Stellvertretungs-Versicherungs-Anstalt für das Musterungs- und Ziehungsjahr 1860 zu zahlende Einlage auf 190 fl.

setzt worden ist und die Einlagen vom 1. October L I. an zur Versicherungskasse bezahlt werden können, gleichzeitig, unter einer besonderen Couverte, mitgetheilt werden. Wir bemerken dazu Folgendes:

Einem Jeden, der bei Ihnen erklärt, daß er der Stellvertretungs-Bersicherungs-Anstait für die Militärpflichtigen des Jahres 1860 beitreten wolle, ist ein Exemplar der fraglichen Belehrung zur Kenntnißnahme auszuhändigen.

Die Beitrittserklärung ist von Ihnen in Bezug auf das Jahr, die Person des Versicherten und das Datum gehörig auszu- füllen und von dem Beitretenden zu unterschreiben. Die Unterschrift des Beiteetenden wird von Ihnen beglaubigt und die Beglaubigung mit Datum versehen von Ihnen unterzeichnet, auch das Bürgermeistereisiegel beigedrückt. Diesem vorgängig ist die Beitrittserklärung dem Beitretenden zu übergeben, damit Vieser solche und den baaren Betrag der Einlage 190 fl. an den Vorsteher und Kassier der Stellversicherungs-Anftalt, Großherzoglichen Oberst Fresenius zu Darmstadt wohnhaft in der Elisaberhenstraße bei Speisewirth Kohl Nr. 239 überbringe oder portofrei übersende.

Schließlich verweisen wir Sie noch im Uebrigen auf die betreffende Belehrung und erwarten, daß von Ihnen in der Stell­vertretungssache mit aller Pünktlichkeit und Genauigkeit verfahren werde.

Küchle r.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Eb i r t a 11 a b u n 9.

2054) Nachdem Großherzoglichcs Hof­gericht der Provinz Oberhessen über Vas Vermögen des Johannes Rohrbach I. zu Crumbach den förmlichen Concursprozeß erkannt hat, werden hiermit die bekannten und unbekannten Gläubiger desselben aufge­fordert, im Termin

Freitag den 25. November 1859, Vormittags 9 Uhr, ihre Forderungen und Ansprüche so gewiß an­zumelden und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, als sie sonst stillschweigends ohne ein besonders zu erlassendes Präcluflv- decret hiermit ausgeschlossen werden, von der Masse keine Befriedigung zu erwarten haben. In dem genannten Termin soll gleich­zeitig angelegentlichst die Güte versucht, im Falle ves Fehlschlagens aber ein Gläubiger- Ausschuß und Massecurator erwählt wer­den. In dieser Beziehung werden die nicht erschienenen Gläubiger oder deren nicht gehörig legitimirten Vertreter als den Be­schlüssen der Mehrheit der erschienenen Gläu­biger beigetreten angesehen.

Gießen, den 19. September 1859.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. Rotsmann,

Stadtrichter. Stavtger. - Assessor.

Brsuudere Bekanntmachung.

Felvstrafen-Erhebung bei dem Rentamt Gießen.

2063) Die Felvstrafen von der 4. Periode l. I. können vom 1. bis 15. k. Mts. an den Zahltagen: Dienstags und Sam­stags ohne Kosten bezahlt werden.

Gießen, den 26. September 1859.

Großherzogliches Rentamt Gießen. Melchior.

V e r fl e i g c r u n g r n.

Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.

2065) Montag den 3. Ociober 1859, von Vvrmiteags 9 Uhr an, soll in dem Gießener Stadtwalve, Distric- ten Philosophenwalv, Tanne, Stolzenmor-

gen, Neuheege, Fichtcnkopf und Katharinen­

hütte, nachverzeichnetes Holz öffentlich ver­steigert werden, nämlich:

2*/4 Stecken Eichen-Prügelholz,

175 Wellen Reisholz,

% Stecken Kiefern-Scheivholz,

33 Prügclholz,

18 Stockholz,

1250 Wellen Reisholz,

liy4 Stecken Fichten-Stockholz,

26000 Wellen Rcisholz,

13 Kiefern-Stämme mit 452 Cubikf.,

3 Fichten- 106

46 Stangen 54

Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis den 24. December v. I. gestattet. Die Zusammenkunft ist am Trieb.

Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden um Veröffent­lichung dieses ersucht.

Gießen, am 27. September 1859.

Greßherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen.

2066) Montag den 3. October 1859, des Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier nachstehende Arbeiten an den Wenigstnehmenven verstei­gert werden, als:

Zimmerarbeit, veranschlagt zu 5 fl. 20 fr. Schlosserarbeit, 2 40

Fuhrenarbeit, 30

Gießen, den 27. September 1859.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ________ D. Ebel.____________ 2055) Mittwoch den 28. September, Nachmittags 4 Uhr, lasse ich das Grummetgras dreier in dem Neustädter Feld gelegener Wiesen versteigern. Zusammenkunft an meiner Wollspinnerei.

Gießen, ven 26. September 1859.

G g. P h. Gail.

2059) Freitag den 30. d. Mts., Vormittags um 9 Ubr,

I sollen nachverzeichncte zum Nachlaß des I Heinrich Gruber von hier gehörigen Gegen- ! stände, als :

ein Handwägelchen mit eisernen Achsen, Pflug und Egge,

ein vollständiges Nagelschmiedwerkzeug, ein Schleifstein, zwei Hunde, allerlei Haus- und sonstiges Geräthe, 1 in der zum Nachlaß gehörigen Hofraithe erbvertheilungshalber versteigert werden.

Alten-Buscck, am 26. September 1859. i Großherzogliches Ortsgericht Alten-Buseck. W a g e n b a ch.

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Feilgebotenes.

12057) Wanzentod,

' ein sicheres und unfehlbares Mittel gegen i dieses Jnscct, per Flayon 36 fr., ! Fliegenpapier und Fliegenpulver, ; Aecht persisches Insektenpulver, Hühneraugenpflaster, vorräthig bei Carl Frech.

2053) Neuer süszcr Obstwein, per Schoppen 4 fr., bei

Friedrich Führer, i________________ in der Löwengasse.

I i Interessanteste Jnsecten,

W frische Schmetterlinge, sowie auch «rudere Natu­ralien, empfiehlt in großer Auswahl billigst und bittet um baldige Be­stellungen I. Biedermann,

im Gasthaus zur Sonne.

2049) Theezucker und Birnenhonig sind wieder in anerkannt bester Qualität zu haben bei________Job. Baltb. Noll.

2064) Zur Saatzeit empfehle id) die Dünger der Frankfurter Actien-Gescllschast, und ächten fl-er» Guano.

0 Emil Pistor.^

2067) Einige Fuder Waizenstroh sind zu verkaufen. Näheres bei der 'Expcv. dieses Blattes._________________

2035) In dem Großen-Busccker Wald liegt ein Eichen-Stamm (Krümmling), ws Müller sich eignend, zu verkaufen. Nähere bei PH. Zimmermann.

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