Ausgabe 
15.8.1857
 
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Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.

Besondere Bekanntmachungen.

1778) Die Gießener Jahrmärkte.

Wir setzen das Publikum davon in Kenntniß, daß in Folge höherer Entscheidung die Gießener Jahrmärkte nach wie vor abgehalten werden, und ersuchen die Großherzoglichen Bürgermeistereien, dieser Bekanntmachung die möglichste Verbreitung zu geben.

Gießen, den 31. Jul, 1857. Großherzvgllche Bürgermeisterei Gießen.

D. Ebel.

1869) Die Verwaltungen der Berlin - Potsdam - Magdeburger, Magdeburg-Halberstadter, Herzoglich Braunschweigischen, Königlich Hannover'schen, Main-Weser- unv Main-Neckar-Eisenbahn

sind, Behufs der Herstellung eines virecten Verkehrs zwischen bestimmten Stationen ih­rer Bahnen zu einem Verbände zusammen­getreten, welcher den Namen:

Westdeutscher Eisenbahn-Verband"

angenommen hat.

Der directe Personen-Verkehr hat bereits begonnen, der directe Güter-Verkehr, für welchen der Darif fanimt den Beförderungs- Bedingungen bei der Gütcr-Expedition ge­gen die Gebühr von 2/2 Sgr. resp. 9 Kr. zu haben ist, wird

8 den 15. August 1857,

jedoch vorerst nur mit den Königlich Han­noverschen Stationen, zur Ausführung kom­men, wogegen derselbe mit den im Tarife aufgenommenen Stationen Berlin, Magde­burg, Wolfenbüttel, Braunschweig, einge­tretener Hindernisse wegen, bis auf weitere Bekanntmachung ausgesetzt bleiben muß.

Gießen, den 11. August 1857.

Großherzogliche Direction der Main- Weser-Bahn

Laubenheimer.

Aufforderung an die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt.

1813) Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Mona­ten Januar, Februar, März, April, Mai und Juni 1857 verfallen sind, wer- den aufgefordert, in dem Zeitraum vom 10. August bis zum 12. September d. j. dieselben einzulösen oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 19. Octo­ber d. I. stattfindet.

Nach fruchtlosem Ablauf obigen Zeitraums kann weder Einlösung, Prolongation noch Umschreibung vorgenommen werden. Die Säumigen haben es sich daher selbst beizu­messen, wenn sie ihre Pfänder erst im Ver­steigerungs-Termin gegen baare Zahlung einlösen können.

Die Pfänder aus wollenen Stoffen muffen unbedingt cingelöst werden.

Die Herren Bürgermeister des Kreisamts­

bezirks werden ersucht, Vorstehendes in ihren Gemeinden baldigst bekannt machen zu lassen.

Gießen, den 6. August 1857.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

(gbirtalUhung.

Gläubiger-Aufforderung.

1866) Forderungen aller Art an den Nachlaß des verstorbenen SchlossermeistcrS Philipp Schneider dahier, welcher von dessen Wittwe unter der Rechtswohlthat des Inventars angetreten worden ist, sind bis

Donnerstag den 10. September l. I., Vormittags 10 Uhr, bei Vermeidung der Nichtberücksichtigung bei Vertheilung des Nachlasses, dahier anzu­melden.

Zugleich werden alle Gläubiger des ge­nannten Philipp Schneider auf den oben genannten Termin zur Verhandlung und zum Versuch eines Arrangements mit dem Beifügen eingeladen, daß die etwa Aus­bleibenden unter ihnen als ven Beschlüssen der Mehrheit der Erschienenen beitretend an­gesehen werdrn.

Gießen, den 31. Juli 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Hellmann, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

V e r st e i g c r u n g k n.

Verpachtung von städtischen Trieb- vierteln.

1851) Mittwoch den 19. August l. I., von Nachmittags 2 Uhr an,

sollen gegen 180 leihfällig gewordene und zu­gestorbene städtische Triebviertel auf 6 Jahr, verpachtet werden. Die Zusammenkunft fist am Nassauer Hof.

Gießen, am 10. August 1857.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. ______________D. Ebel.___________ 1823) Montag den 17. l. Mts.,

Nachmittags 2 Uhr, sollen im Bürgerhospital dahier die nach­stehend verzeichneten, der 1. und 2. Stadt­

pfarrei Gießen zustehenden Grundstücke, unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedingungen, auf 6 Jahre, ver­pachtet werden, nämlich:

Flur Nr. □Jtlftr.

26 48 285 Garten am obersten Rie­

gelpfad,

26 51 112 Garten daselbst,

26 52 120 Garten daselbst,

16 268 621 Acker in der Lehmkaute,

18 27 198 an der Landstraße

beim Steeg,

18 39 741 Acker hinter dem Steeg

zwischen der Landstraße und dem Mittelweg,

25 70 414 Acker vor dem Weiher,

25 128 352 am Aulweg an der

Warth,

25 161 348 Acker auf der Rothhohl

an der Landstraße,

25 214 693 Acker daselbst, auf den

Lcigesterner Weg stoßend,

27 149 397 Acker in der Stephans-

mark,

28 136 618 Acker am Sandkauter

Weg,

28 137 771 Acker daselbst,

32 162 769 im Altenfeld, stößt

auf den Bruch,

33 101 556 Acker daselbst, linker Hand

des Wegs,

39 102 716 Acker unter dem Wie-

secker Weg,

271 Acker, zwei Triebviertel

am Rödger Weg,

19 106 367 Acker im Niederfeld, Wie-

secker Gemarkung,

701 Wiese hinter den krum­

men Morgen,

26 222a 1083 Wiese am untersten Rie­gelpfad,

27 81 842 Wiese in der Stephans-

mark,

27 15,16,1841 Wiese, die Erdbeerwiese,

43 t modo Acker daselbst,

28 28 1100 Wiese in der Stockwiese,

28 8 474 in der Oberlach,

Wiesecker Gemarkung,

26 102 753 Wiese am Pusch, Wie­

secker Gemarkung.

Gießen, am 7. August 1857.

Der Kirchenrechner: Wittich.

1867) Montag den 24. August, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause, auf frei­williges Ansuchen des Matth. Weidig dahier,