Gefundene Gegenstände.
Ein Taschenmesser mit einer Klinge, — ein Paar Fausthandschuhe, — ein rotyes Taschentuch, — ein schwarzer Unter-Aermel, — ein weißes Taschentuch, gez. E. 8. 12, — ein Kinderschuh — und mehrere Schlüssel. — Die Eigenthümer können solche auf dem Polizeibüreau in Empfang nehmen.
Gießen, am 30. März 1858. Der Großherzogliche Polizci-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen.
L. Nover.
Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
EdirlaUüdung.
Oeffentliche Aufforderung.
475) Nachdem Großherzogliches Hofgericht zu Gießen über das um 2721 fl. überschuldete Vermögen des den 20. Decem- ber v. I. verstorbenen Kaufmanns, Emil Mann dahier, den formellen Coneurs erkannt hat, werden alle Diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an dasselbe zu haben glauben, aufgesordert, solche Freitag den 30. April d. I.,
Morgens 8 Uhr, bei Meidung des stillschweigend erfolgenden Ausschlusses von der Masse zu melden. In diesem Termin soll zugleich ein Arrangement versucht und in dessen Entstehung zur Wahl eines Gläubigerausschusses und Masseeura- tors geschritten und zugleich Beschlüsse über Versilberung der Masse gefaßt werden. Die durch gehörig Bevollmächtigte nicht vertretenen Gläubiger werden deshalb insoweit als den Beschlüssen der Mehrheit der erschei- nenden Gläubiger beitretend angesehen.
Battenberg, den 22. Februar 1858. Großherzogliches Landgericht Battenberg.
Reitz, Gebhardt, Landrichter. Landgerichts-Assessor.
1875 Wellen Eichen-Reisholz,
1335 „ Kiefern- „
300 „ Buchen- „
250 „ Fichten- „
3 Stämme Eichenholz mit 40 Cubikfuß Inhalt,
9 Stämme Fichtenholz mit 95 Cubikfuß Inhalt,
159 Stämme Kiefernholz mit 2444 Cubikfuß Inhalt,
23 Fichten-Stangen mit 105 Cubikfuß Inhalt,
3 Kiefern - Stangen mit 12 Cubikfuß Inhalt,
7 Eichen-Stangen mit 7 Cubikf. Inhalt.
Gegen Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. September 1858 gestattet.
Die Zusammenkunft ist im Tempel, im Philosophenwald.
Die Großherzoglichen Bürgermeistereien werden um Bekanntmachung dieser Versteigerung ersucht.
Gießen, am 29. März 1858.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebel.
Die Verpachtung von städtischen Triebvierteln.
Besondere Bekanntmachung.
Feldstrafen - Erhebung bei dem Rentamt Gießen.
604) Die Feldstrafen von der ersten Periode l. I. können vom 1. bis 15. k. M. an den Zahltagen: Dienstags und Samstags, ohne Kosten bezahlt werden.
Gießen, den 27. März 1858. Großherzogliches Rentamt Gießen.
Melchior.
Versteigerungen.
Holzversteigerung im Gießener Stadtwalde.
606) Mittwoch den 7. April 1858, von Morgens 9 Uhr an,
sollen im Gießener Stadtwalde, im District Philosopbenwäld, die folgenden Holzgattungen meistbietend versteigert werden, als:
20% Stecken Eichen-Scheidholz,
37% „ „ Prügelholz,
32 „ „ Stockholz,
41% „ Kiefern-Schcidholz,
21 „ „ Prügelholz,
29% „ „ Stockholz,
1 „ Buchen-Prügelholz,
590) Mittwoch den 31. März 1858, des Nachmittags 1 Uhr, sollen circa 25 städtische Triebviertel, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, an den Meistbietenden verpachtet werden.
Gießen, den 26. März 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Holzversteigerung.
617) Mittwoch den 7. April, Vormittags von 9 Uhr an,
soll im Wiesecker Gemeindewald, District Heide, nachfolgendes Holz meistbietend, unter wen alsdann bekannt gemacht wertenden Bedingungen, versteigert werden, als:
1 Stecken Kiefern-Scheidholz,
4 „ „ Prügelholz,
51% „ „ Stockholz,
6650 Wellen „ Reisholz,
400 „ Fichten- „
Die Zusammenkunft ist zur genannten Stunde, im District selbst, an der Marburger Chaussee.
Wieseck, den 29. März 1858. Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.
A u b e l, Beigeordneter.
Arbeitsversteigerung.
614) Donnerstag den 1. April, Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dahiesigem Rathhause nachfolgende Arbeiten öffentlich an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden.
A. An den gemeinheitlichen Gütern: Planirung der alten Lehm
grube , veranschlagt zu 50 fl. — fr.
B. An den Feuerlöschgeräthschasten: Fertigung von 10 Stück neuen ledernen Feuereimern , veranschlagt zu . 70 fl. —kr.
C. An den Brunnen im Ort:
Unterhaltung der Pumpen, veranschlagt zu . . -100 fl. — kr.
D. An den Straßen im Ort: Steinbrechen, veranschl. zu 8 fl. — kr.
Steinfahren, „ „ 30 „ — „
Steinsetzen, „ „ 3 „ — „
Steinschlagen, „ „ 60 „ — „
Sandfahren, „ „ 10 „ — „
E. An der Kirche:
Steindeckerarbeit, veranschl. zu 20 fl. —kr.
F. An den Pfarrgebäuden: Maurerarbeit, veranschl. zu 21 fl. — kr. Dachdcckerarbeik, „ „ 30 „ 36 „
Schreinerarbeit, „ „ 11,, — „
G. An den Schulhäusern: Maurerarbeit , veranschl. zu 9 fl. 36 kr. Schreinerarbeit, „ „ 4 „ 36 „
Weißbinderarbeit, „ „ 207 „ 16 „
H. An den gemeinheitlichen Gebäuden: Zimmerarbeit, veranschl. zu 4 fl. —kr. Maurerarbeit, „ „ 6 „ — „
Schreinerarbeit, „ „ 18 „ — „
I. An den Wegen außerhalb des Orts:
Gießen rc., veranschl.
zu
tf
16
60
6
112
84
Steinfahren, Steinsetzen, Steinschlagen, Grabenarbeit rc.,
— „
werken
Planirarbcit am Weg im
Land, veranschl. zu . . 117 fl. —kr.
„ — "
Voranschläge und Beringungen im Termin eröffnet und können auch schon vorher bei rem Bezirksöauaufsehcr Hahn
dergl. am Weg am Lerchenberg , veranschl. zu . - 125 dergl. am Weg am Hau
berg , veranschl. zu . . 102 Steinbrechen für den Weg nach
u ff
eingesehen werden.
Wieseck, am 27. März 1858.
Großherzogliche Bürgermeisterei Wieseck.
Anbei,
Beigeordneter.


