Polizeiliche Bekanntmachungen.
Am letzten Viehmarkte ist ein schwarzes Kalb in hiesiger Stadt zurückgeblieben, dessen Eigenthümer noch nicht ermittelt worden ist. Wer Ansprüche an das Kalb zu machen hat, wird hiermit ausgefordert, sich baldigst bei mir zu melden.
Gießen, am 22. Juni 1858. Der Großherzogliche PolizeüCommissär für die Provinzialhauptstadt Gießen.
L. Nove r.
Gefundene Gegenftande.
Eine wollene carrirte Schürze, — ein Federmesser, — ein Geldbeutel, — ein seidenes Halstüchclchen, — eine 5 - fl. - Rolle, — ein sog. Schmutzkittelchen, — eine dunkelblaue wollene Schürze, — ein Cigarren-Etuis, — ein weißes Taschentuch, gez. : Susanne, — ein Paar schwarze Stauchen, — ein Uhrschlüssel — und einige Schlüssel. — Die Eigenthümer können solche auf dem Polizeibüreau in Empfang nehmen.
Gießen, am 22. Juni 1858. Der Großherzoglichc Polizei-Commissär für die Provinzialhauptstadt Gießen.
L. Nover.
Gerichtliche und Privat-Bekanntmachungen.
Versteigerungen.
1276) Die Mittelsorger Mühle bei Allen-' dorf an der Lahn, mit einem Mahlganges und einer besonderen Oelmühle, soll auf i sechs Jahre verpachtet werden und wird zu i diesem Zwecke Termin auf
Samstag den 3. Juli 1858, Vormittags 10 Uhr, mit dem Anfügen anberaumt, daß die näheren Bedingungen der Pacht im Termine bekannt gemacht werden sollen.
Indem man dies hiermit zur Beachtung Pachtlustiger öffentlich bekannt macht, bemerkt man weiter, daß sich die Mühle seither eines sehr guten Zuspruchs der umliegenden Orte erfreute, daß dieselbe überhaupt äußerst günstig gelegen, und in jeder Beziehung vollständig eingerichtet ist. Bei der Verpachtung selbst wird das unmittelbar um die Mühle liegende Gelände, circa 3% Morgen haltend, sogleich mitverpachket werden, und steht es ferner dem Pächter frei, wenige Tage nachher von den gleichfalls verpachtet werdenden übrigen Güterstücken der minderjährigen Eigenthümer der Mühle, ungefähr 34 bis 35 Morgen, soviel sich noch zu pachten, als ihm zur Betreibung des Geschäftes nothwendig erscheint.
Gießen, den 14. Juni 1858.
Großherzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. A. v. Grolman, Stavtrichter. Stadtger.-Assessor.
1321) Eine bedeutende Quantität älterer, ausgeschiedener, der Vernichtung bestimmter Acten, ohngefähr 70 Ctr., sollen Mittwoch den 21. Juli 1. I., Nachmittags 2 Uhr,
in dem Geschästslocale der unterzeichneten Stelle, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden, welches hiermit öffentlich bekannt gemacht wird.
Gießen, am 19. Juni 1858.
Großherzogliches Landgericht Gießen. _________________Ploch.____________
Versteigerung von Bauarbeiten.
1302) Donnerstag den 24. Juni l. I., Vormittags 10 Uhr,
sollen im neuen Gewächshaus, i m
botanischen Garten dahier, folgende; zur inneren Einrichtung dieses Gebäudes erforderlichen Arbeiten:
Schreinerarbeit, veranschl. zu 563 fl. 7 fr.
Schlosserarbeit, „ „ 385 „ 48 „
Weißbinderarbeit, „ „ 58 „ 47 „
Wagnerarbeit, „ „ 14 „ — „
an den Wenigstnehmenden versteigert werden.
Zeichnungen, Voranschläge und Verstei- gcrungsbevingungen können üm Tage vor der Versteigerung im neuen Gewächshaus dahier eingesehen werde».
Gießen, am 18. Juni 1858.
Großherzogliches Kreisbauamt Gießen. Holzapfel.
Versteigerung des Grases von den Wegen und Schneißen im Gießener Stadtwalde.
1323) Samstag Den 26. d. Mts., von Vormittags 9 Uhr an,
soll obenbemerkte Graönutzung auf dem Rathhausc dahier an den Meistbietenden versteigert werden. — Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Orte wollen dieses in ihren Gemeinten bekannt machen lassen.
Gießen, am 22. Juni 1858.
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebel.
Die Versteigerung von Arbeiten bei der Stadt Gießen.
1304) Montag den 28. Juni 1858, des Vormittags 9 Uhr,
sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstfordernven verge
ben werden:
Maurerarbeit, veranschl. zu 1903 fl. 10 kr.
Schlosserarbeit, „ „ 66
Santansuhr, „ „ 289
Dandmeffen, „ „ 34
Pflasterarbeil, „ „ 759
Steinzurichten, „ „ 320
Die Kostenvoranschläge liegen
Geschäftsstube der unterzeichneten zur Einsicht offen.
Gießen, Den 18. Juni 1858.
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„ — II u — „ auf Der BehörDe
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Holzvcrstcigcrung.
1310) In Der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms sollen öffentlich versteigert werden, und zwar:
1) Montag den 28. Juni d. I., im District „Pfaffenmark" :
98’4 Stecken Buchen-Scheidholz, I. Klasse, 15 „ Eichen- „ „ „
30 „ Buchen- u. Eichen-Prügelholz,
116% „ „ „ „ Stockholz,
2700 Stück „ „ „ Astholzwellen,
4450 „ Bllchen-DurchforstungSwellen,
29 Stämme Eichen-Bau- und Werkholz von 1401 Cubikfuß Gehalt,
11 Stück Wagner-Buchen von 819 Cubikfuß.
Zusammenkunft Morgens 8 Uhr am Zunftplatz.
2) Dienstag den 2 9. Juni d. I., und zwar:
a. im District „Alterberg", Morgens 8 Uhr,
9 Stecken Eichen-Knüppclbolz,
9 „ „ Siockholz,
4200 Stück gemischte Reisholzwellen,
23 „ geringe Eichen- u. Kiesern-Bau-
und Nutzholzstämme, 658 Cubikfuß enthaltend;
b. im District „Eichel«berg", Morgens 10 Ubr,
7 Stecken Tannen-Stockholz, 650 Stück „ Astwellen,
4400 „ Buchen - Durchforstungswellen;
e. im Districk „Buchender g", Nachmittags gegen 3 Uhr,
1800 Stück Eichen- und Fichlen-Astwellen. Crcdit dis Martini 1858.
Hohensolms, den 20. Juni 1858.
Der Oberförster: M ü n ch.
1325) Das Heugras von circa 200 Morgen Gemeindewiesen zu Inheiden soll
Mittwoch den 30. Juni D. I-, in einzelnen Morgen, meistbietend versteigert werden.
Der Anfang beginnt bei der sogenannten Kuhbrücke, Vormittags um 9 Uhr.
Bemerkt wird noch, daß das HeuzraS dieses Jahr, in Folge des öfteren Regem


