Ausgabe 
19.12.1857
 
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2723) Die Mitglieder der hiesigen Vieh- assccuranz-Gefellschast werden eingeladcn, sich Sonntag ven 27. December 1. I.,

Nachmittags 4 Uhr, zu einer General - Versammlung in dem Locale des Hrn. I. König einzufinden.

Tagesordnung:

1) Prüfung der Rechnung pro 1857,

2) Ergänzungswahl des Vorstandes,

3) Berathung mehrerer wichtigen Ge­genstände.

Gießen, den 17. December 1857.

Der Präsident: I. P. Möhl.

2722) Am zweiten Weihnachtsfeiertage: Pall

des Arbeiter - Gesang - Vereins

im Leib)'chen Saale. Anfang 7 Uhr.

Karten sind an der Kasse, ä 48 fr., zu haben. Der Vorstand.

i 1920) Ein Setzerlehrling wird gesucht. Das Nähere bei der Red. d. Bltts.

Frilcht'ücker ;u Gießen.

Svii»tag den 2 0. December. Jacob Vogt in der Wallthvrflraße. Gevrg Busch am Kreuz. Heinrich NvN in der Neustadt.

Kirchliche Anzeigen

der

evangelischen Gemeinde zu Gießen.

G o t t e s d i e n st.

Am 2 0. December.

Morgens : Pfarrer Landmann.

Nachmittags: Kirchenrath Dr. Enget.

Getaufte.

Den 13. December. Dem Bürger und Musik- lehrer, Heinrich Christian Zimmer, ein Sohn, Karl Emil, geboren de» 22. November.

Denselben. Dem Bürger und Fuhrmann, Ludwig Klingelhvfer, eine Tochter, Mathilde Heiene Pauline Luise, geboren den 21. November.

Beerdigte.

Den 10. December. Elisabeths Schneider, des verstorbenen Korporals, Johannes Schneider, hinterlassene Wittwe, geborene Kreiling, alt 79 I. 8 M. 15 T. gestorben den 8. December.

Den 12. December. Ein unehelicher Sohn, Gevrg, alt 1 M. 20 T. gestvrben den 10. Decbr.

Denselben. Johannette Dorothea Bürg», de» verstorbenen Bürgers und Orgelbauers, Johann Georg Bürgy, hinterlassene Wittwe, geborene Rühl, alt 67 I. 6 M. 29 T. gestorben den 9. December.

Den 13. December. Karoline Seipp, des verstorbenen Bürgers und Zimmermanns, Konrad Seipp, hinterlassene Wittwe, geborene Will, alt 72 I. 4 M. gestorben den 12. Deceniber.

Denselben. Kaspar Schmidt, Taglohner aus Climbach, alt 37 I. gestorben den 12. December.

Den 14. December. Wilhelm Finzel, Bür­ger in Friedberg und Arbeiter in der mechanischen Werkstätte der Eisenbahn dahier, alt 52 I. 8 M. 20 T. gestorben den 13. December.

Die Pfarrgeschäfte in der nächsten Woche besorgt Pfarrer Landmanr.

Fremderr-ReMer vom 14. bis 16. December 1857.

3 n b e n Gasthäusern.

Im Einhorn: Hrn. Fabrik. Lichten v. Mainz, Günther u. Hartmann v. Frankfurt; Hr. Heidefuß, Hüttenbes. v. d. Friedrichshütte; Hr. Selheimer m. Fr., Reut. ».Magdeburg; Hr. Witte, Pfarr. v. Fischbach; Hrn. Partie. Heinrich v. Stockholm u. Gauckel v. Worms; Frl. Kaiser v. Fritzlar; Hr. Erbstein, Beamt, v. Dresden; Hrn. Kaust. Rück v. Offenbach, Buderus v. Hirzenhain, Pari v. d. Neuschmiede, Gerte! v. Breslau, Rincker v. Wien, Weicker v. Hanau, Göttinger v. Luxemburg, Ritter v. Freiburg, Detter v. Regensburg, Heilmann v. Offenbach u. Helervth a. Schlesien.

