Beilage zu Nr. 31 des Anzeigeblattes.

Feil gebotenes.

Geschäftsverkauf.

695) Wegen meines beabsichtigten Ueber- zugs nach Darmstadt bin ich gesonnen, meine hier in bester Lage, ganz in der Nähe des Bahnhofs gelegene, sehr geräumige Hof- ruithe, worin ich seit einer Reihe von Jahren ein Material-, Colvnial- und Farbwaare» - Geschäft, verbunven mit Holz-, Gyps- u. Steink'ohlen-Hand- lung, betrieben, dessen Rentabilität auch nachgewicsen werten kann, unter sehr an- nehmburcn Bedingungen, mit und ohne Geschäfts-UeberNahme, zu verkaufen.

Nähere Auskunft ertheilt Herr Hofge- richtsavvocat Rosenthal in Gießen; auch können sich Kaufliebhaber direct an Unterzeichnelen wenden.

Butzbach, den 6. April 1858.

________________Moses Mayer.

801) Der Unterzeichnete wird den be­vorstehenden Gießener Jahrmarkt mit einer großen Auswahl der modernsten Kappen beziehen und solche zu den billigsten Prei­sen abgeben. Auch werven von demselben auf Bestellungen alle Arten Uniforms- Kappen ganz elegant gefertigt.

(Preise fest.)

S. Wolf, aus Hungen.

«Heu - Verkauf.

691) Aus der Pfarrscheuer zu Reis­kirchen sind gegen 150 Ccntner sehr gutes Heu zu verkaufen.

800) Unterzeichneter empfiehlt sich einem verehelichen Publikum am bevor­stehenden Jahrmarkt mit seinen berühm­ten und anerkannt guten Offenbacher Pfeffernüssen in zwei Sorten (in Ver­packung), magenstärkendem Magenbrod, Thee-Lebkuchen, Nürnberger und Baseler Mandel-Lebkuchen, ächten Wurmkuchen, Ackermännischcn Brustpavilloten, Ham­burger Hustcn-Klonrger; sehr zu empfeh­len: Auflösungs-Rettig-Bonbons für hartnäckige Schleimkatarrhe, englischen Drops für Kopfleidende u. s. w.

Die Bude befindet sich vor dem Neustädter Thor, mit der Firma:

Fr. Ur ff, Conditor.

V e r m i e t h n n g c n.

790) In dem vormals Botenmeister Lehr'scheu Hause sind mehrere möblirte Zimmer zu vermiethen.

779) In meinem Hinterhause ist eine Familienwohnung mit 2 bis 3 Zimmern, Küche, Kammer re., zu vermiethen und so­gleich zu heziehen. W. Nehmeycr

780) Auf dem Marktplatz, Lit. D. Nr. 189, ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen.

783) Eine kleine Familienwohnung ist zu vermiethen bei

I o h. B a l t h. Loos, am Markt.

787) Zwei Familienlogis sind zu ver­miethen bei PH. Pfaff,

Schuhmachcrmcister.

792) Eine Familienwohnung, nach ver Straße gehend, ist zu vermiethen und am 1. Mai zu beziehen bei

Schmicdmeister Unverzagt.

796) Ein möblirtes Zimmer, mit oder ohne Cabinet, ist zu vermiethen bei _ Julius Wallach, Marktplatz.

737) Ein möblirtes Zimmer mit Cabinet ist zu vermiethen bei E. Meier, Seltersweg, Lit. C. Nr. 1 %.

735) Ein möblirtes Zimmer mit Cabi- net ist zu vermiethen bei

A. Noll, auf ver Mäusburg.

776) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver­miethen bei Fritz Friedel, _____________________in der Schloßgassc.

734) In meiner Gartenwohnung am Neustädter Thor sind zwei freundlich möblirte Zimmer, mit der Aussicht nach der Eisen­bahn, zu vermiethen. Körner, Geometer.

764) In Lit. D. Nr. 172 ist eine kleine Familienwohnung zu vermiethen und am 1. Mai l. I. beziehbar.

