Ausgabe 
4.12.1861
 
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ß Ein Lehrling

mit ven nöthigen Vorkenntnissen toh'D für ein hiesiges Fabrikgeschäft gesucht. Nähere Auskunft ertheilt Vie Expev. d. Bltts.

2693) Jemanv wünscht Anfängern Unler- terricht in ven Realien unv Sprachen zu ertheilen; besvnvers im Englischen, Hebräi­

schen, Zeichnen unv in der Mathematik. Näheres bei Ver Expev. v. Bltts.

2731) Es wirv ein hübsch möblirtes Zimmer, welches sogleich bezogen werven kann, zu miethen gesucht. Gefällige Offerten beliebe man an Vie Expev. v. Bltts. ab- zugeben.

2704) 500 fl. Verwaltungsgelder sind vom 1. Januar 1862 an gegen gute Ver­sicherung auszuleihen. Näheres bei

_______N. Heß.

2694) 300 fi. Vormunvschaftsgelver liegen gegen gerichtliche Sicherheit zu 5 pCt. Zinsen zum Ausleihen bereit bei

PH. Balser, in Großen-Buseck.

Fremden-Register vom 28. bis 30. November 1861.

I n v e n Gasthäuser A.

Im Einhorn : Hr. Brenncmanu, Oecon. v. Crumbach; Hr. Baran v. Hützel, Rent. v. Ramstadt; Hr. v. Keming, Stabsarzt v. Iserlohn; Hr. Baron v. Hastendick, Riltmstr. ». Hannover; Hr. Doffer, Gutsbes. v. Mainz; Hrn. Rent. Heldmann v. Aachen u. Zimmer v. Leipzig; Hr. v. Deppe m. Bedien, v. Straßburg; Hr. u. Gonnaurge, Major v. Pots­dam; Hrn. Kauft. Laubreich v. Salzungen, Gurtner v. Stuttgart, Panizza v. Mainz, Bücking v. Alsfeld, Straube v. Hanau, James v. Frankfurt, B-tting v. Münden, Thillmann v. Stuttgart, Ritter v. Leipzig, Fechter v. Norbhausen, Neustadter v. Aachen u. Asbeck v. Berlin.

Im Rappen : Hr. Baron ' v. Buttlas m. Fam. ». Königsberg ; Hr. Hahn in. Tocht. ». Hameln; Hr. HarnSdorf m. Fam. v. Hamburg; Hrn. GulSbes. Gerner v. Merchingen u. Beck m. Sohn v. Lüneburg; Hr. Lolhholz, Fabrik, v. Pforzheim: Hrn. Kauff. Wenderodt v. Bremen, Weil v. Göppingen, Schneegans v. Saarbrücken, Röhr v. Braunschweig, Kreuzer v. Heilbronn, Wenzel v. Mühlheim, Reifert v. Rotterdam, Groburger u. Lamoth v. Bremen, Scheibe v, Greitz, Rampacher v. Hamm, Hartmann v. Cöln, Klapp v. Erfurt, Beckmann v. Paderborn, Weinrich v. Lippstadt, FeSdorf v. Baltimore, Grün u. Aachen, Küchler v. Barmen, Naumann v. Münden, Meyer v. Berlin, Friedewald a. Steyermark, Brauer v. Augs­burg, Duttenhöfer v. Heilbronn, Flurer v. Saarbrücken u. Müller, Weber u. Finck v. Frankfurt.

Im Prinz Carl: Hr. Harmuth, Bauunternehmer v. Atzbach; Hr. Schulze, Partie, v. Bonn; Hr. v. Burno, RittergulSbef. v. Kalisch; Hr. Brumer, Oberfstr. v. Liebenan; Hr. Bertina, Hüttenbes. ». d. WilhelmS- hütte; Hr. Jelineck. Fabrik, v. Glückstadt; Hr. Frühauf, Oecon. v. Neu­hausen; Hr. Wendler, Banunternehm. a. Nassau; Hr. Wehli, Rent. v.

Luzern; Hr. Zellinger, Bankier v. Basel; Hr. Schipfer, Techn. v. Dett- mold; Hr. Sottel, Partie, v. Wien; Hr. Arbefser, Revis, v. Weitersfelden; Hrn. Kauff. Schlinipp v. Offenbach, Temmler v. Aachen, Lenhardt^v. Augs­burg, Koppmann v. Leipzig, Melcher v. Bremen, LönieS v. Straßburg, Timar v. Wernstadt u. Lichtenstern u. Oppenheimer v. Frankfurt.

Im Darmstädter Haus: Hr. Weber, Oecon. v. Eschenroth; Hr. Zan­gen , Bierbr. v. Würzburg; Hr. Schulz, Fuhrm. v. Hungen; Hr. Bauer, Mühlbes. v. Edingen.

In der Sonne: Hrn. Geschäftsl. Bohland v. Allendorf u. Schlesinger v. Braunfels; Hr. Driemann, Schachlmstr. v. Reuendorf; Hr. Schleiche!, Gelbgießer v. Merseburg; Hrn. Fuhr!. Bornheimer v. Bicken u. Schlosser ». Kirschgarten; Hr. Fuchs, Schuhm. p. Altenheim; Hrn. Handels!. Neu­mann v. Salzwedel u. Braun v. Dreihausen; Hr. Lämmer, Fuhrm. v. Nieder-Obmen.

