für die

Stadt und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st- 36 fr., für Auswärtige tritt der vorschrifts­mäßige Postaufschlag hinzu. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition sEanzleiberg Lit. B. Nr. 1).

Jfä S^L Samstag den 18. October 1862.

Fleischpreise vom 18. October 1862 an:

1 Pfund Ochsenfleisch 17 fr. 1 Pfund Kuhfleisch 14 fr. 1 Pfund Schweinefleisch 18 fr.

Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachung.

2616) Hiermit diene zur Nachricht, daß die am 8. d. Mts. abgehaltcne Tricbviertel- Verpachtung genehmigt worden ist.

Gießen, den 16. Oktober 1862.

Grvßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Bogt.

Versteigerungen

2501) Dienstag den 21. October, Nachmittags 2 Uhr, soll die Hofraithe, zum Nachlaß des Georg Junker gehörig, auf dahiesigem Rathbause, Flur Rr. DÄiftr.

V ß2/5>0fra,t^c und Grabgarten

Z?2S -74 auf dem Seltersweg, gibt '527 >40'/, kr. abgel. Grundrente,

unter den alsdann bekannt gemacht werden­den Bedingungen, nochmals öffentlich meist­bietend versteigert werden.

Gießen, den 2. October 1862.'

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. __________________Ebel.____________ 2617) Dienstag den 28. October l. I.,

Vormittags 10 Uhr, sollen auf unserem Bureau nachstehende Confiscate:

eine Doppelflinte, ein Karabiner und eine Schäferschippe meistbietend gegen Baarzahlung versteigert Werden.

Gießen, am 15. Octobcr 1862. Großherzogliches Forstamt Gießen.

v. B u s e ck.

2388) Montag den 20. Octobcr 1862, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dabicsigem Rathhause in Sachen des Ludwig Geißler zu Kirchberg, Klägers gegen Georg Weil in Wismar, die dem Letzteren gehörenden Grundstücke, in Gieße­ner Gemarkung gelegen, an den Meist­

bietenden im Zwangswege versteigert wer­den , als:

Flur Nr. Älftr.

"/ 210 Wiese in der Lichtenau,

3. Klaffe,

4%0 212 Acker, links des Baden-

burger Fußpfads und des Fluthgrabens, 3. Klaffe, 46/g4u.95 222 Acker oaselbst.

Gießen, den 16. September 1862.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des- Vorstehers: Weidig, ältester Ortsgerichtsmann.

Brauerei-Versteigerung.

2553) Auf freiwilliges Anstehen wird Familienverhältniffe halber

Samstag den 25., sage Fünf und Zwanzig­sten October vieses Jahres, Vormittags 11 Uhr, auf der Heyer'schen Bierbrauerei bei Gießen diese dem Herrn Dr. phil. Herrn. Heyer gehörige Brauerei nebst Zugehör, Wohn-, Wirthschasts- und Oeconomiegebäuven, Gär­ten, Aecker und Wiesen öffentlich an den Meistbietenden durch den Unterzeichneten an Ort und Stelle versteigert.

Die Hauptbestanvtheile dieses, die Hcyer'sche Hardt genannten, nur 20 Minuten von Gießen entfernten Etablissements sind: das Brauhaus, enthaltend die Brauerei mit einem größeren Sudwerke von 22 Ohm und i einem kleineren von 7 Ohm, entsprechendem ; gußeisernen Maischbottig, Gährgefäßen, guß- eisernem Kühlschiffe u. s. w., Malzweiche | für 40 Malter mit entsprechendem Malz- ! keller, Bodenräumlichkeiten und Darre u. s. w., 4 zusammenhängende Fe Isen keller mit Raum für circa 2000 Ohm.

Unmittelbar an die Brauerei schließen sich an: eine große Faßhalle, die Wohn- unv Oeconomiegebäude, letztere bestehenv in Ställen für 16 Stück Rindvieh, 4 Pferde, 5 Schweineställen, Holzstall und Scheuer

mit daran stoßenden weiteren Wohnungs- räumlichkeiten, ein großer Garten mit einer stark besuchtenSommerwirth schäft, Gemüsegarten und circa 12 Morgen Wie­sen und Ackerland. Auch die vorhandenen Fässer, circa 1200 Ohm, werden mit- versteigcrt.

Die Gebäulichkeiten, massiv von Steinen, sind sämmtlich ganz neu und in bestem Zu­stand. Die Brauerei ist nach den neuesten Systemen eingerichtet und wohl erhalten.

Das Etablissement, gelegen an dem wich­tigen Knotenpunkte der Eisenbahnen nach Frankfurt, Cassel, Cöln und Coblenz ist einestheils der größten Ausdehnung fähig, anderntheils findet es schon in der nächsten Umgebung einen genügenden Absatz.

Die baare Anzahlung beträgt 1OOOO ff., der Rest des Steigschillings ^kann gegen 4/2 pCt. auf der Brauerei rc. gegen deren Versicherung stehen bleiben.

Das Etablissement kann jeder Zeit ein» gesehen und daselbst nähere Auskunft erhal­ten werden.

Gießen, den 4. October 1862.

In Auftrag: Weidig, Ortsgerichtsmann.

2608) Donnerstag den 23. October und die folgenden Tage, jedesmal Nachmittags halb 2 Uhr, lasse ich in meinem Hause verschiedene Maa­ren, die ich für die Folge nicht mehr führe, bestehend in rein wollenen und halbseidenen Kleiderstoffen, Echarpes, Ballkleidern, ge­strichener Wolle zu Unterröcken und Deck­betten, 600 Stickmustern und dergleichen, versteigern._____________________M. Heß.

12635) Montag den 20. Oktober, von Vormittags 9 Uhr an, wird im Gasthaus zum Einhorn dahier mit der Versteigerung fortgefahren und mit Stück­faß, Wagen und Oeconomiegeräthen der An­fang gemacht.