765) Eine Familienwohnung ist zu ver- mietben bei Karl Wannig Wittwe, ____________________am Wallthor.______

768) Zwei gut möblirte Zimmer, das eine mit Cabinet, sind zu vermiethen bei ____________H. Renner, Flügelsgässe.

715) Die erste und zweite Etage im Bapst'seben Hause, Neuenbäuen, Nr. 59, sind zu vermiethen. I. G. D. Bapsk.

708) Das seither von Hrn. Buchdrucker Merck bewohnte Logis ist anderweit zu vermiethen und Ende Juni I. I. zu beziehen. Nähere Auskunft ertbeilt Ph. Kreiling II.

736) Ein möblirtes Zimmer ist zu ver­miethen bei

Salomon Heichelheim, Wallthorstraße, neben dem Darmstädter Haus.

694) In dem Stohr'schen Hause in der Schloßgasse ist ein kleines Familienlogis zu vermiethen, wozu auf Verlangen noch eine Stube beigegeben werden kann.

651) Ein Laden mit Comptoir und Gasbeleuchtungs-Einrichtung, an der Haupt­straße, ist zu vermiethen. Das Nähere bei der Expcd. d. Bltts.

775) In Lit. B. Nr. 133 (Neuenweg) ist ein Triebviertel zu verpachten. Näheres bei der Exped. d. Bltts.

Vermischte Anzeigen.

789) Nach den abgeschlagenen Leder­preisen fühlen wir uns verpflichtet, unseren Kunden, und einem verehrten Publikum über­haupt, hiermit öffentlich anzuzeigen, daß wir an den, vorigen Jahrs festgestellten Preisen für Schuhwaaren, am Gulden 9 fr. herabgesetzt haben.

Gießen, am 15. April 1858. _________Die Schuhmacherzunft. Oeffentliche Danksagung.

753) Ich kann nicht umhin, der in Stettin domilicirenden Lebensversicherungs- Actien- Gesellschaft „Germania" für die Liberalität, womit sie mir bei Auszahlung des von meinem verstorbenen Mann bei ge- nannter Gesellschaft versicherten Sterbegeldes entgegen gekommen ist, öffentlich meinen Dank auszusprechen. Es waren auf die Versiche­rungssumme erst zwei Prämien bezahlt und schon vier Tage nach Einhänvigung der Sterbepapiere wurde mir durch ven Agenten, Hrn. G. Echternach dahier, die Versiche­rungssumme ausbezahlt. Ehre und Aner­kennung einer solchen humanen und liberalen Handlungsweise und möchte ich diesem segens­reichen und gemeinnützigen Institut eine rege Betheiligung von Seiten des hiesigen Publi­kums wünschen.

Gießen. Johannette Zimmer.

799) Da cs sehr oft vorgekommen ist, baß fremde Küfer, Glaser und Drechsler, welche ein Zeichen-Geschenk erhalten, falsch beschieden worden sind, so mache ich hiermit bekannt, daß solche Zeichen nur bei mir gegen Baarzahlung angenommen werden. Zugleich bringe ich die Beherbergung der Fremden, sowie diejenige für Markfremde und sonstige Fußrcisende, in empfehlende Erinnerung. Auch habe ich einen Rock und eine Weste, für einen Conffrmanden passend, zu verkaufen. Außerdem sind zarte blaue und weiße, sowie Johanni-Kartoffeln (Russen), bei mir zu haben. C. Kraus köpf, __in der Löwengasse.

Dr. Rotlfsche Lehranstalt.

690) Den 22. April beginnt ein neuer Kursus in meinem Institute. Anmeldungen zur Aufnahme in dasselbe können bis dahin bei unterzeichnetem Vorsteher, als auch bei Hrn. Lehrer Cu rsch m a n n, gemacht werden. ___________________ Dr. Roth.

778) Eine stille kinderlose Familie sucht eine anständige Wohnung von 3 bis 4 Zim­mern mit Zubehör, doch nur auf der Som­merseite. Anerbieten nimmt die Expedition d. Bltts. entgegen.