Im Hirsch: Hrn. Handels!. Melchior v. Laubach u. Werkmeister v. Krimrod.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Dr. Weber I. : zwei Frl. Maier v. Tübingen. Bei Hrn. Telegr.-Stations-Vorsteher v. Löwenstern: Hr. Bajanowsky, Revisor ». Frankfurt. Bei Hrn. Gymn.-Lehr. Dr. Beck: Fr. Decan Fittich v. Alzey. Bei Hrn. Schuhmachermstr. Wißmann: Frl. Hornfeck v. Holz­hausen. Bei Hrn. Carl Schaffstädt: Frl. Baum v. CarlSruhe. Bei Hrn. Daniel Engel : Fr. Drott v. Großen-Buseck. Bei Hrn. M. Heß: Fr. Mansfeld . m. Sohn v. Berlin. Bei Wittwe Heyer : Hr. Heyer, Oberlieulen. vom 2. Kais. Oesterr. Genie-Regiment v. Verona. Bei L. Busch Wittwe: Hr. Dr. Rosenthal m. Fr. v. Mainz. Bei Fr. Hofr. Dr. Wehn Wittwe: Hr. Westerfeld m. Fr. v. Homberg u. Fr. Engelbach v. Biebeukovf.

Die Feldmäuse und deren Vertilgung.

(Schluß.)

Bevor man Vie Falle legt, werden sämmtliche Mäuselöcher zugetreten. Balv werven jevoch die gangbarsten durch die Maus wieder geöffnet sein und in diese steckt man die Falle mit dem vordern Theil, an welchem sich Vie Fangvorrichtung befinvet. Die aus vem Loche kommende Maus finvet ihren Weg durch den in ver Röhre ausgcspannten Faven versperrt. Als Nagethier durch- schneivet sie Viesen Faden sofort unv die Fever springt in die Höhe, Vie Maus aber ist gefangen. Eine Atzung kommt durchaus nicht in die Falle.

Zu bemerken ist, daß die vordere Oeffnung in der Falle nicht so weit sein darf, daß die Maus neben dem ausgespannten Faden, ohne ihn durchbeißen zu müssen, frei ausgehen kann, daß ferner an jeder Falle eine Parthie Reservcfäden angebracht sein muß, um des zeitraubenden Anknüpfens eines neuen Fadens an die Stelle ves von der Maus durchbisscnen überhoben zu sein. Zu viele solcher Fäden darf man jedoch an der Falle nicht be­festigen, weil sie bei feuchter Witterung allmälig zu morsch wer­den und alsdann die Feder, welche nicht zu schwach sein darf, nicht würden niederhalten können.

Der Mäusefängcr hat sich vor Allem Vie gangbarsten Löcher zu merken, denn diese benutzt die Maus vorzugsweise beim unge­störten Ein- und Ausgehcn. Die vielen Löcher, welche sich im Umkreis um Vas Hauptloch befinden, benutzt sie in der Regel nur dann, wenn sie sich gefährdet glaubt, also auf der Flucht in ihre Wohnung.

Er soll ferner beim Legen der Fallen nicht planlos zu Werke gehen. Er fange an einem bestimmten Punkte des Feldes an und rücke allmälig über das ganze Feld hin. Stehen ihm viele Fallen zu Gebote, ist der Acker groß, so mag er an mehreren Stellen zu gleicher Zeit beginnen unv allmälig weiter rücken.

Verfährt er aber planlos, so wirv er durch zweckloses Hin- und Herlaufen auf dem Felde ver jungen Saat schaden, wird über seiner Arbeit auf einer größern Fläche konfus werden, die Arbeit nicht regelmäßig, also unvollständig zur Ausführung bringen und wirv die ausgelegten Fallen nicht sämmtlich wieder finden können.

Herr Domänenpächter Thon zu Wilhelmshöhe bei Cassel (übrigens auch noch andere größere Landwirthe) hält Tag für Tag 200 solcher Fallen (die jever Dorsvrechsler zu 10 Hlr. bis 1 Sgr. das Stück anfertigen kann) im Gange und fängt un­glaubliche Mengen Mäuse mittelst derselben.

Erwähnen wollen wir hier auch noch das Auftreiben von Schweinen auf Stoppel- und Brachländereien. Es ist bekannt, daß das Schwein die Mäuse ausgräbt und sehr gern frißt. Auch wollen wir daran erinnern, jedem Pflüger eine Per­son mit einem Reiserbesen beizugeben, die die ausgepflügten Mäuse todtzuschlagen hat.

Haben die Mäuse Felder und Wiesen förmlich überfluthet, sind sie zu einer gefährlichen Landplage geworden, dann mag man als äußerstes Mittel auch noch Gift anwenden, doch nur Phosphor, niemals Arsenik, weil dieses letztere bei feiner äußern Aehnlichkeit mit andern unschädlichen Stoffen leicht Anlaß zu entsetzlichem Unglück geben könnte und weil es, selbst in feuch­ter Erde liegend, Jahre lang seine giftigen Eigenschaften im vollsten Maaße beibehält. Daß auch bei der Verwendung von Phosphorpaste die äußerste Vorsicht zu beobachten ist, ver­steht sich von selbst. Das Vergiftungsgeschäft darf nur unter Aufsicht und nur von zuverlässigen Leuten geschehen, und zwar gleichzeitig auf der gesammten Gemeindegemarkung. Das Gift (Phosphor, Mehl und Wasser) sollte in Form kleiner Pillen nur in die gangbarsten Mäuselöcher, d. h. in die Ausgangslöcher ge­worfen werden; um diese zu'erkennen, müssen sämmtliche Mause­löcher Abends zuvor zugetreten werden. Auf diese Weise wird bedcutenv an Gift und somit an Kosten gespart. Einige Stun-