Beilage zu Nr. 85 des Anzeigeblattes.
V e r m i i' ch t e Anzeige n.
2287) Wir etablirten auf hiesigem Platze ein Engros-Geschäft in wollenen und baumwollenen Waaren, als: Jacken, Hosen, Shawls, Handschuhe, Schuhe rc.,'was wir uns beehren, hiermit dem geehrten hiesigen und auswärtigen Kausmannsftande anzuzcigen.
Gießen, den 15. October 1857. Gebrüder Glkän,
im Hause des Hrn. S. Flörsheim, erste Etage, Marktplatz.
1072) Die
Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt
übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,500 fl. betragenden Vermögens:
1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen.^ Ende 1858 belief sich die Zahl der Rentenversichcrten auf 6576 mit 11,01.0 Einlagen und ca. 706,585 fl. Vermögen.
Die seit dem 1. Januar v. I. in der Bildung begriffene 9. Jahresgesellschaft ist nunmehr vollzählig und wird mit Ende d. I. geschlossen. , r m ,
2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nach- zahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge; seit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebensversicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeschlossen.
Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von
20 Jab'-en: 25 Jabren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: rc. rc.
1 fl. 34 kr. 1 fl. 45 kr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr.
3) Leibreutenversicherungon, womit auch Wittwenrenten erworben werden können.
4) Dcvvsitrugelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3'/. pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 18o6 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl.
Die ^lusialt gibt Dar'oben gegen hypothekarische Sicherheit, sowre gegen Fausippander in Brerth- papieren und gewährt mittelst ihrer Amortlsaüonsordming Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen aus Zins und Kapital (Tilgungsrcntcn) allmählig abzutragen.
Wegen näherer Auskunft, foivic wegen ^es unentgeltlichen Bezugs von Prospekten, Ttntuten unt r.es nun erschienenen 13. Rechenschaftsberichtes de 1856 der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden
Darmstadt, im September 1857. X'tC X'ttCCftOlt.
*) In Gießen: An Herrn Buchbinder 21. L. Balser.
In L i ch: An Herrn Hppvtheken--Commissär C Volp.
Für Schleswig - Holstein.
Der gegenwärtige Stand der Subscriptionen für die hülfsbcdürftigen Familien entlassener schleswig-holsteinischer Beamten, Geistlichen, Lehrer und Offiziere ist folgender: , .
1) Einmal für allemal gezeichnete Gaben (hierunter 18 fl. 27 kr. bei der Redaction des AnzeigeblatteS,
30 fl. 35 fr., welche als bisheriger Ertrag der Sammlungen des hiesigen Groschenvcreins durch die Herren Gerichts-Accessist Bramm und Post-Practicant Wende berg übergeben wurden, sowie 36 fl., welche Herr Verwalter Gerbode im Auftrage hiesiger Studirendcn abgeliefert hat) . . . 193 fl. 33 fr.
2) Vierteljährliche Beiträge (darunter einer von einem Vereine hiesiger Studirendcn im Betrag von 6 fl.),
83 fl. 39 fr., also für das Jahr 1_334 " 36 " zusammen 528 fl. 9 fr.
Die einmaligen Gaben, sowie das erste Quartal der ständigen Beiträge, sind bereits eingegangen, das zweite Quartal wird sofort erhoben und dann der gesammtc bisherige Ertrag an das Haupt-Comite zu Kiel abgefandt werden. Dieser befriedigende Erfola wird noch erhöht werden, wenn Solche, an welchen die Liste vielleicht vorübergegangen sein sollte, die Gewogenheit haben wollen, fernere Gaben bei einem der Comite - Mitglieder anzumeldcn. Zu Auskunft und Nachweisungen jeder Art sind die Unter« JCtd)ni®ie£ dm22. October 1857. - Der engere Ausschuß des Comite's:
18 vr. Sold an. Ricker.
2339) Ein braver Küfergeselle kann in einer hiesigen Brauerei in Arbeit treten. Das Nähere bei der Rcd. d. Bltts.
1920) Ein Setzerlehrling wird gesucht. Das Nähere bei der Red. d. Bltts.
2263) Ein wohlgesittetes Dienstmädchen, welches bürgerlich kochen und einer kleinen Haushaltung vorstehen kann, wird aus Weih- nachten gegen guten Lohn in Dienst gesucht. Das Nähere bei der Red. d. Bltts.
2322) Ein gesetztes Mädchen, welches kochen und alle sonstige häusliche Arbeiten verrichten kann, sucht in hiesiger Stadt ein Unterkommen und kann sogleich eintreten. Nähere Auskunft ertheilt die Exped. d. Bl.


