Ausgabe 
3.7.1861
 
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Drittes Abonnements - Concert am 4. Juli,

unter Direktion des Kapellmeisters Schlösser von Darmstadt, unter Mitwirkung des Coneertmeifters Singer von Stuttgart, des hiesigen akademischen Gesangvereins und mit einem durch auswärtige Musiker und Dilettanten verdoppelten Orchester.

Programm:

1) Mendelssohn: Ouvertüre zum Sommer­nachtstraum.

2) Pagantni: Concert für Violine (erster Satz).

3) Haydn: Chor aus den vier Jahreszeiten: Komm', holder Lenz.

4) Beethoven: Romanze (F-dur).

5) Haydn: Chor aus den vier Jahreszeiten: Die Jagd.

j a. Vieurtemps: Reverie.

( b. Singer: Impromptu.

7) Beethoven: Symphonie (C-moll).

Die Nummern 2, 4, 6 von Herrn Singer vorgetragen. Kasseöffnung: 4y2 Uhr. Anfang: 5*/2 Uhr. Ende: vor 8 Uhr.

Der Anfang ist dies Mal um eine halbe Stunde früher gelegt, um auswärtigen Musikfreunden den Besuch des Concerts zu erleichtern.

Billets zu dem Concert für Nichtmitglieder des Vereins in der Ricker'fchen Buchhandlung zu 48 fr., am Tage des Con- rerts 1 fl., Sperrsitz-BilletS zu 1 fl. 18 fr., zu der Morgens 11 Uhr Statt findenden Generalprobe zu 36 fr.

1534) Im Verlage der Andr Hcller'schen Hofbuchdruckerei rc. zu Büdingen ist soeben erschienen und durch alle Buch. Handlungen zu beziehen:

Katechismus für unirte evangelische Gemeinden,

oder der

Heidelberger Katechismus und der kleine lutherische Katechismus verbunden und mit Bibelsprüchen versehen.

Zum Grbrauchc für Kirchen und Schulen.

PreiS: netto L 14 fr., gebunden ä 18 fr.

Efn Katechismus für unirte evangelische Gemeinden würde selbst dann an der Zeit sein, wenn das UnivnSbewnßtsein in unseren Gemeinden und ihren Gliedern ganz feil stände. Wie viel mehr jetzt, da nicht bloS in jeder Gemeinde Selche sich finden, die kaum eine Ahnung von einem gemeinsamen Glauben der augSburgischen ConsefsionS-Verwandten haben, sondern gar Viele darauf auSgeheu, jedes Band der Gemeinschaft zwischen ihnen zu zerreißen. Da thut eS vorzugsweise Noth, die Elemente des christlichen Glaubens, wie sie das Evangelium, unbeirrt durch menschliche Ansichten und Autoritäten^ uns verhält und die ewigen objectiven Wahrheiten und Heilsthatsacheu, worauf der Glaube der Christen ruht, nach dem alleinigen Richterspruche der heiligen Schrift, der Gemeinden bis herab zu ihren jüngsten Gliedern recht zum Bewußtsein zu bringen und in ihrem inneren ungetrennten und untrenn­baren Zusammenhänge vor Augen zu stellen. Dabei ist sreilich nicht zu vermeiden, eben weil eS nur Eine Wahrheit giebt, auch auf die auseinander­gehenden Ansichten einzugehen, weil ein Bemänteln und Liebäugeln mit den Widersachern der Sache der Wahrheit noch weniger förderlich ist, als ein offener Kampf. Daß dieser aber ohne alle Partheisucht nur um der Wahrheit willen geführt wird, davon giebt jeder Blick in das vorliegende Buch den unwiderleglichsteu Beweis, wie dafür auch der Herausgeber einstehet, der durch feine Stellung in der unirten evangelischen Kirche während einer langjäh­rigen Dienstzeit die Union stets vor Augen und im Herzen hatte.

Derselbe erklärt unter Anderem in dem Vorworte, mit welchem er seine Schrift einführt:Von dem durch die kompetente Behörde eingesührten zwiefachen Katechismus dem Heidelberger und dem kleinen lutherischen abzugehen, bevor die auf völliger einheitlicher Lehre be­ruhende Union auf genügende Weise erziölt ist, erscheint eben so unstatthaft als unzweckmäßig und würde dem Gedeihen der Union nur nach- theilig sein. DaS Bestreben der Lehrer der Kirchen und Schulen kann vielmehr auf so lange nur darauf gerichtet sein, die einheitliche Unterweisung der Jugend immer mehr anzubahnen. Und daS ist die Absicht, welche gegenwärtiger Arbeit zu Grunde liegt."

Büdingen, den 3. Juni 1861, Die Andr. Heller^sche Hofbuchdruckerei rc.

DeeWetteveruev Bote"

erscheint auch im nächsten Quartal wöchentlich dreimal, am Dienstag, Donnerstag und Samstag. Die stets wachsende Verbreitung desWetlerauer Boten" glauben wir als einen Beweis ansehen zu dürfen, daß derselbe die Aufgabe eines unab­hängigen Volksblatts richtig aufgefaßt hat und die Redaction wird auch ferner bemüht sein, durch eine Besprechung der öffentlichen Angelegenheiten im Sinne einheitlichen und freiheitlichen Fortschrittes die nationalen Strebungen des Volkes nach ihren Kräften zu unterstützen. Nächst Leitartikeln, einer Uebersicht der politischen Tagesbegebenheiten, kurzen Erzählungen, Berichten über Handels­nachrichten, Fruchtmärkte rc. widmet derWetterauer Bote" den Zuständen unseres engeren Vaterlandes besondere Aufmerksamkeit und alle dahin gehörige wahrheitsgetreue Mittheilungen sind willkommen. Als Organ der Mittelrheinischen Turnvereine ist ein Theil des Raumes zur Besprechung turnerischer Interessen bestimmt und bitten wir um rasche Einsendung aller einschlagen­den Nachrichten.

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Butzbach, im Juni 1861. Die Expedition desWctterauer Boten"

M. KnliTselie Buchdruckerei.