Ausgabe 
25.9.1858
 
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Stadt und den Kreis Gießen.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwochs und Samstags.' Preis des Jahrgangs für Einheimische 1 st. 30 kr.. für NnSwärtige, inai. PostanWagS, 1 ft. 53 kr. Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Expedition (Canzleiberg Lit. B. Nr. 1). EiürückimgSgebühr für die gespaltene Zeile oder deren Raum 2 kr. Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene. Zeile 3 rr. Annoncen in Tabellenform werden doppelt berechnet.

77. . " Samstag den 23. September! 1S3S.

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Aus Anlaß eines Falles, wonach einem Landmann in/Viesen Tagen in Folge des Fütterns von gekochtem Kartoffelkraut in kurier ßeit drei Stück Rindvieh gefallen ffnv, laffen wir im Einverstänvniß mit Ver Großherzoglichen Mevieinalbehörve Ves Kreises an Vie Viehbesitzer Vie öffentliche Warnung ergehen, daß das Kartoffelkraut eine giftige Substanz enthält, daher im Allgemeinen ein für Vas Rindvieh schädliches Futter ist und jedenfalls ohne Beimischung von Stroh, Heu oder Grummet sehr nachthcilige Wirkungen und selbst den Tod des Viehes berbeiführen kau ns lrn n 4 ' :sli

Gießen, den 24. September 1858. Großherzogtiches Kreisamt Gießen. ngrrelnchlchI mo J'* '%

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Gerichtliche und »privat Bekanntmachungen.

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1974) Großherzogtiches Hofgericht der Provinz Oberhcssen hat über das Vermögen des verlebten Martin Friedrich Scheid da­hier den förmlichen Concursprozeß erkannt. Forderungen jeder Art sind deßhalb im Termin

Montag den 1. November l. I-, Morgens 9/2 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen und etwaige Vorzugsrechte geltend zu machen, widrigenfalls ohne weiteres Präclusivvecrct Ausschluß von der Maffe erfolgt. Gleich­zeitig soll in gedachtem Termin Vie Güte versucht werten, im Falle ver Erfolglosig­keit aber zur Wahl eines Gläubigeraus­schusses unv eines Massccurators geschritten werden, und werden die nicht erscheinenden Gläubiger als den Beschlüssen der Mehr- heit der erscheinenden beitretend angesehen.

Gießen, den 10. September 1858.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. v. Schmalkalv er, Stadtrichlcr. Stadtger.-Assessor.

Besondere Bekanntmachungen.

1972) Das Verzeichniß der im Laufe des Jahres 1857/58 ganz neu erbauten, so wie der durch Bauveränderungen im Wcrthe erhöhten oder verminverten und der ganz abgegangenen Wohnhäuser unv Gewerbs- anlagcn, liegt vier Wochen lang auf dem

Rathbause vahier zur Einsicht der Interessen­ten offen.

Gießen, den 23. September 1858.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

gartk-vM D. (Sbeljnni®

Die Anschaffung und Unterhaltung der Fasselochsen in der Gemeinde Gießen.

1937) Die Siavt Gießen wirv für die : Anschaffung und Unterhaltung der, für das ! hiesige Zuchtvieh nöthigcn zwei Fasselochsen, vom nächsten Jahr an in der Weise sorgen, daß sie den Ochsenhaltern das Sprunggeld der gedeckt werdenden Thiere überläßt und außerdem jedem noch eine Prämie von 30 bis 40 fl. zahlt.

Diejenigen hiesigen Einwohner nun, welche hiernach einen Ochsen für die Gemeinde anschaffen und unterhalten wollen, werden ersucht, ihre vesfallsigen Anerbietungen bin­nen 14 Tagen hier abzugeben.

Gießen, am 18. September 1858.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. UL D. EchrMoßW

1973) Das Verzeichniß der seit tem 1. August 1857 bis dahin 1858 in der Gemarkung Gießen vorgekommenen Cultur- verändcrungen liegt vier Wochen auf dem Rathhause dahier zur Einsicht der Interessen­ten offen. Gießen, am 23. Septbr. 1858.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

Versteigerungen.

Die Versteigerung von Weißbinder- arheiten bei der Stadj Gießen.

1971) Dienstag ven 28. September 1858, des Vormittags 9 Uhr,

soll auf hiesigem Räthhause das Ausweißen verschiedener Schulsäle, veranschl. zu 162 fl. 45 kr., an den Wenigstnehmenden vergeben werden.

Gießen, den 23. September 1858.

Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

1977) Dienstag den 28. September, Nachmittags 1 Uhr,

sollen in dem Hause des Fritz Vogt am Wallthor die zum Nachlaß des Bürgcr- meisterei-Gehülfen Faber gehörenden Mobi­lien, bestehend in Bettwerk, Weißzeug, Kleivern, Möbeln aller Art und Hausge- räthe, an den Meistbietenden gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

Gießen, den 24. September 1858.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers :

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

1954) Donnerstag den 30. September l. I., Nachmittags 1 Uhr,

soll die Planirung und Chaussirung des Vicinalwegcs nach Annerod zu, veranschl. zu 200 fl. 40 kr., an den Wenigstfordern-