Beilage zu Nr. 87 des Anzeigeblattes.
V e r m i e t h n n g e n.
2336) Ein Wohnhaus in der Flügelsgasse, bestehend aus 3 Stuben, Küche, Keller, Boden, Holzstall und Miststätte, ist aus freier Hand zu verkaufen oder zu ver- miethen. Das Nähere bei der Red. d. Bl.
2284) Zwei Stuben nebst einem Cabinct, mit oder ohne Möbel, sind bei mir zu ver- miethen; auf Verlangen kann denselben eine Küche und eine Bodenkammer beigegeben werven. v. Lesch.
2387) In dem Neubau meines Hauses sind zwei sehr freundliche Familieiiwohnun- gen, die untere mit fünf heizbaren Plenen, Küche, Corridor re., und die obere mit drei heizbaren Pieren, Küche, Corridor re. und allen einer angenehmen Wohnung entsprechenden Bequemlichkeiten, zu vermiethen und alsbald zu beziehen. Ed. Strack.
2396) In Lit. C. Nr. 46 auf dem Seltersweg ist ein großer gewölbter Keller mit Lager zu vermiethen.
Eine Stube mit 2 Cabineten ist in dem Brühl'schen Haufe auf dem Brand zu vermiethen und sogleich zu beziehen; auch kann aus Verlangen noch eine Stube mit Küche dazugegeben werden.
2316) In meinem Hause in der Wall- thorstraße ist noch ein Logis für eine kleine Familie, oder auch für eine einzelne Person, zu vermiethen und alsbald beziehbar.
Joseph Möhl's Wittwe.
Obrrhefstfche Gesellschaft für Natur- und Heilkunde.
2389) Nächste Sitzung:
Montag den 2. November, Abends 6 Uhr, im Gasthofe zum Einhorn.
Angemeldeter Vortrag r „lieber den Typhus in Gießen im «Herbst 1837."
Vermischte Anzeige n.
1072) Die
Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt
übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,500 fl. betragenden Vermögens:
1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1856 belief sich die Zahl der Renteuversicherten auf 6576 mit 11,010 Einlagen und ea. 706,585 fl. Vermögen.
Die feit dem 1. Januar v. I. in der Bildung begriffene 9. Jahresgesellschaft ist nunmehr vollzählig und wird mit Ende d. I. geschlossen.
2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nachzahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge; seit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebensversicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeschlossen.
Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von
20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: re. re.
1 fl. 34 fr. 1 ft. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr.
3) Leibrentenversicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden fönnen.
4) Depvsitengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3% pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1856 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl.
Die Anstalt gibt Darlehen gegen hypothekarische Sicherheit, sowie gegen Faustpfänder in Werth- papieren und gewährt mittelst ihrer Alliortlsationsordnnng Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf Zins und Kapital (Tilgungsrenten) allmählig abzutragen.
Wegen näherer Ausfunft, sowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Prospeeten, Statuten und des nun erschienenen 13. Rechenschaftsberichtes de 1856 der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *).,
Darmstadt, im September 1857. Die DirectivN
*) In Gießen: An Herrn Buchbinder A. L- Balser.
In Lich: An Herrn Hypothefen-Commissär C. Volp.
2402) Eine Hausmagd, welche 2% Jahre bei einer Herrschaft gedient und gute Zeugnisse besitzt, sucht auf Weihnachten einen Dienst. Das Nähere bei der Red. d. Bltts.
2400) Ein Kanarienvogel ist mir gestern entflogen. Wer mir denselben wie- derverschafft, verpflichtet mich zu entsprechender Erkenntlichfeit. Th. Weicker.
2365) Im Gasthaus zum Hirsch wird ein tüchtiger Branntweinbrenner, der An- fangs November eintreten fann, gesucht.
2391) Ich wohne jetzt in dem Hause der Wittwe Reiber auf dem Reichensand.
Michael Beil, Schuhmachermeister.
2408) Mein Haarschneide-Cabinet ist nur von Nachmittags 3 bis Abends 8 Uhr offen. Oppermann, Coiffeur.
2410) Eine blecherne Büchse mit einigem Gelde ist bei mir stehen geblieben und fann bei gehörigem Ausweis gegen Erstattung der Jnseratgebühren zurückgenommen werden.
A. Noll, im Stern.
2398) Nächsten Mittwoch, den 4. November, am Marfttage:
Tanz-Musik
bei Th. Lony.


