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für die

Stadt und -en Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags. Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 ff. 36 kr., für Auswärtige, nid. Postaufschlags _________2 g. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1).

J^2 <56. Samstag den 13. Juli 1861.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

1595) Da Christoph Wießner aus Allendorf an der Lumda, Kreis Gießen, beurlaubter Offizierstrainsoldat in der Train- Abtheilung des Großherzoglichen Artillerie- Corps, sich ohne Erlaubniß an unbekannte Orte begeben hat, so daß ihm die Ordre, durch welche er zum Dienst einberufen ist, nicht zugestellt werden kann, so wird der­selbe hiermit öffentlich vorgeladen und an­gewiesen, sich längstens innerhalb 4 Wochen von dem untergesetzten Tage an bei seiner Abtheilung zu stellen, wivrigensalls er als Deserteur in Abgang gebracht und das im Gesetze vorgeschriebene Verfahren gegen ihn eingeleitet werden wird.

Beffungen, den 8. Juli 1861.

Das Kommando des Großherzoglichen Arlilleric-Corps.

In Verhinderung des Corps-CommandeurS: Seeverer, Oberstlieutenant.

1487) In Sachen der Ehefrau des Stadtsccretärs Daniel Mütze, Emilie, geborne Schäfer von hier, Klägerin gegen den Bäckermeister Ludwig Justi und dessen Ehefrau Elisa bet ha, geborne Klein von hier, jetzt unbekannt wo? abwesend, Verklagte, wegen Kausgeldsforderung, wird den nach vorgelegter Bescheinigung in un­bekannter Ferne abwesenden Verklagten nach, stehende Klage:

Marburg, am 22. Juni 1861.

Klägerin erscheint in Person und stellt vor: die Verklagten haben am 11. Mai 1839 nachfolgende in hiesiger Gemarkung gelege­nen Grundstücke:

A. 23 % Ar. 15% Ruthen Erbwiese am Ordenberg,

23 ( - 18% Ruthen Garten

241 daselbst,

von meinem Großvater Conrad Hein­

rich Eberhard dahier nach gerichtlich bestätigtem Kaufvertrag, den ich hiermit in Anl. A überreiche, für 250 fl. oder 138 Rthlr. 26% Sgr. gekauft und das Kauf­geld auf '/.jährige Vorauskündigung zu zahlen versprochen.

Conrad Heinrich Eberhard ist verstorben und von seiner einzigen Tochter Elise, Kaufmann Rupperius Schäfer Ehe­frau, meiner Mutter, nach Gesetz allein beerbt. Diese hat als Erben drei Kinder hinterlassen, mich, meine Schwester Bertha und meinen Bruder Otto, und haben mir diese Letztern beiden das Kaufgeld am 12. v. Mts. cedirt.

Die Verklagten, denen Capital erfolglos gekündigt ist, sind nach der Bescheinigung Anl. B unbekannt wo? abwesend und klage ich deshalb mit der Bitte:

die Verklagten öffentlich zu laden und zur Zahlung des Kaufgeldes von 138 Rthlr. 26% Sgr. unter Aner­kennung eines gesetzlichen Pfandrechts an dem Kaufobject und zur Erstattung der Kosten schuldig zu sprechen.

Beweis trete ich an durch die Anl. A und B und des Gen. W und H Prot. von : Marburg V. Bl. 173, aus welchem letztern; ich den Uebergang der Kaufgclver auf mich anher zu registriren bitte.

Es wird anher bemerkt: daß das Kauf- i gelt) der 250 st. der Klägerin dortselbst; als Gläubigerin übertragen ist.

Zur Beglaubigung Pfeiffer

mit der Auflage mitgetheilt, sich darauf im Termin,

den 21. October d. I., Morgens 10 Uhr, beim Rechtsnachtheile des Eingeständnisses und des Ausschlusses zu erklären, und dient denselben zugleich zur Nachricht, daß alle weiter in dieser Sache ergehenden Verfü­

gungen nur durch Anschlag am Gerichtsbret werden bekannt gemacht werden.

Marburg, am 24. Juni 1861.

Kurfürstliches Justizamt I.

Henckel, Amts-Assessor.

vdt. Pfeiffer, Aetuar.

Versteigerungen.

1537) Mittwoch den 24. Juli, Morgens 10 Uhr, sollen auf dem Gießener Braunsteinberg, werke die dem Hosgerichts-Advocaten Briel dahier gehörigen 770 Gentner Braun- steine theils Scheiderze, theils Mulm mit einem Gehalt von 64 65% und 8969 Gentner Eisensteine, ° sowie 75,657 Maas Waschberge, auf dem Bergwerke selbst öffentlich meistbietend ver- steigert werden, wozu Steigliebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß bei annehmbaren Geboten der Zuschlag sofort ertheilt wirb.

Gießen, den 29. Juni 1861. Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. Rotsmann,

Stadtrichter. Stabiger. - Assessor.

Vergebung von Schlosserarbeit bei der Stadt Gießen.

1607) Montag den 15. Juli 1861, des Morgens 9 Uhr,

soll die Anfertigung von 3 Rösten, veran- schlagt zu 36 fl., auf dem Rathhause dahier an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Gießen, den 11. Juli 1861.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

_________________Ebel. ________

Main-Weser Eisenbahn.

1576) Montag den 15. Juli, Vormittags 10 Uhr, sollen zur Erbauung eines Güterschuppens auf der hiesigen Station folgende Arbeiten öffentlich veraeeordirt werben: