780) Auf dem Marktplatz, Lit. D. Nr. 189, ist ein mbblirtes Zimmer zu vermiethen.
821) Eine möblirte Stube mit Cabinet ist zu vermiethen bei
Georg Herbert, vor dem Neustädter Thor.
810) Im Wilhelm Wa gner'schen Hause im Teufelslustgärtchen ist eine Familienwohnung zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden. Nähere Auskunft ertheilt der Bormund Georg Grieb in der Schloßgasse.
Vermischte Anzeigen.
Bürger-Casino.
804) Anmelcungen, sowie etwaige Ab- melrungen in ras Bürger-Casino wollen bis Ende vieses Monats bei dem Unterzeichneten schriftlich gemacht werden.
Gießen, Den 17. April 1858.
Namens des Vorstandes:
I. P. Möhl.
760) Borimrst'ge Anzeige. fäfcST Neise durch die Schwei), dargestellt in naturgetreuen Ansichten.
Einem hochgeehrten Publikum hiermit Die ergebenste Anzeige, Daß wir im Laufe dieser Woche unsere Reise durch die Schweiz in einem Dazu erbauten Schweizerhäuschen im Oswald'schen Garten für kurze Zeit aufstellen werDen. Die interessantesten Punkte der Deutschen, französischen und italienischen Schweiz sinD in naturgetreuen Ansichteu von 4 bis 5 Fuß Höhe und 6 bis 20 Fuß Länge von einem Der ersten ; schweizer LanDschaftsmaler Dargestellt, unD wir dürfen uns schmeicheln, Daß fein zweites Werk der Art mehr in DeutschlanD existirt. Gestützt auf Die eigenhändigen Atteste Sr. Hochwürden des Hrn. Bischofs von Würzburg, des Hru. Prof. Schwab ebenDaselbst, des Hrn. Rectors Beeg, Vorsteher Der Handelsschule zu Fürth, deögl. von mehreren wissenschaftlichen Autoritäten zu Frankfurt a. M. u. s. w., laden wir ein hochgeehrtes Publikum zu freundlichem Besuche ergebenst ein, besonders aber ergeht unsere Sitte an diejenigen verehrten Herrschaften, welche Die Schweiz in natura zu sehen Gelegenheit hatten, um Die Naturtreue Der Ansichten zu prüfen. Den Herren Vorstehern von Schulen und Instituten aber empfehlen wir unsere Reise Durch Die Schweiz ganz besonDers, Da dieselbe für Schüler und Schülerinnen nach dem einstimmigen Ausspruche aller Fachmänner als „praktische Seite des geographische» Unterrichtes z» betrachten ist." Nachmals bemerken wir, daß unser Aufenthalt nur von kurzer Dauer sein kann, und daß wir einem freundlichen zahlreichen Besuche um so mehr entgegen sehen. Das Nähere wird zur Zeit bekannt gemacht werden.
Wittwc Kind S C 'Rathke, aus der Schweiz.
Warnung vor der Auswanderung nach Brasilien.
Glaubwürdigen Nachrichten zufolge ist das Loos aller Derjenigen, welche Den anscheinend, so glänzenden Verlockungen Der Slgenten für die Auswanderung nach Brasilien Folge geleistet haben, ein überaus trauriges unD bejammernswertstes unD befinDen sich dieselben faktisch nicht besser als Leibeigene oder Sklaven. Da sich in neuerer Zeit eine Anzahl von Agenturen wieder zu einer Agitation für diese Auswarwerung veranlaßt sah, so warnt man hierdurch auf Das EinDringlichste Jedermann, deren Vorspiegelungen Glauben zu schenken unD sich zu einer AuswanDerung nach Brasilien zu entschließen.
Gießen, Den 17. April 1858.
Belehrung und ZJarnuug über Die Der GesunDheit schäDliche Verwendung grüner und gelber arsenikhaltiger Farben auf groben (nicht fatinirten) Tapeten und zu Zimmeranstrichen. — Ungeachtet' schon früher wiederholt tn der Großherzoglich Hessischen Zeitung Nr. 177 vom 28. Juni 1845 rc., der Darmstädter Zeitung Nr. 331 vom 29. November 1853, wie in anderen öffentlichen Blättern vor dem Gebrauche gifthaltiger Farben zur Auskleidung der Zimmer- waude namentlich mit Schweinfurter Grün gewarnt worden ist, so sind doch diese Mahnungen seither nicht selten aus Unkenntniß übersehen worden. Nach Dem Gutachten Der Medieinalbehörde ist insbesondere den mit lebhaft grüner Farbe, als: Schwein- [urte) Erün, Mitisgrün, oder Wiener Grün bedeckten ordinären wohlfeilen Tapeten zu mißtrauen, welche sogar schon n n ncuIr„ oi3ei' Abnehmen alter Tapeten den Arbeitern Entzündung und Geschwulst der unbekleideten Körpertheile (Gesicht, Arme, Hände) erzeugten und namentlich bei Verwendung in Schlafzimmern für die Bewohner schon in manchen Fällen bedeutend innere Krankheitszustände zur Folge hatten, gleichwie dies auch bet bloßem Anstrich von dumpfen Schlaf- und Wohn- zrmmern der Fall sein kann, wenn solche feucht und nicht täglich vollständig gelüftet werden können. Wenn auch bei gut geleimten feinen (Jattntrten) Tapeten, auf welchen die Farben ungleich fester gebunden sind, ein solcher Nachtheil weit weniger zu befürchten vvV ‘ft bet 'brer Verwendung doch immer Vorsicht zu empfehlen. — Ein leichtes Vorprüsungsmittel in der Hand eines Jeden ftt übrigens Das Verbrennen eines Stückchens solcher Tapeten ober einer Messerspitze voll von Der angestrichenen WanD abgeschabter Farbe über ber Flamme eines Lichtes. Entwickelt sich Dabei ein weißlicher, nach Knoblauch riechenDer Rauch, so ist starker Ver-- dacht auf arsemkhalttge Farbe vorhanDen. Am sichersten wird man indessen verfahren, wenn man eine solche Tapete seinem Ortsapotheker zur Prüfung übergibt.
807) Mit Der schon angezeigten Bücher-1 Versteigerung wirD Morgen, Donnerstag Den 22. D. M., Nachmittags 4 Uhr, Der Anfang gemacht. Gießen, Den 19. April 1858.
Chr. P h. Vogel.
809) Ein tüchtiger Hausbursche wirD gesucht. Sehr gute Zeugnisse sinD erforderlich. Näheres bei Der EppeD. D. Bltts.
778) Eine stille kinDerlose Familie sucht eine anstänDige Wohnung von 3 bis 4 Zim- mern mit Zubehör, Doch nur auf Der Som- j merseite. Anerbieten nimmt Die ExpeDition j D. Bltts. entgegen.
817) Eine silberne Uhr, mit silbernem Zifferblatt unD »ergoIDeter Kette, ist von Sonntag auf Montag, Nachts, vom Busch'- schen Garten nach Dem Russischen Hose zu, verloren worden. Der redliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen eine gute Belohnung an Die ExpeD. D. Bltts. abzugeben.
832) Den 19. d. M. wurde von der Winther'schen Ziegelhütte bis zur Schloß- gaffe ein goldner Ohrring verloren. Der redliche Finder wird gebeten, denselben gegen eine Belohnung an die Exped. d. Bl. abzugeben.
A ufforberu n g.
757) Diejenigen Personen, welche mit Bezahlung der von der hiesigen Ziegelei empfangenen Maaren noch zurück sind, werden aufgeforDert, solches innerhalb 14 Tagen geschehen zu lassen, widrigens gerichtliche Mahnung erfolgen wird.
Winnerod, am 13. April 1858.
Freiherr!, v. Zwierlein'sche Verwaltung.
B e j j e n b e r g e r.
813) 100 fl. VormundschaftsgelD sind bei Unterzeichnetem auszuleihen.
Ehr. PH. Vogel.


