vogt.

Main - Weser - Bahn.

903) Die im Jahr 1861 aufgefundencn Gegenstände sollen

Donnerstag den 24. April l. I., Nachmittags 2 Uhr, im Wartcsaal III. Classe dahier, gegen gleich baare Zahlung, zum Besten der Unter­stützungskasse für niedere Bedienstete, an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.

Gießen, den 8. April 1862.

Der Großherzogliche Bahnhofs-Jnspector der Station Gießen:

Hochgesand.

Holzversteigerung im Frankenbacher Gemeindewalde.

931) Mittwoch den 23. April d. I., des Morgens 9 Uhr anfangend,

sollen in dem Frankenbachcr Gemeinvewalde, Distrikt Jscheköppel, folgende Holzsortimente versteigert werden, als:

128 Stecken Eichcn-Scheidholz,

61 Prügelholz,

126 Stockholz,

1550 ,, Reisholz,

49 Stämme Eichen-Bauholz von 12 bis 41 Zoll Durchmesser, 6067 Cubik- '. fuß enthaltend;

sodann

Donnerstag den 24. April d. I., Morgens 9 Uhr, in den Distrikten Enzigenberg, Niedernberg, Hungerberg und Melveshausen:

73 Stecken Eichen-Scheidholz,

45 Prügelholz,

120 Kiefern-Durchforstungs-Reish.,

80 Fichten-

Bemerkt wird noch, daß sich unter dem Eichen-Schcivholz 5 bis 6 Stecken ausge­suchtes Küferholz befindet.

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis Michaelitag d. I. gestattet.

Die Zusammenkunft ist in Frankenbach. Frankenbach, am 10. April 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Frankenbach. Kraft.'

Holzv ersteigerung.

949) Im D omanialwalddistrict Fran- zenwald wird nachverzeichnetes Holz mit Zahlungstermin bis 30. September d. I. versteigert:

1) Donnerstag den 24. April in den Abtheilungen Hexenbusch, Tann­acker u. s. w.:

Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish.

Stecken Stecken Stecken Wellen

Buchen 2 1 1 75

Eichen 89 65-/4 123% 3925

Nadelholz 2 20% 12'/. 7475

Weichholz 1125

sodann

106 Eichenstämme mit 3166 Cubikfuß und 2 Birkenstangen mit 4 Cubikfuß.

Zusammenkunft Morgens 9 Uhr an der Eisenbahnüberfahrt im Franzenwalv.

2) Freitag den 25. April in der Abtheilung Stempelschlag:

Scheidh. Prügelh. Stockh. Reish.

Stecken Stecken Stecken Welle»

Buchen 3 8 11 400

Eichen 76 125% 96% 7575

Birken 6

Weichholz - . 41% 4100

Dornen 1300

sodann

53 Eichenstämme mit 677 Cubikfuß und 25 Eichenstangen mit 44 Cubikfuß.

Zusammenkunft Morgens 9 Uhr auf der chaussirten Bergwerksschneiße. Die Dorn­wellen liegen auf der Pfarrschneiße in der Abtheilung Dörnergrund und können da­selbst vorher besichtigt werden.

Gießen, am 14. April 1862.

Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg.

Dr. Draubt.

926) Dienstag den 22. April 1862, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahicsigem Rathhause das dem Post­expeditor Friedr. Hauß zu Schlitz in hiesi- gcr Stadt stehende Wohnhaus in der Wetz- steinSgasse, neben Herrn Gastwirth Christian Müller, meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 10. April 1862.

In Auftrag:

Weidig, ältester Ortsgerichtsmann.

Arbeitsversteigerung zu Naunheim. 968) Mittwoch den 23. April, Vormittags um 11 Uhr, sollen auf der hiesigen Bürgermeisterei nach­stehend bezeichnete Arbeiten an die Wenigst- nehmenden in Accord gegeben werden, als:

Maurerarbeit, veranschl. zu 26 fl. 30 fr. Zimmerarbeit, 19 50

Schrcinerarbeit, 3

Wcißbinderarbeit, 6 36

Steinbrechen, Fahren, Setzen und Zerschlagen derselben, veranschlagt zu . ., . 290

Naunheim, den 15. April 1862.

Großherzogliche Bürgermeisterei Naunheim.

I. A.:

Körner, Bezirksbauaufseher.