Ausgabe 
23.5.1857
 
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Alexander-Wellenbad.

Das Alexander-Wellenbad ist seit Montag den 11. Mai eröffnet und sofort vollständig hergerichtct.

Hierbei erlaube ich mir, das vereheliche Publikum darauf ergebenst aufmerksam zu machen, daß das Alexander-Wellenbad dieses Jahr fast durchweg neu und auf das Bequcmlichste eingerichtet, und namentlich außer den früheren Bädern noch einige neue hexgestellt worden sind. Es umfaßt das Alexander-Wellenbad dermalen

ein Schwimm-Wellenbad mit Douche (für Erwachsene);

sieben Herren-Wellenbäder in Zellen;

sechs Damen-Wellcnbäder und ein Mädchen-Wellenbad;

ein großes Douchebav mit Strahl- unv Regen-Einrichtnng;

ein doppelt eingerichtetes Strombad;

sechs stille Bäder mit einem großen Mädchenbad.

Mit Bezug hierauf erlaube ich mir, das verehrliche Publikum zu recht zahlreicher Theilnahme ergebenst einzuladen. Jede gewünscht werdende Auskunft werde ich mit Vergnügen ertheilen. Mit Lieser Anzeige verbinde ich zugleich die weitere, daß die

Schwimm- und Padr-Anstalt

eröffnet ist, sobald cs die Witterung gestattet. Eltern, welche mir ihre Kinder anvertrauen wollen, diene zur gefälligen Nachricht, daß auch Kinder, welche das Schwimmen jetzt noch nicht erlernen sollen, unter meiner Aufsicht baden können und daß denjenigen, welche bereits schwimmen können, und sich noch weiter ausbilden wollen hierzu ebenfalls Gelegenheit gegeben werden kann. Der Bade-, beziehungsweise Schwimmplatz ist durchaus gefahrlos und für jedes Alter passend eingerichtet, und habe ich auch dieses Jahr für Erweiterung und Vergrößerung der Anstalt Sorge getragen. In den bestimmten Stunden wird von mir gute und strenge Aufsicht geführt, so daß die verehrten Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können.

Für Erwachsene werde ich ves Morgens früh Stunden einrichten. -- Die Unterrichtsstunden für die Schuljugend sind Vor­mittags von 10 bis 12 und Nachmittags von 5 bis 8 Uhr bestimmt.

Zugleich mache ich ein verehrtes Publikum noch besonders darauf aufmerksam, daß außer dem Weg, der an der Lahn hinführt. Noch ein zweiter Weg zwischen den Gärten unv dem Eisenbahndamm nach der Bade-Anstalt leitet.

Nähere Auskunft ertheile ich jederzeit mit Vergnügen und nehme Anmeldungen in der Anstalt entgegen.

_____________________________________________________ L. C. Riibsamen, Schwimmlehrer.

Gebrauchte Briefmarken!!!

Für die weiteren uns zugekomnienen Sendungen von Marken unseren Dank. Da wir in den nächsten Tagen den Lvrrath nach Carlsruhe abgehen lassen, so ersuchen ivir die Zusendungen gef. beschleunigen zu wollen und sind zu deren Empfangnahme bereit; Carl Ernst Emil Hofsmann,

Die Expedition dieses Blattes.

1072) Die

Renten- und Lebensversichc! nngs - Anstalt zu Darinstadt

übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,500 fl. betragenden Vermögens:

1) die Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1856 belief sich die Zahl der Rentenversicherten auf 6576 mit 11,010 Einlagen und ca. 706,585 fl. Vermögen.

Die feit dem 1. Januar v. I. in der Bildung begriffene 9. Jahresgesellschaft ist nunmehr vollzählig und wird mit Ende d. I. geschlossen.

2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nach­zahlung verpflichtende Versicherungsbeiträge; seit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebensversicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeschlossen.

Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von 20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: ;c. rc.

1 fl. 34 fr. 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr.

3) Leibrentenversicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden fönnen.

4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3% pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1856 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl.

^.,^t gibt Darlehen gegen hvpothefarische Sicherheit, sowie gegen Faustpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelst threr Amortljatlonsordnimg Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf Zins unv Kapital (Tilgungsrentcn) all- mählig abzutragen.

Wegen näherer Ausfunft, sowie wegen des unentgeldlichen Bezugs von Prospectcn und Statuten der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *).

D armstadt, im April 1851.

*) In Gießen: An Herrn Buchbinder A. L. Balser.

In Lich: An Herrn Hppvthefen-Commiffär C. Vvlp.

(Hierzu zwei Beilagen.)