Ausgabe 
7.6.1862
 
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1430) Von heute an wohne ich bei Herrn Oeconomen Emil Loos in der Neustadt, in der Nähe de« Herrn Dielenhändler Wirth.

Gießen, den 1. Juni 1862. H. Hartmann, Maurermeister.

! Thierschaufest

im Finsterloh bei Wetzlar.

Zu dem am Donnerstag den 12. d. Mt«. stattfindendcn Thierschaufeste, der damit ver- bundenen Prämiirung und der Ausstellung der zur Verloosung bestimmten Thiere und Gcräthe beehren wir uns, hiermit ergebenst einzulacen.

Ueber die Folge der Festlichkeiten, welche um 8 Uhr Morgens beginnen, besagt das Festprogramm das Nähere, welches bei der Expkd. d. BlttS. eingeschen werden kann.

Wetzlar, den 2. Juni 1862.

Das Fest-Comitö.

Unterrichts - Anzeige.

1321) Unterzeichnete beehrt sich, hiermit anzuzeigen, daß sie am Montag nach Pfingsten einen ^wöchentlichen Unterricht im Anmessen, Zuschneider! und Anser- ligen von Frauenkleibern eröffnen wird. In Folge einer gründlichen und lcichtfaß- lichen Methode wird jede Theilnehmerin an diesem Unterrichte in den Stand gesetzt, jedes beliebige Kleidungsstück in der kurzen Zeit von nur 4 Wochen ebenso paffend und pünktlich anzufertigen, als es sonst in so viel Jahren möglich war.

Das Honorar ist billig, und bedenkt man, daß während des Unterrichtes jede Schülerin für sich selbst arbeiten und einige Kleider ansertigen kann, so wird schon am Arbeitslohn ein großer Theil des Honorars erspart.

Der bedeutende Vortheil bezüglich der Ersparnisse, den ein solcher Unterricht den Familien aller Stände darbictet, ist leicht einzusehen.

Indem sie schließlich noch die Ehre hat, zu bemerken, daß eine große Anzahl Zeugnisse über ihre Leistungen sowohl aus hiesiger Stadt, als auch auswärtigen Städten, zur gefälligen Einsicht bei ihr offen liegen, sieht sie einer recht zahlreichen Theilnahme an diesem Unterrichte entgegen.

Gleichzeitig ladet sie zur gefälligen Theilnahme an ihrem Unterrichte im Anferti­gen von Frauenschuhen und Stiefelchen, als einem mit obigem Unterricht nicht in Ver­bindung stehenden Theile, ergebenst ein.

Rosa Rothenberger,

wohnhaft Ncuen-Bäuen bei Frau Henkel mann Wittwe-

1418) Einem vcrehrlichen Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich aus der Firma Rang & Stohr mit dem 3t. Mai d. I. ausgeschieden bin, und mein Geschäft wieder, wie vor dem Entstehen derselben, als Portefeuille-Arbeit er und Buchbinder auf alleinige Rechnung betreibe.

Billige und prompte Bedienung versprechend, bitte ich um geneigten Zuspruch.

Gießen , den 4. Juni 1862. LouiS Stohr,

Schloßgasse Lit. B. Nr. 5.

! Bauschutt

kann auf meinem Bauplatz am Seltersthor gegen Vergütung von 6 fr. für eine zwei- spännige und 3 fr. für eine einspännige Fuhre abgeladen werden. L. Th. Fel sing

1259) Ein junger Mensch, im sieben- zehnten Lebensjahre stehend, aus anständi­ger, gebildeter Familie, der sich dem Kauf- mannsstandc widmen will, sucht eine Stelle als Lehrling in einem frequen­ten Geschäfte. Das Nähere bei der Erpev. dieses Blattes.

1342) Hiermit mache ich die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Maler und Lackirer

etablirt habe und empfehle ich mich im Lackiren von Wagen, Möbeln, Blech rc., im Schreiben von Schildern und Friedhofskreuzen rc., sowie überhaupt in allen in dieses Fach einschlagenden Arbeiten, unter Zusicherung reeller und billiger Bedienung.

Louis Muller,

wohnhaft im elterlichen Hause, bei Schneidermeister I. Loth.

1470) Am zweiten und dritten Pfingstfeiertage:

Großes Concert

im

Schützengarterr zu Wetzlar.

Das Concert am zweiten Pfingstfeieriage findet von 3^ bis 5 Uhr Nachmittags Statt; von 5 Uhr ab Harmonie-Musik im Garten, während welcher Zeit aber auch Tanzbelustignng im Saale Statt hat.

Am dritten Pfingstfeiertage:

Großes Concert.

Anfang 3j/2 Uhr. Entröe: ä Person 9 kr.

Beide Concerte werden von dem ganzen Musik-Corps des Rhein. 8. Jäger- Bataillons ausgeführt.

Indem ich das verehrte Publifum ferner noch darauf aufmerksam mache, daß ich, um Jrrthümcr zu vermeiden und damit Niemand Schaden erleide, die Karten, auf welchen die Speisen und Getränke verzeichnet sind, an verschiedenen Orten anheften lasse, lade ich zu recht zahlreichem Besuche ganz ergebenst ein. H. Kuh«

1458) Die betreffende Person, welche am verflossenen Mittwoch auf der Schürz'- scheu Bleiche einen En-tout-cas aus Ver­sehen mitgenommen hat, wird ersucht, den­selben daselbst wieder abzuliefern.

1466) Mir sagen hiermit der Fräulein M. W. für das von ihr aufgebrachte un­wahre Gespräch von Wetzlar unfern gcrühr- testen Dank. 8. W.

1452) Montag den 9. Juni, als am zweiten Pfingstfeiertage, findet dahier

Tanz-Musik

Statt. Zur größeren Bequemlichkeit der Tanzlustigen ist der Tanzboden in's Freie gelegt.

Ferner am dritten Pfingstfeiertage: Großes Goneert, ausgeführt von der Gießener Musik-

Capelle.

Bei Verabreichung von warmen nnd kalten Speisen, Getränken rc. ver­spreche ich prompte und reelle Bedie­nung und bitte deßhalb um recht zahl­reichen Besuch.

Gleiberg, den 3. Juni 1862. Heinrich Wagner.