Ausgabe 
27.1.1855
 
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Beilage zu 8 des Auzeigeblattes.

irnchener-

Ver mischte Nach

241»«») Darmstadt und Mainz. Zu der in Mainz am 1. Juni 1855 unwiderruflich stattsindenden Ziehung der

WHm Kunst-, Industrie- und Geld - Lotterie

sind is zum 1. März 1855 Sooft, 1 Stück a 7 st. 6 Stück, wobei ein sicher gewinnendes, für 35 fl. Pläne gratis ju beziehen durch das Handlungshaus I. Nachwauu und Cviup. in Mainz oder dessen Agenten. /

'? - Die Verloosungs - Commissiou.

Fer Bahn, Großh. bis For-

et,

berg.

r, bestehend 3 Bodenkam« immer, einem küchc, einem , nebst einer msser, sodann .. April die- i vermiethen. ind bei dem

;en geistlichen

tmann.

dem Habe­nplatz ist die wie noch ein eweit zu ver- rg Loos.

lchten.

verden einige esucht. Von ilattes.

ssenen Dien- Wege bis an iola verloren, ten, dieselbe e Expedition

121)

Gießen.'

111)

Gieß e it.

128)

113) Steinbach.

Antwort

Mir AAswaKderer!

Heber Bremen nach Amerika

A^befördert fcbeu Monat ain 1. und 15. Auswanderer unter » 8usicheruwg reeller Behandlung und Begleitung bis Bremen; auch kann das Ueberfahrtsgcld an mich bezahlt werden.

Wechfel, wie auch amerikanisches Gold ist stets bei mir zu haben.

Chr. Wallenfels, Kansmann, ___________________cviicessiouirter Agent.

aus die tit Nr. 6 d. Bltts. geschehene Anfrage.

Der dahier geborene und erzogene, in gutem Leumund stehende, als vermögend be­kannte, einen ansehnlichen Frucht-, Brannt­wein- und Liqueur-Handel en gros betrei­bende Mayer Katz, Gerson Katz Sohn, dessen Urgroßeltern schon hier gewohnt haben, luchte das Ortsbürgerrecht der Gemeinde nach, und der Ortsvorstand versagte es ihm weil er Jude ist. Aus seinen Recurs der Groszherzvglichem Kreisamt wurde dem Bürgermeister, unter Strafandrohung, aus- gegeben, ihn in die Ortsbürgerliste aufzu­nehmen, allein umsonst; er weigerte sich dessen wiederholt und remonstrirte dagegen bei Groszherzoglichem Ministerium d I welches aber in letzter Instanz ebenfalls zu Gunsten des Mayer Katz entscheidet.

Was thun nun Bürgermeister, Gemeinde- rath und sonstige christliche Einwohner- chaft Steinbachs ? Unterwerfen sie sich ge­horsam und willig, wie es Bürgerpflicht erfordert, dem Gesetze? Weit entfernt 'Sie errichten unter sich einen Bund und verpflichten sich gegenseitig (Viele freilich, zu ihier Ehre sei's gesagt, nur ungern und gezwungen!) mit den Juden des Dor­fes allen Verkehr aufzuheben, und zwar nicht blos allen Handelsverkehr, sondern überhaupt allen Lebensverkehr Fbr Liebesbund erstreckt sich, ganz ä la Langs­dorf und würdig eines so edlen preiswür- digen Vorbildes, so weit, daß kein christlicher Backer oder Krämer oder Wirth einem Juden des Dorfes Brod oder sonstige Vietualien verkaufen. Keiner ihnen ein Glas Wasser reichen, kein Handwerksmann oder Taglöhner hnen den geringsten Dienst leisten darf», s. f - er geht noch weiter, und droht armen christlichen Einwohnern, für den Fall sie solches dennoch thäten, mit Entziehung des ogenannten Armenbrodes.

_____ L. C. 1> samen. Gießen.

Für Auswanderer. JjL Am 15. Februar wird das Schiff^^W CarVliNe, Cap. Stricker, von Bremen nach New-Bork erpedirt, wofür bei baldiger Anmeldung noch Passagiere angenommen werden können.

Die regelmäßigen Expeditionen nach New-Jork, Baltimore, Phi­ladelphia, New-Orleans und Texas beginnen am 1. März.

Haupt-Agentur Friedberg. Christian Hecht.

Nähere Auskunft ertheilen und zum Abschluß von Ueberfahrtsverträaen empfehlen sich bestens J

Die concessionirtcn Agenten: Vnrckhardt in Gießen; Chr. Funk in Hungen; C Theiß in Gladenbach.

zum Schlüsse des Tanzcursus 18J Große ToNZ-RepetitiVK ün Beib'schen Sattle« Anfang 6 Uhr, welches ich hiermit ergebenst anzeige.

123) Gießen.

Zur Beachtung.

Am verflossenen Mittwoch, den 24. Ja­nuar , wurde auf dem Fahrwege von

hier nach dem Schiffenberge eine Rolle Musikalien verloren. Der redliche Finder wird gebeten, dieselben gegen eine entspre­chende Belohnung bei der Expedition dieses Blattes abzugeben.

Ob ein solcher, unter den Auspizien von Bürgermeister und Gemeinderath zu Stande gekommener Bund sich mit deren Dieustin- struetionen, die ihnen doch ohne Zweifel Förderung des Wohles aller Ortsbewoh- ner und nicht blos der christlichen vor»