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für die
Stadt und den Kreis Gießen.
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J|o 27«. Samstag den 4. April 1S£>7.
Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Edictalladung.
551) Auf Eoncurserkennung werden Alle, welche an den Nachlaß res Joh. Ruhl III. von Oberbessingen Ansprüche begründen können, aufgeforrcrt, solche im Termin
Donnerstag den 7. Mai l. I., Morgens 9 Uhr, bei unterzeichneter Gerichtsstelle, entweder in Selbstperson oder durch einen genügend zu Bevollmächtigenden, geltend zu machen, auch sich über ein vorzuschlagendes Arrangement zu vereinigen, als sonst der Nichtcrscheinende, beziehungsweise Nicbtbcvollmächtigte, als eo ipso von der Masse ausgeschlossen.betrachtet und weiter, was rechtlich, verfügt werden wird.
Lich, am 7. März 1857.
Großherzogliches Landgericht Lich. Sartorius, L i in p e r t, Landrichter. Landa.-Assessor.
Besondere Bekanntlnachungrn.
744) Der Pfandschein Nr. 29740 über zwei Frauenröcke ist angeblich verloren worden. Es werden daher Diejenigen, welche etwa Ansprüche an denselben bilden konnten, aufgefordert, dieselben innerhalb 14 Tage dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst das Pfand an den Verpfänder verabfolgt werden wird.
Gießen, den 30. März 1857.
Die Pfandhausverwaltung. _______________Bieler. Pfeil.
743) Der Pfandschein Nr. 31905 ist angeblich verloren. Es werden daher Diejenigen, welche Ansprüche an denselben bilden wollen, aufgefordcrt, solche binnen 14 Tage dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst das Pfand ohne Weiteres an den Verpfänder verabfolgt werden wird.
Gießen, den 30. März 1857.
Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.
714) Auf Ansuchen des Ortsbürgers, Jacob Peppler von Rodheim, welcher auf längere Zeit eine Reise unternehmen will» werden alle Diejenigen, welche Forderungen an denselben zu machen haben, aufgefordcrt, solche binnen 14 Tage auf hiesiger Bürgermeisterei geltend zu machen, widrigenfalls demselben die Reise-Erlaubniß ertheilt wird.
Rodheim, den 26. März 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei Rodhcim.
Wagner.
Versteigerungen.
783) Montag den 6. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhause die zum Nachlaß des Fürstl. Thurn und Taxischen General - Postvircctious - Canzelisten Ferdinand Wahl gehörenden Mobilien, bestehend in gut erhaltenen Kleidungsstücken, einer Cplindcruhr mit Kette u. s. w., gegen baare Zahlung öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gieße», den 1. April 1857.
Großherzogliches Ortsgeuicht Gießen. _______________D. Ebel.__________
Verpachtung von städtischen Trieb- vierteln.
740) Samstag den 4. April l. I., Nachmittags 3 Uhr,
sollen 9 Triebvierteln, welche der Stadt durch Ableben von Bürgern heimgefallen sind, öffentlich verpachtet werden.
Die Zusammenkunft ist bei dem Nassauer Hof. Gießen, am 30. März 1857.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
_______________D. Ebel.___________
643) Donnerstag den 30. April, Nachmittags 2 Uhr,
soll auf dahiesigem Rathhause das den Geschwistern Jeremias, Marie und Heinrich Haptmann gehörende Wohnhaus, nebst Gar- ttn und Zugehör, 497 □Älftn haltend,
auf dem Seltersbcrg am Riegelpfad gelegen, an den Meistbietenden öffentlich versteigert und sofort die Genehmigung ertheilt werden.
Gießen, den 19. März 1857.
Großherzogliches Ortsgericht Gießen.
In Auftrag des Vorstehers : C. Weidig, Ortsgerichtsmann.
Stammholz -- Versteigerung.
784) Freitag den 17. d. Mts., Vormittags 10 Uhr anfangend, werden in hiesigem Stadtwalde, District Zipfen: 80 Stuck 10679 Eubikfuß haltende Eichen-Stämme, deren Cubikinhalt im Einzelnen 100 bis 500 Eubikfuß beträgt, meistbietend versteigert. Genanntes Holz ist durch seine Güte zu jedem Gebrauch geeignet und liegt nur */4 Stunde von dem Eisenbahnhof entfernt.
Butzbach, den 1. April 1857.
Großherzogliche Bürgermeisterei Butzbach. Seippel.
A r b e i t s v e r st e i g e r u u g. 774) Mittwoch den 8. April, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier die bei Erbauung einer Holzremise bei die Schule vorkommenden Arbeiten, als:
Maurerarbeit, veranschl. zu 45 ft. 42 kr. Zimmerarbeit, „ „ 97 „ 39 „
Dachdeckerarbeit, „ „ 35 „ 20 „
Schreinerarbeit, „ „ 6 „ 10 „
Glaserarbeit (am Schulhause),
veranschl. zu .... 2 „ 24 „ Weißbinderarbeit, veranschl. zu 2 „ 36 „ unter den im Termin eröffnet werdenden Bedingungen, öffentlich an die Wenigstneh- menden versteigert werden.
Fellingshausen, am 31. März 1857. Großherzogliche Bürgermeisterei
Fellingshausen.
I. A.:
L. Hahn, Bezirks-Bauaufseher.


