Ausgabe 
17.8.1861
 
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z« verfügen. Geschieht dieses nicht, so werden wir darüber geeignete Bestimmung treffen. Gießen, den "7. August 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ___________________Ebel.____________' Ksr Mäusevertilgung!

1873) Da noch viele Grundbesitzer mit Lieferung ihrer Mäuse im Rückstände sind, so wird zur Befolgung der in dem Anzeige- blatt der Stadt Gießen vom 3. b. Mts. bekannt gemachten Anordnungen noch eine weitere Frist von 8 Tagen bestimmt.

Gießen, den 16. August 1861.

Großherzoglicke Bürgermeisterei Gießen. _________________Ebel. _______ Aufforderung an die Schuldner hie­

siger Pfand- und Leihanftalt.

1771) Die Schuldner der hiesigen Pfank- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Mona­ten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1861 verfallen sind, werden auf­gefordert, in dem Zeitraum vom 3. August bis zum 14. September d. I. dieselben einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 21. October d. I. stattfindet.

Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizu- messen, wenn sie ihre Pfänder erst im Vcr- steigerungs-Termin gegen baare Zahlung einlösen können.

Pfänder aus wollenen Stoffen müssen un­bedingt eingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamts, bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 2. August 1861.

Die Pfandbausverwaltung.

Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

1861) Circa 60 Stück mit diesem Jahr lcihfallig werbende und der Stadt zuge- fallene Bürgerviertel sollen auf weitere 6 Jahre

Dienstaa den 20. August 1861, Nachmittags 5 Uhr, verpachtet werden.

Zusammenkunft am Nassauer Hof. Gießen, den 14. August 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

___Ebel.____________ 1870) In hiesigem Landeszuchthause wird Donnerstag den 5. September l. I.,

Vormittags 10 Uhr, die Lieferung von 200 bis 300 Malter Kartoffeln und circa 30 Fuder Roggen- stkvh im Wege öffentlicher Versteigerung an die Wenigstfordernden vergeben.

Marienschloß, am 14. August 1861. Großherzogliche Landeszuchthaus-Direction.

Trumpler.

1813) Montag den 19. August, Nachmittags 2 Uhr,

soll auf dahiisigem Rathhause auf Ansuchen der Friedr. Ludw. Höstereich Wittwe das der- selben gehörende Wohnhaus mit Stall und Miststätte auf dem Neuenweg, am Eck der Weidengasse, als Erb und Eigenthum ver­steigert werden.

Gießen, den 7. August 1861.

In Auftrag: E. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1879) Montag den 19. d. Mts., Mittags 12 Uhr, soll auf dem Rathhause zu Allendorf an der Lumda die Chaussirarbeit und Stein- fuhr zur Erbauung des Weges am Trieb wenigstnebmend versteigert werden.

Allendorf a. v. Lka., am 16. August 1861. Großherzogliche Bürgermeisterei Allendorf an der Lumda.

I. A.:

L. Hahn, Bezirksbauaufseher.

Gutsverkauf.

1817) Die Erben der Fr. I. Dorne- mann's Wittwe beabsichtigen, erbvertheilungs- halber die zu deren Nachlaß gehörigen Mo- unb Immobilien, als:

1) die sogenannte Papiermühle bei Kessel­bach an der Lumda, Kreis Grünbcrg, nebst den dazu gehörigen in gutem Zustande sich befindlichen Oeconomie- gebäuden,

2) circa 60 Hess. Morgen Aecker, Wie- sen und Gärten, bester Qualität,

3) das vorhandene todte und lebende Inventar, bei letzterem 2 gute Arbeite- Pferde,

4) den diesjährigen Erndteertrag, Montag den 9. September a. c. an Ort und Stelle meistbietend aus freier Hand zu verkaufen.

Dieses Bcsitzthum, an der Chaussee von Grünberg nach Lollar (Main-Weser-Eisen­bahn - Station) gelegen, und von beiden Orten 2 Stunden entfernt, eignet sich nach seiner Lage und bedeutenden Wasserkraft so­wohl zum Betrieb der Papierfabrikation, als zur Anlage einer Mahl- oder Schneide-Mühle, oder sonstigem Fabriketablissement; auch kann das Landgut von der Mühle getrennt ver­kauft werden.

Wegen Ertbeilung näherer Auskunft be- liebe man sich persönlich oder in frankirtem Briefe an den Großherzoglichen Bürger­meister Weber in Kesselbach, Kreis Grün­berg, oder an den Kaufmann I u l. K e l l n e r in Wetzlar zu wenden.

Verkauf eines Lattenspaliers. 1878) Montag den 19. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, soll auf dem Seltersberg, Lit. E. Nr. 16%, ein gut erhaltenes eichenes Lattenspalier von circa 125 Fuß Länge und 4',5 Höhe an den Meistbietenden versteigert werden.

Feilgebotenes.

1872) Wanzentod, sicheres und unfehlbares Mittel, dieses In­sekt in Bettstellen und Wänden zu tobten, per Flacon 36 fr.;

Fliegenpulver,

ein Paquet 4 fr., bret Paquete 9 fr., und

Fliegenpapier, für Menschen ganz unschädlich, die Fliegen schnell und sicher rödtend;

Hühneraugenpflaster

von Keilhokz, per Stück 6 fr., sicheres Mittel, um dieselben schnell und schmerzlos zu vertreiben;

Ballenpflaster

von Keil bolz, per Stück 9 fr.;

Aecht persisches Insektenpulver, dieses Pulver ist ein sicheres Specistcum zur Vertilgung der Flöhe, Motten rc., und ist namentlich das zweckmäßigste Mittel, um bie mit Flöhen behafteten Hunde vollfommen von dieser Plage zu befreien, per Loth 4 fr.;

Depilatoire, unschädliches Mittel, um das Haar an Stellen, wo man solches nicht wünscht, zu vertreiben, per Flacon 54 fr.;

Kummerfeld'sche Seife, dieselbe enthält die nämlichen wirksamen Bestandtheile, wie das berühmte Kummer­feld'sche Waschwasser, und hat sich gegen Finnen, Sommersprossen und dergleichen Hautübel vielfach bewährt, per Stück 18 kr.;

Syrop pectoral balsamique für Brustkranke und am Husten Leidende; dieser ärztlich geprüfte heilsame Brust-Balsam hat schon Tausenden Linderung und Heilung verschafft, per Flasche 45 fr.;

Feiner biegsamer Gummilack, dieser Lack trocknet in wenig Minuten, steht gegen Nässe und eignet sich für alles Schuh- werk, um solches spiegelblank zu lackiren, per Flacon 12 fr.;

vorräthig bei ____________Carl Frech.

I Aepfelwein,

ganz vorzüglich, bei August Noll, __im Stern.

1862) Limonade - Essenz empfehle« Echternach & Ha »stein.

1843) Trockene Hefe, täglich frisch, bei W. Hellmold, Neuenbäuen.

1847) Ballkränze, einzelne Blume« und Coiffuren habe ich soeben erhalt« und empfehle solche zu billigen Preisen. __I. H. Fuhr.

1828) Die neue Sendung Bielefel­der Leinen, per Stück 24 fl. und 70 ff, weiße und farbige Hemden, per Stuck 1 ff 6 fr. u. 7 ff, sowie Taschentücher und Brust- cinsätze, sind angekommen.

Wilh. Sch mall.