Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Besondere Bekanntmachungen.
1366) Das im Monat Mai fällig gewesene erste Ziel Communalsteuer und die am 24. Juni d. I. fällig gewesenen Holzsteiggelder können in den nächsten acht Tagen noch ohne Kosten an die hiesige Stadtkasse bezahlt werden.
Gießen, am 28. Juni 1858. Der Stadt - Einnehmer:
Enders.
1359) Die
Quittungen über Waisenverpflegungs- i gelder re. vom 1. halben Jahre 1858! sind binnen 8 Tagen hier einzureichen oder zu unterzeichnen; wenn die Pfleger und Lehrmeister auf portofreien Bezug des Geldes rechnen. Gießen, den 28. Juni 1858.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
1362) Vom 1. Juli l. I. ab tritt für bestimmte Rohprodukte unter gewissen Bedingungen ein ermäßigter Frachtsatz für die Main-Weser-Bahn in Kraft.
Das Nähere ist auf Seite 16, pos. E. resp. in Spalte II. B. Seite 1 / und folgende der Zusammenstellung der überbauet gültigen Tarife und Beförderungs-Vorschriften für den Verkehr mit Gütern u. s. w. enthalten, welche bei den Güter-Expeditionen gegen 18 fr. bezogen werden können.
Gießen, im Juni 1858.
Großhcrzogliche Direction der Main - Weser - Bahn.
Laubenheimer.
Die Abfuhr des Holzes aus dem Gießener Stadtwalde.
1358) Alles versteigerte Holz aus dem Districte des Forstwarts Flett dahier muß bei Meidung gesetzlicher Strafe von heute an binnen 8 Tagen abgefahren sein.
Die auswärtigen Großherzoglichen Bürgermeistereien werden um Bekanntmachung dieser Aufforderung ersucht.
Gießen, den 28. Juni 1858.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
V erltcigrrungrn.
1276) Die Mittelsorger Mühle bei Allen- dorf an der Lahn, mit einem Mahlgange und einer besonderen Oelmüdle, soll auf sechs Jahre verpachtet werden und wird zu diesem Zwecke Termin auf
Samstag den 3. Juli 1858, Vormittags 10 Uhr, auf der Mühle mit dem Anfügen anberaumt,. daß die näheren Bedingungen der Pacht im Termine bekannt gemacht werden sollen.
Indem man dies hiermit zur Beachtung Pachtlustiger öffentlich bekannt macht, bemerkt man weiter, daß sich Cie Mühle seither eines sehr guten Zuspruchs der umlie
genden Orte erfreute, daß dieselbe überhaupt äußerst günstig gelegen, und in jeder Be- ziehung vollständig eingerichtet ist. Bei der Verpachtung selbst wird das unmittelbar um die Mühle liegende Gelände, circa 31/, Mor- gen haltend, sogleich mitverpachtet werden, und steht es ferner dem Pächter frei, wenige Tage nachher von den gleichfalls verpachtet werdenden übrigen Güterstücken der minderjährigen Eigenthümer der Mühle, ungefähr 34 bis 35 Morgen, soviel sich noch zu pachten, als ihm zur Betreibung des Geschäftes nothwcndig erscheint.
Gießen, den 14. Juni 1858.
Großherzogliebes Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Affessor.
1360) Dienstag den 10. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zum Nachlaß der Wittwe des Georg Bürgy gehörenden Immobilien, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, als: Flur Nr. DÄIftr.
y 33 Hoftaithe in den Neuenbäuen, an Stadtrechner Enders,
y 15 Grabgarten das., 1. Klasse,
mit der Erndte,
3y43 113 Garten am Nahrungsberg,
an Hofger.-Rath v. Grol- man, 3. Klasse.
Gießen, am 26. Juni 1858. Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.
1368) Mittwoch den 11. August, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Ratdhause das der Ehefrau des Wilh. Burckhardt gehörende Grund- stück hinter den Eichen, 36/„ 302 lUKlftr. haltend, öffentlich versteigert werden.
Gießen, den 29. Juni 1858. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
,1361) Dienstag den 10. August, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause die Hofraithe des Wilhcm Wörncr:
Flur Nr. □.R'lftr.
7180 27 Hoftaithe in der Wolkengaffe,
an Jacob Walther L, unter den alsdann bekannt gemacht werden
den Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 26. Juni 1858. j
Grvßherzogliches Ortsgericht Gießen.
D. Ebel.
1367) Donnerstag den 1. Juli, Morgens 9 Uhr,
soll von mehreren Triebvierteln die Erndte, bestehend in Korn, Kartoffeln und Hafer, gegen gleich baare Zahlung an den Meistbietenden versteigert werden und ist die Zusammenkunft am Philosophenwald, bei Hrn. Philipp Leib.
Gießen, den 29. Juni 1858.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:
C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
1370) Donnerstag den 1. Juli v. I-, Nachmittags 5 Uhr, lasse ich
einen Morgen mit Hafer,
„ halben Morgen mit Korn,
„ „ „ „ Waizen,
„ Morgen mit Kartoffeln,
„ viertel Morgen mit Erbsen, öffentlich versteigern. mit dem Bemerken, daß sämmtliches Getraide eine ergiebige Erndte erwarten läßt.
Die Zusalamenkunft ist in meinem Wirth- schasts-Local am Philosvphenwald.
Ph. Leib.
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