Im Kappen : Hr. Wespe, Med.-Rath v. Eisenach; Hr. Stammler, Advvc. v. Bingen; Hr. Kling, Zahnarzt v. Hanau; Hr. Heinemann, Reg.- Rath v. Breslau; Hr. Zalonitschvff, Ritlergutsbes. a. Ungarn; Frl. Burk­hardt v. Londorf; Hr. Scheerer m. Fam., Lithogr. v. New.-Uvrk; Hr. Leist, Bergmstr. v. Eisleben; Hr. Rudach, Geh. Reg.-Rath v. Cassel; Hrn. Kaust. Müller u. Herz v. Frankfurt, Behrenz v. Magdeburg, Steigert v. Guntersblum, Mötius v. Cöln, Mvrgenrvth v. Bamberg, Rothbart v. Offenbach, Strecker v. Leipzig u. Wallmann v. PhilippSruhe.

Im Prinz Carl: Hrn. Privat!. Pfifferling v. Magdeburg u. Meinin­ger v. Coblenz; Hr. Säckler, Fabrik, v. Hanau; Hr. AntheS, Cand. v. Lich; Hr. Baumann, Pfarr. v. Selters; Hr. König, Privatm. v. Mainz; Hr. Heßler, Oecvn. v. Weißkirchen; Hr. Gittmann, Access. ».Rüsselsheim; Hr. Herbig, Fabrik, v. Bürbach; Hrn. Kaust. Schweizer v. Frankfurt, Weißmantel v. Brnchsal, Möller v. Hannover, Hanser v. Aschaffenburg, Winckler v. Mannheim, Roth v. Cassel, Eisenhammer v. Weißenfels u. Mänker v. Frankfurt.

Im Darmstädter Haus: Hr. Schweißgut, Steinh. ».. Obervsteiden; Hrn. Handelst. Naumann u. Baffelli u. Hr. Seipp, Fuhrm. v. Beresfcld; Hr. Heinzebergec, Privatm. v. Ulfa.

In der Sonne: Hrn. Fuhr!. Diehl v. Ruppertenrod u. Wagner v. Dudenrod; Hr. Scheidmüller, Seeon, v. Sellnrod.

In der Nose: Hr. Faust, Pharm. v. Schlitz; Hrn. Geschäfts!. Born v. Bromskirchen, Becker v. Lich n. Schreiner v. Roßberg.

In ven Privathäusern.

Bei Hrn. Bahnwärter Ohr: Frl. Lehr u. Frl. Scheuermann v. Rup­pertsburg. Bei Fr. Steck: Fr. Poseiner v. Grünberg.

Benützung der Po st zur Versendung von Ch r ist g e s ch e n r e n. Eine Bitte an das Publikum! Die Redactivn derNachrichten über das Transportwesen" nimmt aus der Be- sprechüng über den Pvstverkehr in der Weihnachtszeit Veranlassung, die Bitte an das Publikum zu richten, die eigentlichen Bescheerungssendungcn nicht auf den letzten Moment vor Christabend zu verschieben und ersucht auch die Redactivnen anderer gelesenen Blätter, dieser Bitte ihre Spalten zu öff­nen. Im Interesse des Publikums finden wir uns veranlaßt, diese Bitte auch zu befürworten. Alle Diejenigen, welche öfter an den Pvstschalter kommen, haben schon bemerkt, wie sehr der Postverkehr seit den billigeren Pvsttaren zugenommen hat. Keinen Begriff macht man sich aber von dem Andrange zur Post in den letzten Tagen vor Weihnachten, wenn man nicht selbst schon

in dem Gedränge leiden mußte. Ebenso wie der Andrang an den Schalter/ ist, so wird aber auch das Geschäft durch die von Außen kommenden Sen­dungen überhäuft. Dies bestätigt die Erfahrung nur zu sehr, da man zu die­ser Zeit die angekommenen Sendungen oft nicht haben kann, ja oft gar nicht einmal erfahren kann, ob dieselben eingetroffen sind oder nicht, bis endlich die eigentlichen Feiertage und das Bescheerungsvergnügen vorüber find. Der An­stalt selbst kann kein Vorwurf dafür gemacht werden, wenn in Folge der Geschäftsüberhäufung Verspätung in der Uebergabe an das Publikum stattfindet. Das Geschäft ist der Art, daß man fremde, uneingeübte Personen nicht mit Vorthei! in diesen wenigen Tagen der Ueberhäufung der Arbeit verwenden kann und außerdem ist das Risiko für die verantwortlichen Arbeiter zu groß, als daß fic fremde Hülfe annehmen könnten. Daß das Arbeitspersonal in diesen Tagen fast übermenschliche Anstrengungen macht, um dem nach Geschenken sehnsüchtigen Publikum das Ersehnte baldigst zukommen zu lassen, ist zu oe= kannt und können wir nur anerkennend erwähnen. Wenn aber bei all diesen Anstrengungen die Postanstalt die Versendungsgegenstände innerhalb der zu sonstiger Zeit üblichen Frist zu übermitteln nicht im Stande ist,' so bleibt denjenigen, welchen eine rechtzeitige Behändigung derChrist- geschenke am Herzen liegt, nur übrig, die Gegenstände, welche fle der Post übergeben wollen, so zeitig zur Post zu geben, daß dieselben schon zwei auch d.ei Tage vor dem Christabend am Bestimmungsorte eintreffen können. Nur dadurch läßt sich gegen eine verspätete Abgabe schützen: alle schriftlichen Wünsche, welche auf der Adresse dem Paketträger, dem Expeditor, Pvftsecretär >c. bezüglich der Abgabe am Bescheerabend ans Herz gelegt werden, sind vergeblich; denn die Geschäftsüberhäufung macht sie blind, taub und un­empfindlich gegen specielle Bitten und außerdem ruft die Pflicht und jedes an- gekommene Paket dieselbe Bitte laut entgegen. Ferner machen wir das Publikum darauf aufmerksam, daß, wenn zu irgend einer Zeit des Jahres, die sorgfältige Beobachtung der Annahmebestimmungen gewiß am meisten au den Tagen vor Weihnachten erforderlich ist, weil das Postpersonal selbst sich am wenigsten mit Ausbesserung von Mängeln beschäftigen kann. Dahin gehört die Beigabe von gesiegelten Begleitadressen zu den Sendungen, eine recht dauerhafte Verpackung und sorgfältige Versiegelung durch Petschaftsab drücke. Besonders empfehlen wir, zur Versendung so wenig als möglich die gewöhnlichen Holzschachteln zu ver­wenden, oder doch dieselben wenigstens nochmals in Papierumschläge oder in Leinwand zu verpacken, da die Böden in der Rege! bei einem raschen Auf- und Abladen viel zu leicht Schaden nehmen. Sparsamkeit in der Verwendung von Packmatepigl in den Weihnachtstagen ist übe! angebracht, wenn der Ver­sender eine gute, unbeschädigte Beförderung seines Geschenks wünscht. Auch daran wollen, wir erinnern, daß es unangenehme Folgen haben kann, wenn man Packmaterial verwendet, das schon einmal benutzt worden war und in Folge davon noch Adressen oder Zeichen an sich trägt, weil hierdurch Veranlassung zu Verwechselungen gegeben werden kann. Endlich wird es sich empfehlen, alle Sendungen mit vollständigen Adressen statt mit Zeichen oder ein­zelnen Buchstaben zu versehen, namentlich aber die Adressen selbst nicht auf farbiges Papier, vor allem nicht auf blaues Pa pier, den Bestimmungsort mit recht deutlicher fetter Schrift zu schreiben. Nur dann, wenn jeder Versender sich bemüht, die Abgabe an die Post nicht auf den letzten Augen­blick zu verschieben und die Sendungen selbst so herzustellen, daß der Postbeamte dieselben unbeanstandet annehmen kann, wird es möglich werden, daß die Christgeschenke, welche durch die Hände der Post gehen, dem Geschenknehmer zur erwünschten. Zeit behändigt werden.

Druck und Verlag der G. D. Brühl'schen Universitats-Buch- und Steindruckerei,