Ausgabe 
4.7.1857
 
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Beilage zu Nr. 53 des Anzeigeblattes.

Vermischte Anzeige n.

1072) Die

Renten- und Lebensversicherungs-Anstalt zu Darmstadt

übernimmt unter Garantie eines dermalen über 706,500 fl. betragenden Vermögens:

1) Vie Versicherung steigender Renten gegen beliebige Kapitaleinlagen. Ende 1856 belief sich die Zahl der J Rentenversicherten auf 6576 mit 11,010 Einlagen und ca. 706,585 fl. Vermögen.

Die seit dem 1. Januar v. I. in der Bildung begriffene 9. Jahrcsgesellschaft ist nunmehr vollzählig und wird mit Ende d. I. geschlossen.

2) Lebensversicherungen in Beträgen von 100 bis 10,000 fl. auf ein einzelnes Leben gegen feste, zu keiner Nach­zahlung verpflichtende ^Versicherungsbeiträge; seit 1. Juli 1855 wurden 901 Lebensversicherungen mit einem Kapital von 550,580 fl. abgeschlossen.

Für eine lebenslängliche Versicherung von 100 fl. betragen die jährlichen Versicherungsbeiträge bei einem Alter von

20 Jahren: 25 Jahren: 30 Jahren: 35 Jahren: 40 Jahren: 45 Jahren: 50 Jahren: rc. k.

1 fl. 34 fr. 1 fl. 45 fr. 2 fl. 1 fr. 2 fl. 21 fr. 2 fl. 48 fr. 3 fl. 26 fr. 4 fl. 18 fr.

3) Leibrentenversicherungen, womit auch Wittwenrenten erworben werden können.

4) Depositengelder bis zu Beträgen von 25 fl. herab, welche vom 30. Tage nach der Hinterlegung bis zur Zurücknahme mit 3pCt. verzinst und auf Verlangen ganz oder stückweise zurückbezahlt werden. Ende 1856 betrug die Summe der hinterlegten Gelder 744,187 fl.

Die Anstalt gibt Darlehen gegen hypothekarische Sicherheit, sowie gegen Faustpfänder in Werthpapieren und gewährt mittelst ihrer Amortisationsordmillg Gelegenheit, aufgenommene Kapitalien durch Zahlungen auf Zins und Kapital (Tilgungsrenten) all» mählig abzutragen.

Wegen näherer Auskunft, sowie wegen des unentgelvlichen Bezugs von Prospekten und Statuten der Anstalt beliebe man sich an deren Herren Bevollmächtigte zu wenden *).

Darmstadt, im April 1857. Die Drrectron.

*) In Gießen: An Herrn Buchbinder A. L. Balser. In Lich: An Herrn Hypotheken'Commissär C. Dolp.

Einladnnq tum Abonnement auf denWetterauer Boten."

Mit dem ersten Aili beginnt ein neues Quartal für den Wetterauer Boten mit dem Monatblatt für Landwirth- schaft und Gewerbe Der Bote, welcher wie seither wöchentlich zweimal erscheint, enthält in jeder Nummer eine kurze, aber vollständige Ucbersicht der wichtigsten politischen Neuigkeiten, Marktberichte, Fruchtpreise, Hanvelsnachrichten, Course; in einer besonderen Abthcilunq - Erzählungen, naturwissenschaftliche Notizen, Anecdoten, Gedichte rc. Besondere Aufmersiamkeit widmet er den provinzialen und localen Interessen und bringt unter der Rubrik:Provinziales" alle wichtigeren Begebenheiten aus der Provinz Oberheffen und den angrenzenden Bezirken von Preußen, Kurhesien und Nassau. ,

Das SRonatblatt" bringt ebenfalls mit besonderer Beziehung auf unsere provinzialen Verhältnisse, landwirthschaftüche und gewerbliche Aufsätze, Notizen und Ankündigungen. Der Preis des Wetterauer Boten mit dem Monatblatt beträgt wie bisher 36 fr für's Quartal, wofür ihn alle Postanstalten bei denen auswärts einzig und allein abonnirt werden kann ohne Erhöhung liefern. Anzeigen aller Art finden Aufnahme und sichere Verbreitung. Wir berechnen die Petitzeile oder deren Raum mit 2 kr die zwei ersten Zeilen zusammen 6 fr., aus verschiedener Schrift oder in Tabeüenform die Zeile 3 fr.

Um der guten Aufnahme, welche derWetterauer Bote" in allen Theilen unserer Provinz und den angrenzenden Bezirfen gefunden hat, von unserer Seite möglichst entgcgenzulommen, haben wir vom neuen Qnartal an das Format desselben ohne daß dadurch eine Preiserhöhung eintritt vergrößert, wodurch es uns möglich wird, den Inhalt immer reichhaltiger werden zu lassen. Wir hoffen, daß unsere Bemühung, den Wetterauer Boten zu einem tüchtigen Provinzialblatt zu gestalten, durch zahlreiches Abonnement und Mittheilung sachgemäßer Beiträge immer größere Anerfennung finden wird.

Butzbach, im Juni 1857. M. Kuhl.

1544) Der Unterzeichnete, welcher 7z Jahre als Schweizer im Gasthaus zum Einhorn gedient hat, sucht einen Dienst.

Ludwig Hermann, aus Mainzlar.

Adressen wolle man gef. bei der Exped. d. Bltts. aufgeben.

1561) Ein auswärtiger junger Mensch, mit den nöthigen Vorkenntnissen versehen, sucht eine Stelle als Lehrling in einem hiesigen Handlungshause. Näheres bei der Red. d. Bltts.

1579) Heute, Samstag den 4. 3ult,1 spielt die Schierholz'sche

Musik-Capelle

auf dem

Loos'schen Felsenkeller.

Schutt.

In dem Garten der Freimaurer-Loge, vor dem Neuenweger Thor, fann noch fort­während Schutt abgeladen werden und wird: für den Wagen 6 fr. vergütet.

1565) Ein braver Hausbursche kann sogleich in Dienst treten Bei wem? sagt die Exped. d. Bltts.

Eingesandt!

1558) Unserem Mitbürger, Hrn. David Schneider, wünschen wir von Herzen Glück zu seinem ersten literarischen Producte. Möge durch vielfältige Abnahme des Werf- chens dem erst jetzt mit Literatur an Tag tretenden Manne Muth gemacht werden, bald sein zweites Heftchen im Drucke er­scheinen zu lassen.