Ausgabe 
6.5.1857
 
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Gerichtliche und Privat Bekanntmachungen.

Edirtälladungen.

1096) Forderungen an den Nachlaß der hier ledig verstorbenen Elisabetha Käs von Atlenrorf an der Lumda sind sogewiß bin­nen 14 Tagen bei dem unterzeichneten Ge­richte geltend zu machen, als sonst bei dem Abschluß des Inventars darauf keine Rück- sicht genommen und der Nachlaß den Erben überliefert werden wirb.

Gießen, den 30. April 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr.^Ad. v. Grolman, Stadtrichter. Stadtger.-Assessor.

1097) Forderungen an den Nachlaß der Gerhard Rvdner's Witiwe dahier, welche bis jetzt bei Gericht noch nicht angemeldet sind, müssen um so gewisser binnen 3 Wochen angezeigt werden, als sie sonst bei Verrhei- lung cer, schon nach den bisherigen An­meldungen überschuldeten Nachlaßmasse unberücksichtigt bleiben.

Gießen, den 4. Mai 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Stadtrichter.

929) Forderungen und Ansprüche aller Art an ras Vermögen des verstorbenen Schuhmachermeisters Gottfr. FelsingI sowie dessen Ehefrau Charlotte, geb. Bork, zu Gießen, über welches der förmliche Con- cursprvzeß erkannt worden ist, sind, bei Vermeidung des stillschweigend cintretcnden Ausschlusses von der Masse, im Termin j

Montag den 29. Juni 1857, Vormittags 10 Uhr, dahier anzumelden und zu begründen, auch etwaige Vorzugsrechte anzuzeigen. Bei den weiteren, in diesem Termin über vergleichs­weise Beseitigung des Coucurses, Ernennung eines Gläubigerausschuffes, Bestellung eines

Euratvrs re., gefaßt werdenden Beschlüssen werden alle nicht milwirkenden Gläubiger, sowie diejenigen, welche ihre Vertreter nicht mit der genügenden Vollmacht versehen, so betrachtet werden, als wären sie der Mehr­heit beigetreten.

Gießen, den 8. April 1857.

Großherzogliches Stadtgericht Gießen.

Muhl, Dr. Ad. v. Grolman, Startrichter. Stadtger.-Assessor.

Versteigerungen.

1075) Dienstag den 23. Juni, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Rathhause Die Hofraithe des Franz Wannig: Flur Nr. □Jtlfir.

'/1167 11 Hofraithe an der Färbbach,

an E. Pistvr, gibt 4 fr. ab­gelöste Grundrente, unter den alsvann bekannt gemacht wer­denden Bedingungen, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen, den 4. Mai 1857.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. D. Ebel.

Zagdvm Pachtung zu Burchardsselden. 950) Samstag den 9. Mai d. I., Mittags 12 Uhr,

soll auf hiesiger Bürgermeisterei Die Jagd der Gemeinde Burkhardsfelden, unter den! bei der Versteigerung bekannt gemacht wer-! denden Bebingungen, aus 3 Jahre verpach- tet werden.

Burkhardsfelden, den 22. April 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Burkhardsfelden.

S t u m p f.

1088) Zwei noch neue Wohnhäuser, Vas eine 30 Fuß lang und 22 Fuß weit,

das andere 26 Fuß lang und 22 Fuß weit, sollen zu Michelbach auf den Staub, oder auch auf den Abbruch, in der Wohnung des dasigen Bürgermeisters, und zwar

Montag Den 18. Mai und Dienstag Den 2. Juni, jedesmal Vormittags um 10 Uhr, öffentlich meistbietend verkauft werden.

Jede weitere Auskunft erkheilt Johannes Damm zu Kernbach, Kreis Marburg.

Holzverkauf aus der Haud.

1071) Aus dem Diftriet Nell der Ober­försterei Rabenau, % Stunden von Lon­dorf entfernt, werden aus der diesjährigen Holzerndtc nachstehenbe Brennholzsortimente für die beigesetzten Preise gegen baare Zah­lung aus Der Hand abgegeben:

60 Stecken Buchen-Scheidhvlz, ä Stecken 6 fl 40 fr.,

500 Stecken Buchen-Prügelholz, a Stecken'

5 fl. 30 fr.,

150

12000

Stecken Buchen-Stockholz, ü Stecken 4 fl.,

Wellen Buchen-ReiShvlz, ä 100 Wel­

len 5 fl. 30 fr.

Kaufliebhaber werben einaeladen, sich längstens bis zum 13. d. Mts. bei Dem Unterzeichneten und in dessen Abwesenheit bei Der Rentei dahier anzumelden und ihre Erklärung über Quantum und Sortiment

abzugeben, wo aueb die näheren Bedingun­gen eingesehen werden können.

Das Holz ist von guter Beschaffenheit und kann vorher beliebig an Ort und Stelle besehen werden.

Anmeldungen nach Ablauf des 13. d.Mts. können nicht mehr berücksichtigt werden.

Londorf, am 3. Mai 1857.

Hoppö, Oberförster.

Versteigerung in dem MMMe ;u Gießen.

Montag den XL Mai, Nachmittags um 2 Uhr,

von durch Die Schelle weiter bekannt gemacht werdenden Tagen, sollen in dem hiesigen Pfandhause die bis Ende December em^chueßch.ch verfallenen tn dem dazu bestimmten Termin weder eingelösten, noch erneuerten Pfänder, wie solche in nachfol- gendem Verzelchmß enthalten ftnd,^ gegen gleichbaare Zahlung meistbietend versteigert werden. Zugleich wird noch bemerkt, raß zur Versteigerung kommenrer, Pfänder in dem Versteigerungstermin mir gegen sofortige baare Zahlung bis längstens Morgens 9 Uhr bewerkstelligt werden müssen. Umschreibungen verfallener Pfänder, sowie neue" Verpfän­dungen und Einlösungen nicht verfallener Pfänder, können un Den Versteigerungstaqen nickt vvrge­nommen werden. 1 * * * ü a s * 7 * v 9

von Pfändern an die refp. Vigenthnmer ist zwar zulässig, es muß m solchen fallen n&rr der Pfandschein vvrgezeigt und der Wetrag sofort dezah.lt merden.

Die zerren Bürgermeister werden ersucht, den Versteigerungstermin in ihren Gemeinden bekannt machen lassen zu wollen. Gießen, den 30. April 1857.

Dio Pfandhausverwaltung:

Bielsr. Dfeil.