2386) Einhundert und Fünfzig Gülten sind uns als Ertrag einer von Frau Oeconom und Bäckermeister Löb er und Fräulein Marie Zimmermann vorgenommenen Sammlung und einer von mehreren Frauen veranstalteten Verloosung für den Zweck der Gustav - Arolph - Stiftung zur weiteren Beförderung durch unfern Rechner und mit der besonoeren Bestimmung 'übergeben worden, daß sie zu gleichen Theilen für die evangelischen Gotieshäuser in Herbstein, Bensheim und Bingen verwendet werken sollen. Wir bescheinigen den Empfang dieser Erstlingsgabe mit herzlichem Dank und mit dem Wunsche, daß diese erfreuliche Betätigung helfender Liebe zur festen Bildung eines Frauenvereins für den Zweck unsrer großen Sache nach dem Muster der Frauenvereine in vielen andern Städten führen möge.
Gießen, am 22. October 1861.
Für den Ausschuß des oberhessischen Zweigvereins der Gustav-Adolph-Stiftung :
Dr. Knobel, d. Z. Präsident.
Gsbelsbergkr-Strnllgrsphkn-Verein
in Gießen.
2396) Unter Leitung des Herrn Lehrers Georg Müller hat sich dahier ein Verein zur Erlernung und Verbreitung der Gabelsberger'schen Stenographie gebildet, welcher in wöchentlichen Zusammenkünften Schreibe- und Leseübungen in der Aula hält und unter den Mitgliedern die gediegensten auswärtigen stenographischen Zeitschriften circuliren läßt. Der Beginn eines neuen Unterrichtscursus und der ersten Sitzung wird durch Anschlag am schwarzen Brett und in diesem Blatte bekannt gemacht. Schriftliche Anfragen und Anmeldungen können in der Ferb er'schen Universitäts-Buchhandlung abgegeben werden. Der Vorstand.
ß Sicheren Gewinn
ohne irgend welchen möglichen Verlust bietet die Betheiligung bei dem Anlehen der Stadt Nenchatel (Schweiz), rückzahlbar durch jährlich zweimal zu verloosenve Preise von Fes. 100,000, 33,000, 30,000, 23,000, 20,000 re. w. bis abwärts Fes. 11 a 15, so daß jedes Loos gewinnen nnlß. Die nächste Ziehung geschieht am 1. November d. I.
und sind Original-Obligationsloose, a 5 (!. per Stück, gegen Einsendung des Betrags oder Postnachnahmc — Pläne gratis — zu beziehen durch
Heinrich Doll,
Bank- und Staatspapieren-Geschäst in Frankfurt a. M.
2271) Aus Anlaß der in neuester Zeit vielfach vorgekommenen Brandunglücke bringen wir die durch uns vertretene
Cölnifche Feuer-Versicherungs-GefeUschast „Colonia" in empfehlende Erinnerung und sind gerne bereit, die Aufnahme von Mobiliar- und Erndte-Verstcherungs - Anträgen zu besorgen.
Stand der Gesellschaft pro 31. Deeember 1860:
Grund-Capital......fl. 5,250,000
Gesammt-Reserven......„ 2,858,978
Jahres - Einnahme an Prämien und Zinsen . „ 2,068,000
Bezahlte Brandschaden rc. de 1860 . . . „ 1,502,712
Versicherungen in Kraft am 31. Deeember 1860 fl. 1,012,410,469
Gießen, Hungen, Butzbach, den 9. October 1861.
Fr. Chr. Pietsch, Chr. Funk, Val. Wießler,
in Gießen. in Hungen. in Butzbach.
Auswanderer igg, nach allen Hafen Amerikas befördere ich über Bremen auf den vorzüglichsten, zur Paffagierfahrt eigens erbauten und eingerichteten, mit gutem Proviant reichlichst ausgerüsteten
Dampf- und Segelschiffen
und halte mich zum Abschlüsse von Schiffsvcrträgen bestens empfohlen.
Carl Spruök,
Wallthorstraße, Lit. A. Nr. 57, Gießen, j
2384) In Folge des allgemein bekann- ten Unglücks, welches mich betroffen hat, habe ich mich entschlossen, um der Erziehung meiner noch unerzogenen Kinder ferner vorstehen zu können, Unterricht in allen weiblichen Handarbeiten zu ertheilen. Denjenigen verehrten Eltern, welche mir ihre Töchter anvertrauen wollen, gebe ich die Versicherung, daß ich solche nach Kräften unterrichten werde. Der Unterricht hat am 15. October seinen Anfang genommen. Auch nehme ich Arbeit im Hause an.
Zugleich bemerke ich, daß bei mir ein möblirtes Zimmer an einen ruhigen Herrn abgegeben werden kann.
Meine Wohnung ist bei Herrn Küfermeister Klinkel in der Kaplansgasse. ________Locomotivsührer Einolf Wittwe. Turnunterrichts-Anzeige.
2367) Montag ten 28. October beginnt für die Schuljugend das
Winter - Turnen.
Die Anmeldungen der Schüler werden Samstag den 26. d. Mts. im Leib'schen großen Saale, Nachmittags, entgegengenommen, und zwar von 3 bis 4 Uhr die der Mädchen, von 4 bis 5 Uhr die der Knaben aus den städtischen Schulen und der Realschule, und von 5 bis 6 Uhr die der Schüler des Gymnasiums.
Beitritts-Erklärungen zur Vorschule (für Jünglinge unter 17 Jahren) beliebe man Dienstag den 29. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Turnsaale abzugeben.
L. C. R ü b s a m e n, Turnlehrer.
Turner!
2411) Beginn des Riegenturncns nächsten Dienstag im Turnsaal.
_________________Der Vorstand.
2353) Ich empfehle mich im Schröpfen, Zahnausnehmen und Wundenheilen u. s.
I. K. Ohlymitz, _________ Chirurg in Ettingshausen.
2377) Die Pächter meiner verpachteten Güterstücke fordere ich hiermit auf, - das längst fällige Pachtgeld pro 1861 innerhalb 8 Tagen an mich zu berichtigen.
Gießen, den 22. October 1861.
PH. Lampus.
(Hierzu zwei Beilagen.)


