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Beilage zu Nr. 56 des Anzeigeblattes.

Vermischte Anzeigen.

Ein Verein esangel. Frauen und Jungfrauen hat beschlossen, eine Verloosung für den Zweck des Gustav-Adolf-Vereins zu veranstalten und sich veszhalb zuvor mit der Bitte um eine recht lebendige Betheiligung an die Einwohner unserer Stadt, besonders an die hülfrciche Hand ihrer geneigten Mitschwestern, zu wenden. Aehnliche Verlvosungen haben in andern Städten, wie in Darm­stadt und Friedberg, eine sehr erfreuliche Theilnahme gefunden und sie hoffen darum auch bei den verehrten Frauen und Jungfrauen Gießens ein offenes Ohr und eine freundliche Unterstützung mit Gaben zur Verloosung und durch Abnahme und Unterbringung von Loosen zu finden.

Indem sie diese herzliche Bitte hiermit öffentlich aussprechen, bemerken sie, daß Loose zu 6 kr. bei den Unterzeichneten zu haben sind. Lisette Dickorck. Karoline Gail. Johannettc Köster, Wittwe. Karoline Krauskopf. Adelh. Krug. Bertha Landmann. Bertha Schwabe. Agnes Simon, Wittwe. Clara Simon. Sophie Vitriarius, Wittwe. Mathilde Wcidig. Mathilde Weiß.

Für Schleswig und Holstein.

Während der nunmehr vierjährigen Wirksamkeit unseres Vereins sind eingegangen:

1) an Vierteljahrsbeiträgen 1439 fl. 32 kr.

2) an besonderen Gaben 707 31)

Summa 2147 fl. 3z kr.

Die Ausgaben betragen:

1) an Baarsendungen an das Haupt-Comitck zu Kiel .... 2054 fl. 30 kr.

2) an Kosten für Einsammlung und Porto 90 59

Summa 2145 fl, 29 kr.

Cassabestand 1 34z

Summa wie oben 2147 fl. 3z kr.

Unter den oben erwähnten besonderen Gaben befinden sich 129 fl. 32 kr. an Beiträgen von der Studentenverbindung Wingolf,

36 fl. von andern Studirenden, 42 fl. 20 kr. von dem Groschenvereine, 32 fl. 3 kr. aus einer Sammlung bei dem Jugendfeste am

13. August 1860, 47 fl. 27 kr. aus einer solchen beim Stiftungsfeste der Feuerwchr am 11. November 1860, 24 fl. 46 kr. aus

zwei Sammlungen bei Turnfesten am 2. December 1860 und am 27. April 1861, sowie verschiedene ansehnliche Beiträge, welche

bei zwei Dienstjubiläen und anderen festlichen Zusammenkünften gesammelt wurden, wie dieses im Einzelnen bereits angezeigt worden ist.

Nach dem Schluffe der Rechnung sind von dem Groschenvereine noch weiter 48 fl. eingegangen.

Die Rechnung wurde am 29. v. Mts. vom Comitck abgehört. Sämmtliche Belege liegen in der Ricker'schen Buchhandlung zur Einsicht offen.

Gießen, den 7. Juli 1861. Der vom Comite bestellte engere Ausschuß.

Ricker. Dr. Soldan.

Es sind uns abermals Zuschriften vom Hauptvereine zu Kiel zugekommen, worin der wärmste Dank für die hiesigen Geber und zugleich die Freude darüber ausgedrückt wird, daß in neuester Zeit die Theilnahme für die dortigen Nothleidenden eine allge­meinere zu werden anfange; hiermit ist aber leider auch die Nachricht verbunden gewesen, daß sich die Anzahl der Hülfsbedürftigen, da Viele, die sich bisher aus eignen Mitteln durchzuschlagen suchten, bei zunehmendem Alter und abnehmender Erwerbsfähigkeit nun dennoch zu dem Vereine ihre Zuflucht zu nehmen sich gedrungen sehen, eher vermehrt als vermindert. Gegenwärtig erhalten vom Kieler Vereine 29 Familien regelmäßige Unterstützungen, nämlich 6 Zollbeamte, 3 Postbeamte, 6 andere Civilbeamte, 5 Geist, ljche, 2 Lehrer, 2 Forfibeamtc, 5 Mitilairs und Militairsbeamte. Außerordentliche Unterstützungen wurden im vorigen Jahre an 10 Personen vergeben. Dies ist aber nur der geringere Theil der zu Unterstützenden überhaupt; denn der Verein zu Altona hat in der letzten Zeit sogar 49 Familien zu regelmäßigen und 54 zu außerordentlichen Pflegebefohlenen gehabt, so daß sich also die Gesammtzahl der Unterstützten auf 142 Familien belauft.

Wir halten es für unsere Schuldigkeit, unsere Thätigkeit auch jetzt noch nicht einzustellen, und hoffen, außer denjenigen Gebern, die bis jetzt treu auSgchalten haben, auch noch recht viele neue sich betheiligen zu sehen. Anmeldungen, sowie etwaige außerordent­liche Beiträge werden in der Ricker'schen Buchhandlung und von den Unterzeichneten jederzeit angenommen. Die Vierteljahrsbei­träge werden in der bisherigen Weise eingesammelt werden.

Gießen, den 7. Juli 1861. Ricker. Dr. Soldan.

Bramm, Gerichts-Accessist. Dr. Buchner, Reallehrer. Louis Bücking, Fabrikant. Frhr. v. Buseck, Forst­meister Heinrich Ferber, Kaufmann. G. Fulda, Fabrikant. G. PH. Gail, Fabrikant, v. Grolman, Hofgerichtsrath. Dr, Jhering, Geh. Justizrath. Dr. v. Klipstein, Professor. Louis Petri, Gemeinderath. P sann müll er II., Hofgerichts-Advocat. Pietsch, Buchdruckereibesitzer. A. Ricker, Buchhändler. R Übsamen, Turnlehrer. Dr. Soldan, Professor. Dr. Weicker, Justizrath. Wendeberg, Postsecretär. Julius Mil­brand, stuck, ehern. Wusetzky, Hofgerichts-Advocat.

1605) Hiermit mache ich dem verehrten hiesigen und auswärtigen Publikum die er­gebenste Anzeige, daß ich einen neuen Roth- stall für Rindvieh-Beschlag erbaut habe. Indem ich daher um geneigte Aufträge bitte,

verspreche ich zugleich, einen sog. Siegenlän­der Beschlag auf das Billigste zu liefern. I. G. Unverzagt, Wallthorstraße.

1622) Es können 200 Maurer, Berg­leute und Taglöhner gegen einen sehr hohen Lohn dauernde Beschäftigung finden an der Actien-Brauerei in Mainz.