Ausgabe 
30.10.1861
 
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Beilage zu Nr. 87 des Anzeigeblattes.

Vermischte Anzeigen.

| Heinvich Beplev, Tapezier, Sonnenstraße, Llt. B. Nr. 91,

empfiehlt sein Lager von gepolsterten Möbeln, Spiegeln, Vorhangstoffen, Rouleaux, Teppichen u. s. w. Auch übernimmt derselbe die Einrichtung vollständiger Ausstattungen, sowie alle in sein Fach einschlagende Arbeiten und Reparaturen, und verspricht reelle und billige Bedienung.

Gießen, im October 1861.

Geschäfts-Eröffnung.

2415) Einem geehrten Publikum mache ich hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mit dem Heutigen mein

Galanterie- und Kuyivaarengeschäfi^ verbunden mit Glas und Porzellan, eröffnet habe. Um geneigten Zuspruch bittet Gießen, den 26. Oktober 1861. Louis Frohrrhäuser.

2423) Bei Curl Geisel in Leipzig ist soeben erschienen und in Gießen bei I. Ricker vorräthig:

Glückseligkeitslehre

für das

p h y s i s ch e L e b e n des Menschen.

Ein diätetischer Führer durch das Lebe».

Von PH. Karl Hartmann,

Doctvr und Prvfeffvr der Medicin an der Universität zu Wien.

Fünfte gänzlich umgearbeitete und vermehrte Auflage, von M. Schreber,

Dvctnr, proct. Arzt und Dirrctor der vrtiwpäd. Anstalt zu Leipzig.

Ein starker Band groß Oktav, Bcliupap. in Umschlag geh. 1861. 1 ft. 48 fr.

Die Kernwahrheiten eines naturgetreuen, zu körperlich-geistiger Gesundheit und Frische führenden Lebens sind nirgends in ein schöneres und anschaulicheres Spiegelbild zusammengestellt worden, als in diesem Werke, das aus der Feder des als Arzt, Mensch u n d L e b e n s p h i l v s o p h gleich h o ch g e s ch ä tz t e n V e r- fassers hervorging. Herr Doctor Schreber hat durch eine gründliche Neu­bearbeitung und Vermehrung demselben Alles verliehen, wodurch es zu einer für die jetzige Zeit höchst nützt chen und werthvollen Erscheinung erhoben worden ist. Es enthält im wahren Sinne die Kunst, das Leben zu benutzen und dabei Gesnudheit, Schönheit, Körper- und Geistesfrische bis in die späteren Lebensjahre zu erhalten und zu vervollkommnen.

Folgcnve gedrängte Ueberficht des Inhaltes möge von eer Reichhaltigkeit des Buches Zeugniß geben:

Die natürliche Bestimmung des Menschen. Vom Einsinffe der Kultur auf die Glück­seligkeit. Von der natürlichen Lebensart des Menschen. Naturgemäße Befriedigung der thieri- schen Bedürfnisse und Triebe. Vom Ge-usse der Wärme und der Lust. Die Wohnung des Menschen. Von den freiwilligen Bewegungen. Die Kleidung und ihre verschiedenen Einwir­kungen. Pflege der Haut, Haare und Zähne. Bäder und Waschungen. Vom Lager und Schlafe. Vom Genüsse der Nahrung. Von den Ausleerungen. Von den geschlechtlichen Verhältnissen, lieber Fortpflanzung. Wann und wie oft darf dem geschlechtlichen Triebe Folge geleistet werden? Die Periode der Mannbarkeit. Vergehen durch Unmäßigkeit im geschlecht­lichen Genüsse. Pollution und Menstruation. Widernatürliche Befriedigung des Zeugungs­triebes. Das Laster der Selbstbefleckung. Das Laster der Wollust. Unvermögen und Hin­fälligkeit. Ueber Ansteckung nnd deren traurige Folgen. Vorsichtsmaßregeln. Kinderlose Ehen. Mittel, in der Ehe glücklich zu leben. Naturgemäßes Verhalten während der Schwan­gerschaft. Verhalten während der Niederkunst und im Wochenbette. Pflege des Säuglings. Naturgemäße Ausbildung der geistigen Anlagen. Ausbildung der äußeren Sinne. Ueber Tabak­rauchen nnd Schnupfen. Ausbildung der inneren Sinne und des Gedächtnisses. Vom Studi- ren und Nachdenken. Beherrschung der Leidenschaften. Von der naturgemäßen Erziehung. Zerstreuungen und Erholungen. Von den natürlichen Anlagen zu Krankheiten.

2428) Schreinergesellen können dauernde Beschäftigung erhalten bei

Ph. Kreiling III., hinter der Kirche.

2363) Ein tüchtiger Pferdeknecht wird auf Weihnachten zu miethen gesucht. Das Nähere bei der Exped. d. Bltts.

2384) In Folge des allgemein bekann­ten Unglücks, welches mich betroffen hat, habe ich mich entschlossen, um der Erziehung meiner noch unerzogenen Kinder ferner ver­stehen zu können, Unterricht in allen weib­lichen Handarbeiten zu erthcilen. Denjenigen verehrten Eltern, welche mir ihre Töchter anvertrauen wollen, gebe ich die Versiche­rung, daß ich solche nach Kräften unter­richten werde. Der Unterricht hat am 15. Oktober seinen Anfang genommen. Auch nehme ich Arbeit im Hause an.

Zugleich bemerke ich, daß bei mir ein möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn abgegeben werden kann.

Meine Wohnung ist bei Herrn Küfer- meister Klinket in der Kaplansgasse.

Lokomotivführer Einolf Wittwe.

2197) Die

Friedrich 8tru66erg'sche Schönfärberei in Rödelheim empfiehlt sich einem geehrten Publikum im Färben von allen Arten Wollen- und Sei­denstoffen, Bändern, Franzen, Blonden und Tarlatans, Shawls und Tuch, sowie in allen Möbelstoffen in doppelten Farben- Bestellungen werden auf das Prompteste ausgeführt und binnen 14 Tagen besorgt durch Frau Marie Balser, in der Kleinkinderschule.

2382) Es wird kleinen Knaben, oder solchen, die sich für das Gymnasium vor- bereitcn wollen, Nachhülfe in den Schul­gegenständen und Unterricht im Lateinischen, pro Stunde nur 15 fr., ertheilt.

Auch ist daselbst vie englische Sprache sehr faßlich und leicht zu erlernen.

Gefällige Anfragen täglich von Nachmit­tags 2 bis 5 Uhr Seltersweg bei Herrn Kaufmann C. Hoffmann im Hinterge­bäude , eine Treppe hoch.

2353) Ich empfehle mich im Schröpfen, Zahnausnehmen und Wundenheilen u. s. w.

I. K. Ohlymitz, Chirurg in Ettingshausen.

2380) Einige Schreinergesellen finden dauernde Beschäftigung bei

S. Katzenstein, ' Neustadt, Lit. D. Nr. 38.