Beilage zu Nr. 12 des Anzeigeblattes.

Vermischte Anzeigen.

Zehnte Einhorn-Vorlesung im großen Jaale. Dienstag den II. Februar 1862.

280) Angekündigter Vortrag:Ernst Moritz Arndt", von Herrn Dr. Krumm. Anfang auch für diese und die folgenden Vorlesungen um 3A6 Uhr.

Geschäfls-Empfehlung.

232) Einem verehelichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mit meiner seither bestandenen Instrumentenhandlung, eine Musikalien- leihanstalt verbunden habe. Der demnächst im Druck erscheinende Musikalien-Katalog wird das Nähere hierüber besagen und mache ich jetzt schon darauf aufmerksam, daß ich Abonnenten jederzeit annehme unv gerne erbötig bin, jede weiter gewünscht werdende Auskunft zu ertheilen. Die Bedingungen sinv billigst gestellt.

Gießen, den 31. Januar 1862.__________________Justin Eberhardt.

293) Herrn PH. Schlatter habe ich für Gießen und Umgegend den alleinigen Verkauf meiner Fabrikate in feinen Parfümeriewaaren übertragen, was ich hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringe.

Mainz, den 1. Februar 1862. 21. Krrchten.

Auf vorstehende Anzeige des Herrn A- Krichten in Mainz Bezug nehmend, ver- kaufe ich von heute an sowohl en detail, wie en gros alle Arten seine Parfümerie» waaren, als: Zahnmittel verschiedener Art, Haaröle und Pomaden nach allen Gerüchen, eine ausgezeichnete Bandoline zum Fristren, Odeurs in allen Gerüchen rc. Ferner übernehme ich Bestellungen auf alle Arten Ballbouquets und Blumenkörbchen; alles auf das Eleganteste gearbeitet und reich parfümirt.

Gießen, den 7. Februar 1862.____________________Ph. Schlatter.

i Viertes Concert

im Winter-Abonnement

der

Conrert-Gescllschsst zu Gießen,

Donnerstag den 13. d. Mts.,

Abends 6 Uhr,

unter gefälliger Mitwirkung des Violin-Virtuosen, Herrn Concertmeisters Bargheer aus Dettmold.

Gießen, den 6. Februar 1862. Die Concertdirection.

Irankfurter Lebens-Uersicherungs-Hesestschast.

Grund-Capital: Drei Millionen Gulden. Reserven: fl. 909,535. 20 kr.

59) Die Gesellschaft gewährt zu sehr mäßigen, festen Prämien und unter den vortheilhaftesten Bedingungen Lobens Versicherungen der verschiedensten Art, mit und ohne Betheiligung am Gewinn, welche nach Wahl des Versicherten entweder nach dessen Ableben oder schon bei seinen Lebzeiten in einer im Voraus bestimmten Frist zur Zahlung kommen. Die Gesellschaft übernimmt ferner Capitalien auf Leibrenten, sowie auch Versicherungen zum Zweck der Alters-Versorgung und Aussteuer- Versicherungen.

Wer z. B. im Alter von 30 Jahren 100 Gulden südd. Währ, versichert, zahlt eine jährliche Prämie von 2 Gulden 3 kr. ohne, oder von 2 Gulden 10 kr. mit Gewinn- Betheiligung. Für ein Capital von 100 Gulden erwirbt man im Alter von 65 Jah­ren eine jährliche Rente von 11 Gulden 28% kr.

Das Nähere besagen die Prospecte, welche nebst Antragsformularen von dem Unterzeichneten unentgeltlich verabfolgt werden.

Gießen, 1862. Der Agent:

I. G. Appel.

Stenographen-derttn in Gießen.

288) Die Feier des Geburtstags Gabels- berger's kann eingetretcner Hindernisse wegen erst morgen Sonntag den 9. Februar Abends 6 Uhr, in dem Locale des Herrn A. Weidig stattfindcn. Alle Steno­graphen Gießens laden wir dazu freund- lichst ein. Der Vorstand.

General-Versammlung der Leichenkasse-Gesellschaft.

245) Die Mitglieder der Leichenkasse- Gesellschaft werden hiermit eingeladen, sich Sonntag den 9. Februar,

Nachmittags 4 Uhr, im Gasthaus zum Einhorn recht zahlreich einzufinden.

Tagesordnung:

1) Abhör der Rechnung von 1861,

2) Ergänzungswahl des Vorstandes.

Für den Vorstand: Weidig.

Prüfung des Gases aus dem Rathhaus.

279) Durchschnittszahl pro Januar 1862: 18% Kerzen.

284) Specerei- und Manusactur- Waaren-Handlungen, die geneigt sind, den Verkauf eines soliden und rentabeln Artikels zu übernehmen, wollen sich gefälligst franco an L. B. 71 poste restante Wetz­lar wenden.

299) Sonntag den 9. Februar, im Gasthofe zum Einhorn:

Correert-Pvo-uetion.

Der renommirte Harfen-Virtuose, P. Fr. Sänger aus Hamburg, wird bei seiner Durchreise die Ehre haben, vor Musikkennern und Freunden der Musik sich hören zu lassen. Anfang 8 Uhr.

NB. Ein solcher Kunstgenuß wird wohl selten dargeboten.

211) Es werden mehrere Leute gesucht, welche bereit sind, in hiesiger Stadt und Umgegend Asche aufzukaufen, und wird denselben ein angemessener Verdienst zuge­sichert. Näheres bei der Exped. b. Bltts.