948) In Lit. C. Nr. 105 auf dem Tiefenweg ist ein Haufen Dünger zu verkaufen.
921) Gute Saat-Erbsen sind zu haben bei L. Klinkel.
V e r m i e t h u n g e n.
961) In dem Brüh l'sch'en Hause auf dem Brand ist eine möblirte Stube zu ver- miethcn.
956) Ein Familienlogis, bestehend aus Stube mit Cabinet, Keller, Holzraum, Stall und Miststätke, sowie eine halbe Scheuer, sind zu vermiethen bei
I. Brauburger.
957) Ein möblirtes Zimmer ist zu vermiethen bei I. Kuntz.
960) In der Schloßgasse, Lit. A. Nr.
195, ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.
962) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen bei Schuhmacher Hanitsch, _______________________am Kirchcnplatz.
929) Vom 1. August l. I. an ist das Logis im Nebenbau des Koch'schen Hause« auf dem Seltersberg zu vermiethen.
384) Das von Hrn. Schott bewohnte Logis in meinem Hinterbau vor dem Neuenweger Thor ist anderweit zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.
Gottlieb Strauch Wittwe.
900) Zwei möblirte Zimmer sind zu vermiethen und sogleichbeziehbar in den Neuen-Bäuen, B. 73 (im 2. Sto cf).
883) Das von Herrn H. Weivig bewohnte Logis ist durch dessen demnächstigen Auszug in sein Geschäfts-Local anderweit zu vermiethen.
N. D. Stern, Lederhändler, _________________Wallthorstraße.___________
707) In Lit. B. Nr. 27 am Marktplatz sind zwei freundliche Familienwohnungen zu vermiethen und alsbald zu beziehen.
660) Ein Familienlogis ist zu vermiethen bei Emil Noll,
auf der Mäusburg.
914) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei _____________________Gebr. Leng.
906) Zn Lit. B. Nr. 30 auf der Mäusburg ist eine freundliche Fanulien- wohnung zu vermiethen und im Juli zu beziehen.
955) Eine kleine Wohnung für eine einzelne Person, sowie Schlafstellen für drei bis vier Pe.sonen, sind zu vermiethen bei ■ Carl Hart.
927) Im Gesellschaftshause ist ein möblir- tes Zimmer mit Cabinet zu vermiethen.
Hofger.-Secretär Stürz Wittwe.
939) Das von Frau Baumeister Son- nemann bewohnte Logis ist durch deren Wegzug anderweit zu vermiethen und am 1. August beziehbar.
Philipp Oppermann.
937) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei Lotse.
Vermischte Anzeigen. MrsabesrLehrenrstsrSt des Dr. L. Schwabe.
958) Donnerstag den 12. Mai beginnt in obiger Anstalt (im seitherigen Locale) ein neues Schuljahr. — Anmeldungen neuer Schüler nimmt der Vorsteher jeden Morgen entgegen. — Bei demselben kann auch der gedruckte Lehrplan in Empfang genommen werden.
950) Carl Jochheim, pract. Zahnarzt aus Darmstadt, ist Donnerstag den 5. d. Mts., von Morgens 10 bis Nachmittags 4 Uhr, im Gast- Hose zum Rappe» zu sprechen.
148) Das in meinem Hinterhause seit- ■ her von Fräulein Pimper bewohnte Logis ist zu vermiethen und sogleich zu beziehen.
C. Hensel, j
891) Ein Märchen vom Lande, im Alter von 15 bis 16 Jahren, wirb in hiesiger Stabt in Dienst gesucht und kann sogleich eintreten. Näheres bei der Exped. d. Bltts.
966) Anmeldungen zur Aufnahme in die hiesige Großherzogliche Realschule für das mit dem 17. Mai beginnende neue Schuljahr können vom 8. Mai an täglich Vormittags bei ver unterzeichneten Direktion gemacht werden. Die Prüfung zur Aufnahme findet den 16. Mai, Nachmittags um 2 Uhr, in dem Realschulgcbäuve statt.
Gießen, den 30. April 1859. Großherzogliche Direktion der Realschule zu Gießen.
Dr. Weigand.
Glas-Bazar.
936) Der Kunst-Bazar des Herrn Wege, welcher seit Kurzem in Frankfurt ausgestellt ist, ist nach den verschiedensten Zeugnissen vortrefflich eingerichtet und bietet eine schöne Gelegenheit zur Augenweide und belehrenden Unterhaltung. Auf einer langen Tafel erblickt man eine große Zahl der zierlichsten, aus verschiedenartigem Glas gefertigten Gegenstände, als Bäume in verschiedener Größe und auf denselben Paradies- und anvere buntgefiederte Vögel, ja sogar ganze Nesterchen, da sieht man Hunde, Katzen, Fontainen, Blumenvasen, Dampf- und Segelschiffe, Körbchen mit Blumenguirlanben und anderen sinnigen Verzierungen und viele andere Sachen, welche sich unmöglich alle aufzählen lassen. Ganz besondere Aufmerksamkeit verdienen die größeren Gegenstände, welche sich unter großen Glasglocken befinden. So sieht man einen großen Dreimaster, an dem auch nicht bas kleinste Tau fehlt; eine Blumenvase, die ein reizendes Blumenbouquet trägt; einen prächtigen Baum mit Paradiesvögeln rc.; reizende, mit großem Geschmack aus gesponnenem Glase gearbeitete Schmucksachen, welche durch Eleganz und Unzerbrechlichkeit nicht bloß, sondern auch dadurch sich auszeichnen, daß sie bei der Verwendung zu tragbaren Lurusgegenständen gar keine Gefahr durch Absplitterung für's Auge befürchten lassen, worüber sonst wohl bei Glasgarnituren häufig Klage geführt wurde. — Hat man sich an dem Anblick all dieser Herrlichkeiten höchl!chst ergötzt, so drängt sich natürlich jedem Beschauer auch der Wunsch auf, die Art und Weise kennen zu lernen, wie diese Gegenstände entstanden. Dieser Wunsch wird vollständig befriedigt; denn der Künstler verfertigt an einem hübsch drapirtcn Tische im Beisein des Publikums alle die genannten Gegenstände aus freier Hand. Er spinnt die Glasscherben und webt sogar das gesponnene Glas. —• Die reichhaltige Stereoscopen-Sammlung verdient ebenfalls die Aufmerksamkeit des Publikums; sic enthält manches Sehenswerthe und in seltener geschmackvoller Auswahl. — Besondere Erwähnung verdient noch ein wundervolles Oelgcmälde, welches im Kunst-Bazar aufgestellt ist. Beim ersten Anblick läßt sich kaum enträthseln, was diese bunte Farbenmasse vorstellcn soll, sobald aber ein blank-polirker neusilberner Cplinder im Mittelpunkte des Kunstwerkes aufgestellt ist, erblickt man in diesem gebogenen Spiegel die Kreuzabnahme Christi in den herrlichsten Farben und im schönen Ebenmaaße der Zeichnung. Da Herr Wege auch hier seinen Glas-Bazar uns zur ^Schau stellen wird, und wir schwerlich Gelegenheit haben , etwas Derartiges jemals wieder hier zu sehen, so ist Jedem, der sich ein Stündchen unterhalten will, anzurathen, den Besuch dieses Künst-Bazars ja nicht zu versäumen.
(Hierzu eine Beilage.)


