Ausgabe 
14.5.1859
 
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ter Ausschuß es für billig, auf Rechnung des landw. Vereins eine Anzahl Rindvieh der Berner Race in diesem Jahr einzuführen und an oberhessische Landwirthe versteigern zu lassen. Die näheren Bedingungen werden s. Z. veröffentlicht werden.

ad 5 Die zur Unterstützung von Wiesenverbesserungen und Entwässerungsanlagen vorgesehene Summe von 600 fl. soll in ber Regel nur zur Bestreitung der Kosten für Aufstellung der Pläne und Kostenvoranschläge in Betreff derartiger Verbesserungen verwendet werden Rur in.besonderen Fällen und unter gewissen Verhältnissen können auch die Kosten der technischen Leitung vom Präsidium, dessen Ermessen der Ausschuß deßfalls die Beurtheilung anheim gestellt hat, auf die Kaffe des landw. Vereins deere- tirt werden. ga()r 4959 vie den landw. Bezirksvereinen aus der Kasse des landw. Vereins von Oberhessen

ruiliekende Unterstützung in einem Dritttheil derjenigen Beträge bestehen, welche im Laufe des vorhergehenden Jahres aus dem be. treffenden B->rirk wirklich zur Vereinskasse eingegangen sind. Die Bezirksvereine, welche diese Unterstützung in Anspruch nehmen icoHcn werden ferner darauf aufmerksam gemacht, daß dem Präsidium der Nachweis über die Verwendung der von dem betreffenden Rerirk'svereine früher bezogenen Gelder erbracht werden, sowie Vie Zwecke angegeben werden sollen, zu welchen die angesprochene Unterüütruna verwendet werden soll. Außerdem hat der Ausschuß beschlossen, daß in keinem Fall diejenigen Bezirksverelne Zuschüsse aus der Kaffe des landw. Vereins von Oberhessen erhalten sollen, welche dieselben nicht vor Feststellung des Budgets für das folgende ^abr in^Ansvruch genommen und begründet haben werben.

ad 7 Die landw. Zeitschrift wird unter den seitherigen Voraussetzungen (Betrieb der Landwirthschaft und mäßiges Em- kommeud auch im Jahr 1859 an oberhessische Schullehrer auf Rechnung des Vereins verabfolgt werden.

ad 8 Diese 50 fl. können zu Prämien für Umschaffung verwilderter Gärten in zweckmäßig angelegte Gemüse- oder Obst. Anlagen' ferner an Seidezüchter Oberhessens abgegeben werden, lieber Die zweckmäßigste Verwilligung von Prämien an letztere, soll das Präsidium nach Einholung der Ansicht des Seidenbauverems zu Darmstadt entscheiden.

ad 9 Der Ausschuß hat sich die Verwendung dieser Summe vorbehalten. ,

ad 10 Diejenigen Schäfereibesitzer , welche auf diese Prämie Anspruch haben, werden aufgefordert, sich bei dem Prasibluin deßfalls zu melden, welches die Anmeldungen dem Ausschuß zur Entscheidung vorlegen wird.

® ad 44 Diese Formularien werden den landw. Bezirksvereinen mit Nächstem unter dem Ersuchen zugehen, für Ausfüllung derselben ^^^ftr^Credit ist dazu bestimmt, solchen Männern, welche sich besonders um Cousolidation der Grundstücke erworben haben'oder erwerben, Preise zuzuerkennen. Die Verwendung dieser Summe hat der Ausschuß sich selbst Vorbehalten.

Laubach, den 16. März 1859.

Der Präsident des landw. Vereins von Oberhessen:

Otto, Graf zu Solms-Laubach.

Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.

Edirtalladung.

1056) Der Johann Georg Käm­merer II. von Bettenhausen ist durch Ver­fügung Größherzoglichen Hofgerichts der ' Provinz Oberhessen vom 18. v. Mts. für einen Verschwender erklärt und unter Cura- tel gestellt worven; gütige Rechtsgeschäfte können daher mit ihm nur unter Zustim­mung seines gerichtlich bestellten Kurators, Wilhelm Ruckel von Bettenhausen, ab­geschlossen werden.

Gleichzeitig werden die etwa bis jetzt un­bekannt gebliebenen Gläubiger desselben auf­gefordert, ihre Forderungen längstens bis zu dem auf

Donnerstag dm 23. Juni l. I., Vormittags,

anberaumten Termine dahier anzuzeigen, gegenfalls sie bei der Vermögensregulirung nicht berücksichtigt werden.

Hungen, den 11. Mai 1859.

Großherzogliches Landgericht Hungen. Heusler, E ck st 0 r m, Landrichter. Landger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachungen.

1036) Da Ludwig Iae0b Weber aus Königsberg, Kreis Gießen, beurlaubter Offizierstrainsoldat in der 6. Schwadron des Garderegünents Cheveauxlegers, sich ohne Erlaubniß an unbekannte Orte bege­ben hat, so daß ihm die Ordre, durch

welche er zum Dienst einberufen ist, nicht zugestellt werden kann, so wird derselbe hier­durch öffentlich vorgeladen und angewiesen, sich längstens innerhalb vier Wochen, von dem untergesetzten Tage an, bei seiner Schwadron zu stellen, widrigenfalls er als Deserteur in Abgang gebracht und das im Gesetze vorgeschriebene Verfahren gegen ihn eingeleitet werden wird.

Darmstadt, den 9. Mai 1859.

Das Kommando des Großherzoglichen Garderegiments Cheveauxlegers.

Klingelhöffer, Generalmajor.

1021) Zuckererbsen-Reiser, das Hundert zu 24 fr., werten in dem städtischen Holz­magazin abgegeben. Der Betrag ist vorher aus Anweisung von hier an die Stadtkasse I zu bezahlen.

Gießen, am 7. Mai 1859.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Versteigerungen.

Die Versteigerung der Grasnutzung an verschiedenen Wegen und Böschungen.

1044) Montag den 16. Mai 1859, des Nachmittags 3 Uhr, soll die Grasnntznng an den Böschungen des Stadtringgrabens, der Wieseck, der Chaussee nach dem Busch'schen Garten, am

Friedhöfe, Schiffmberger Wege, dem Wege in den Torflöchern und dem Wege zwischen der Hofraithe des Großherzoglichen Pro­fessors Dr. Osann und des Gastwirths Rühl auf dem Seltersberg, öffentlich meist­bietend versteigert werden. Die Zusammen­kunft ist am Neuenwegerthor.

Gießen, den 10. Mai 1859.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

1023) Dienstag den 17. d. Mts., Vormittags um 10 Ubr, wird auf der Großherzoglichen Universitäts- Canzlei die Lieferung von 400 Stecken Buchen-Scheidholz in die verschiedenen Uni­versitäts-Anstalten und das Großherzogliche Gymnasium dahier an den Wenigstnehmen- den versteigert.

Gießen, am 9. Mai 1859. Großherzogliches Universitäts-Rentamt.

M a r t i n.

1057) Montag den 16. Mai d. I-, des Nachmittags um 1 Uhr,

sollen auf hiesigem Gemeiudehause:

260 Hausen Streulaub, ä 250 Cubttfuß, in den Walddistrieten Wehrholz, Hardt un Jungenmark öffentlich an den Meistbietende versteigert werden.

Lang-Göns, am 11. Mai 1859. Großherzogliche Bürgermeisterei Lang-Göns.

Henrich.