Ausgabe 
26.9.1857
 
Einzelbild herunterladen

an der Stellvertretungs-Versicherungs-Anstalt für das MusterungS- und Ziehungsjahr 1858 zu zahlende Einlage auf 190 fL festgesetzt worden ist und die Einlagen vom 1. October d. I. an zur Vcrsicherungskasse bezahlt werden können, gleichzeitig, unter einer besonderen Couverte, mitgetheilt werden. Wir bemerken dazu Folgendes:

Einem Jeden, der bei Ihnen erklärt, daß er der Stellvertretungs-Verficherungs-Anstalt für die Militärpflichtigen des Jahrs 1858 beitreten wolle, ist ein Exemplar der fraglichen Belehrung zur Kenntnisnahme auszuhändigen. Die Beitrittserklärung ist von Ihnen in Bezug auf Vas Jahr, die Person des Versicherten und das Datum gehörig auszufüllcn und von dem Beitretenden zu unter- schreiben. Die Unterschrift des Beitretenden wird von Ihnen beglaubigt und'die Beglaubigung mit Datum versehen von Ihnen unterzeichnet, auch das Bürgermeistereisiegel beigedrückt. Diesem vorgängig ist die Beitrittserklärung dem Beitretenden zu übergeben, damit dieser solche und den baaren Betrag der Einlage 190 fL an den Vorsteher und Cassier der SteÜvertrckungS-Vcrsicherungs- Anstalt, Großherzoglichen Oberst Fresenius zu Darmstadt wohnhaft in der Elisabethenstraße bei Weiszbindermeister Frank, zwischen Nr. 229 und 230 überbringe oder portofrei übersende.

Schließlich verweisen wir Sie noch im klebrigen auf die betreffende Belehrung und erwarten, daß von Ihnen in der Stcll- vertretungssache mit aller Pünktlichkeit und Genauigkeit verfahren werde.

In Verhinderung des Kreisraths : Pietsch, Regierungs - Affessor.

Gerichtliche urrd Privat VeEanütmachungen.

Bejoudrre ^rkan$itmad)img.

Gießener Nachtwache.

2136) Das diesige Publikum wird von der erfolgten Verpflichtung der Bürger- Georg Best und Heinrich Goß als Nachtwächter der Stadt Gießen hierdurch in Kenntniß gesetzt.

Gießen, den 18. September 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Ed ictallad ungen.

O e f s e n t l i ch e L a d u n g.

Betreff.: CUratel über das Vermögen des abwesenden Johannes Bellof von Steinberg.

2167) Johannes Bellof aus Stein­berg ist seit geraumer Zeit abwesend, sein Aufenthaltsort unbekannt, und es fehlen alle Nachrichten über sein Leben oder über seinen Tod. Sein Vermögen wurde seit­her curatorisch verwaltet und da er das 70. Lebensjahr überschritten hat, so ist von seinen Verwandten um Ucberlassung seines Vermögens gegen Caution gebeten worden. Man macht dieses hiermit öffentlich bekannt, und fordert alle, welche aus Erbrecht oder aus einem sonstigen Grund Ansprüche auf das fragliche Vermögen zu haben vermeinen, auf, dieselben sogewiß binnen sechs Monaten von heute an dahier zu liquidiren und gel­tend zu machen, als sonst nach Ablauf dieser Frist dasselbe an die sich legitimirenden nächsten Verwandten des Abwesenden gegen Caution verabfolgt werden würde.

Gießen, den 21. September 1857.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

________Ploch.____________

Betreff.: Das Schuldenwesen des Adam Wießner von Altenbuseck.

1759) lieber das Vermögen des Adam Wießner von Altenbuseck ist der förmliche ConcurSproceß erkannt worden. Indem dies hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, werden alle Diejenigen, welche An­sprüche an den Cridar geltend machen zu

können glauben, aufgcfordcrt, dies in dem Termin

Montag den 28. September d. I., Vormittags 10 Uhr,

so gewiß zu thun, als sie sonst ohne be­sondere Bekanntmachung und Präclusivoecret mit ihren Forderungen von der Masse aus­geschlossen bleiben. Zugleich wird bemerkt, ! daß in obigem Termin wegen Ernennung i eines Gläubigerausschusses und Massecura-. tors Verhandlung gepflogen werden soll.

Gießen, den 17. Juli 1857.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

I. V. di L. :

v. Buri, Landgerichts-Assessor.

Versteigerungen.

Die Vergebung von Arbeit bei der Stadt Gießen.

2150) Montag den 28. September 1857, des Morgens 9 Uhr,

sollen auf hiesigem Rathhause folgende Ar­beiten , als:

Schreinerarbeit, veranschlagt zu 9 fl.

Handarbeit, 8

an den Wenigstfordernden vergeben werden.

Gießen, den 21. September 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

2162) Montag den 5. October, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiestgem Rathhause die dem Jeremias Wallenfels gehörenden Immobilien versteigert werden, als:

Flur Nr. OÄlftri

yi4s 9 § Wohnhaus, Scheuer u. Mist- ,5o 20fstätte auf dem Seltersweg, y32u.33 5 26 Acker auf den Gleiberger

Weg,

% 414 Acker auf den Holzweg,

263 auf der Hohleichc, 529 daselbst,

*%14 153 daselbst,

16/21S . 286 daselbst,

23/230 4 48 hinter dem Weiher,

2%0 212 Wiese im Altenfeld,

Flur Nr. oKlfrr.

3l/ 411 Wiese am Grüninger Pfad,

41/41 638 Acker über dem Rodt,

4Zo6 318 an der Warthe,

4ya 79 auf dem Sandfeld,

469 Wiese bei Wieseck, an der Oberlach,

225 Wiese daselbst.

Gießen, den 24. September 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

In Auftrag des Vorstehers:

C. Mcidig, Ortsgerichtsmann.

2163) Montag den 5. October, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhüuse die den Erben des Jacob Walther 1. gehörenden Immobilien öffentlich meistbietend versteigert werden, als:

Flur Nr. mKlUr.

.10 Hofraithe in der Wolken­gasse,

3/87u.88 290 Acker am Krofdorfer Weg,

9/112 67 die krumme Gewann,

vor dem Gießener Pfad,

23/so 279 Acker am halben Zehnten,

24/58 292 auf den Barresgraben,

24/167 299 am Haasenköppel,

30/12 110 in den Rödern,

36288 Garten unter den alten

Eichen.

Zugleich soll in demselben Termin das den Erben des Schneiders Eiff gehörende Baumstück auf der Warthe, 328 HjKlftr. haltend, mitversteigert werden, wozu man Steigliebhaber hiermit einladet.

Gießen, den 24. September 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. In Auftrag des Vorstehers:

C. Weidig, Ortsgerichtsmann.

2107) Montag den 28. September 1. I., Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf dahiesigcm Rathhause die nach­stehenden, dem Hrn. Georg Reiber gehöri­gen Grundstücke, unter vortheilhastcn Be­dingungen, meistbietend versteigert werden: