Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.

Edictalladungen.

Betreff.: Die Ablösung der Grundrenten in der Gemarkung Rödgen, Krei­ses Gießen, insbesondere

der den Freiherren von Buseck , zustehenden.

2158) Die den Freiherren von Bu­seck, Christoph Franz, K. K. öster­reichischer Kämmerer in Bamberg, Fried­rich Karl, Königlich Bayerischen St. Georgen - Ordens Comthur, und Karl Theodor, K. K. österreichischer Kämmerer und Malteser - Ordens Ritter, beide in München, in der Gemarkung Rödgen zustehenden, durch Allodification des an Cie Gemeinde Rödgen verliehenen sogenannten Burgguts entstandenen Grundrenten, im ge­setzlichen Geldanschlag von jährlich 110 fl. 12 fr. (Ein hundert zehn Gulden zwöls Kreu­zer), sollen mit einem Abkaufskapiral von 1983 fl. 36 fr. (Ein tausend neun hundert achtzig drei Gulden dreißig sechZ Kreuzer) abgelöst werden.

Alle befannte oder unbekannte hierbei Betheiligten werden daher augefordert, ihre etwaigen Rechtsansprüche binnen zwei Mona­ten um so gewisser bei uns anzuzeigen, als widrigenfalls die Auszahlung des AblösungS- kapitals an die genannten Berechtigten ge­stattet werden wird.

Gießen, den 17. September 1857.

Großherzogliches Landgericht Gießen. _________________Ploch.

Oefscntliche Auffo rd erung.

2054) Der am 9. Juni d. I. verstor­bene Andreas Konrad Noll dahier hat nach einem vorgelegten Vertrag vom 24. October 1856 sein sämmtliches Vermögen dem hie­sigen Hospital abgetreten. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an vas genannte Vermögen zu bilden vermeinen, aufgefordert, solche im Termin

Freitag den 2 5. -d. Mts., Vormittags 10 Uhr, bei dahiesigem Gericht geltend zu machen und zu begründen, als sonst ohne Rückstcht hierauf der Nachlaß des A. C. Noll vem hiesigen Hospital überwiesen werden wird.

Gießen, den 1. September 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, v. Rotsmann, Stadtrichter. Stadtgerichts-Assessor.

Betreff.: Das Schuldenwcscn des Lud­wig Schmidt I. in Allendorf a. d. Lda.

Resol.

1773) Ueber das Vermögen des Lud­wig Schmidt I. von Allendorf a. d. Lda. ist Concurs erkannt worden. Forderungen jeder Art an dasselbe sind im Termin Freitag den 2 5. September d. I., Vormittags 10 Uhr,

bei Meidung stillschweigenden Ausschlusses von'der Masse dahier zur Anzeige zu bringen. Da sich die Gläubiger im Termine weiterer Verhandlungen zu gewärtigen haben, so haben sic entweder selbst zu erscheinen, oder sich durch gehörig bevollmächtigte Mandatare vertreten zu lassen

Gießen, den 17. Juli 1857.

Großherzogliches Landgericht Gießen.

I. V. d. L.:

v. Buri, Landgerichts-Assessor.

Besondere Bekanntmachung.

Gießener Nachtwache.

2136) Das hiesige Publikum wird von der erfolgten Verpflichtung der Bürger Georg Best und Heinrich Goß als Nachtwächter der Lckadt Gießen hierdurch in Kenntniß gesetzt.

Gießen, den 18. September 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Versteigerungen.

2106) Donnerstag den 24. September, Nachmittags 2 Uhr,

sollen auf freiwilliges Ansuchen der Joh. Äonr. Lengs Wittwe die derselben zugehöri­gen Immobilien, auf dahiesigem Rathhause, unter den alsdann bekannt gemacht werden­den Bedingungen, öffentlich meistbietend ver­steigert werden, als:

Flur Nr HlKlftr.

14 Hoftaithe in dem Kathari­nengäßchen, an Fr. B. Franz, gibt 2 fl. abgclöste Grund­rente,

2 6/ ßO J

/24 l Acker am obersten Riegcl-

149^Pfad, 2. Klasse,

26/u2 248 Wiese in den Günthers-

gräben, 3. Klasse, gibt 1 fl. 16% fr.,

na 186 Acker daselbst, 2. Klasse,

gibt 54 fr.,

16/117 168 Acker auf der Hohleiche,

%!., y,2. Klasse.

Gießen, den 1V. September 1857. Großherzogliches Ortsgericht Gießen.

D. Ebel.

Die Vergebung von Arbeit bei der Stadt Gießen.

2150) Montag den 28. September 1857, des Morgens 9 Uhr,

sollen auf hiesigem Rathhause folgende Ar­beiten, als:

Schrcinerarbeit, veranschlagt zu 9 fl.

Handarbeit, 8

an den Wenigstfordcrnden vergeben werden. Gießen, den 21. September 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.

Die Vergebung der Holzhauer- und Culturarbciten in den Gießener Wal­dungen für 1858.

2135) Donnerstag den 24. September 1857, I des Vormittags 9 Uhr, sollen obige Arbeiten, welche zu 6792 fl.

: 11 kr. veranschlagt sind, auf dem Rath- * Hause dahier an den Wenigstfordernden ver- , geben werden.

Gießen, den 17. September 1857.

Großherzoglichc Bürgermeisterei Gießen.

i_________________D. Ebel.

Die Vergebung von Anstreicherarbeit bei der Stadt Gießen.

2.134) Das Anstreichen des Stegs über I die Wieseck nach der Stephansmark, veran- j schlagt zu 18 fl., soll

Donnerstag den 24. September 1857, des Vormittags 9 Uhr, auf dem Rathhause dahier an den Wenigst­nehmenden vergeben werden.

Gießen, den 18. September 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _______________D. Ebel.

Vergebung von Maurerarbeiten.

2112) Zu den Hcrstellungsarbeiten des Burggrafiate zu Friedberg sind die Maurer­arbeiten, veranschlagt zu 1282 fl. 56 fr., aus der Hand zu vergeben. Lusttragenve Maurer­meister können bei unterzeichnetem Kreisbau­amte Pläne, Voranschläge und Steigbevin- gungen einsehen.

Friedberg den 16. September 1857.

Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg.

S.ü ffer t.

Obstversteigerung der Gemeinde Königsberg.

2145) Montag den 28. b. Mts., des Mittags um 12 Uhr, soll das diesjährige Gemeinde-Obst dahier versteigert werden.

Königsberg, am 19. September 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Königsberg.

Krauskopf.

Vergebung von Schreinerarbeiten.

2144) Die bei der Herstellung des Schloß­gebäudes auf dem Freiherrlich von Nordeck zur Rabenau'schen Hof zu Großen-Buseck nothwcndigen Schreinerarbeiten, im Betrag von 1297 fl. 22 fr., sollen

Dienstag den 29. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, mittelst Versteigerung, an Ort und Stelle, in Accord gegeben werden.

Der Voranschlag und die Steigbedingun­gen können Samstag den 26. v. Mts., Nach­mittags, und am Morgen vor der Ver­steigerung von den darauf Reflectirenden in dem Gebäude selbst eingesehen werden.

Rabenau-, am 21. September 1857.

Unger, Bauverwalter.