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Bekasrntrnaehnng,
die gesetzlichen Forderungen an Studirende aus dem Wintersemester 1854/55 betreffend.
Die in diesem Semester entstandenen gesetzlichen Forderungen an Studirende müssen bis den 31. t>. Mts. mittelst specificir- ter Rechnungen zur Anzeige gebracht und längstens bis den 12. Mai d. I. geltend gemacht werden, widrigenfalls dieselben den ihnen durch Art. 136 der Disciplinarstatuten zugewiesencn Vorzug verlieren.
Gießen den 15. März 1855. Großherzogliches Universitäts-Gericht.
H a b e r k o r n. (4188)
Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen
Edictalladungen.
326) Gießen. Ludwig Zirklcr von Königsberg ist durch Verfügung Groß- herzoglichen Hofgerichts dahier vom 4. v. Mts. unter Curatel gestellt und sodann Heinrich Krauskopf von Königsberg als dessen Curator ernannt worden.
Dies wird unter dem Anfügen bekannt gemacht, daß Ludw. Zirkler ohne den genannten Curator keine ihn verbindlich machende Verträge abschließen und daß keine Zahlung an ihn rechtsgültig geleistet werden kann.
Zugleich werden Alle, welche rechtliche Ansprüche an Ludw. Zirkler zu machen haben, aufgefordcrt, solche binnen 30 Tagen von heute an dahier geltend zu machen, indem sonst bei Aufstellung des Inventars keine Rücksicht darauf genommen wird.
Gießen den 21. Februar 1855.
Großherzoglichcs Stadtgericht Gießen.
Muhst,- • Istr. v. Krug, Stattrichter. Stadtger.-Asseffor.
325) Gießen. Die Erben des am 27. v. Mts. zu Waldgirmes verstorbenen Jacob Failing wollen seinen Nachlaß nur unter der Ncchtswohlthat des Inventars anlreten. Alle, welche Ansprüche an jenen Nachlaß zu bilden haben, werden aufgc- fordcrt, solche so gewiß binnen 30 Tagen bei dem unterzeichneten Gerichte anzumclven und zu begründen, als sonst keine Rücksicht auf sie genommen wird.
Gießen am 21. Februar 1855.
Großhcrzogliches Stadtgericht Gießen.
Muhl, Dr. v. Krug, Stadtrichtcr. Stadtger.-Asseffor.
3241) Marburg.
Okffeiitliche Aufforderung.
Nachdem die Tochter des dahier verstorbenen Atministrators Conrad Müller, Dorothea, verwittwcte Hasselmann dahier, erklärt hat, den Nachlaß ihres Vaters unter der Rechtswohlthat des Inventars antreten zu wollen, so werden etwaige Gläubiger des Müller hiermit öffentlich geladen, ihre Forderungen im Termin
den 29. März d. I., Morgens 10 Uhr, zu liquidiren, unter der Warnung, daß diejenigen Gläubiger, welche sich nicht an
melden, bei der Aufnahme des Inventars nicht berücksichtigt werden. Zugleich soll in diesem Termin auch die Güte versucht und eventuell zur Wähl eines Curators geschritten werden. Die hierbei nicht mit- wirkendcn werden als dem Beschlüsse der Mehrzahl der Gläubiger bcitretend angesehen. Im Falle des Nichtzustandckommens eines Vergleichs werden die überall nicht erscheinenden Gläubiger von der Masse ausgeschlossen werden.
Marburg am 22. Februar 1855.
Kurfürstliches Justizamt I. Wagner.
3141) Marburg.
OcffentIiche Ladung.
Nachdem der Kaufmann Mathäus Schaaf von hier seine Insolvenz angezeigt hat, so werden alle und jede Gläubiger desselben hierdurch öffentlich geladen, in dem znm Versuch einer gütlichen Vereinigung zur Abwendung des förmlichen Concursus auf den 29. März d. I., Morgens 10 Uhr, als Contumazirstunde bestimmten Termine dahier zu erscheinen, ihre Forderungen summarisch anzumelten und Vergleichsverhand- lungcn sowohl unter sich als mit dem Gemeinschuldner zu pflegen. Die überall sich nicht meldenden Gläubiger werden im Falle des Zustandekommens eines Vergleichs von der Masse gänzlich ausgeschlossen, die bei den Vergleichsverhandlungen aber nickt mitwirkenden werden als dem Beschlüsse der Mehrzahl der Erscheinenden beitretend angesehen werden. Im Falle des Nichtzustandekommens eines Vergleichs haben die Gläubiger alsbald über die Wahl eines Massenverwalters sich zu erklären.
Marburg am 26. Februar 1855.
Kurfürstliches Justizamt I.
______________________W a g n e r._________
Versteigerungen.
532) Gießen.
Dnngoersteigernng bei der Stadt Gießen.
Morgen Nachmittag um 4 Uhr, soll der durch das Abhalten der Viehmärkte sich ergebende Dung an dem Neustädter Thor auf das Jahr 1855 versteigert wer
den. — Die Oeconomcn der Stadt werden hierauf noch besonders aufmerksam gemacht.
Gießen den 23. März 1855.
Großherzvgliche Bürgermeisterei Gießen.
D. Ebcl.
4154t) Gießen.
Dienstag den 27. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen die Immobilien der Karl Reuling's Wittwc nochmals versteigert werden, mit dem Bemerken, daß mit dem Zuschlag auch alsbald die Genehmigung ertheilt wirv. Liebhaber hierzu werden cingeladcn, sich um die bestimmte. Stunde einzufinden.
Gießen, den 16. März 1855.
Großherzoglichcs Ortsgericht Gießen.
• ■ In Auftrag des Vorstehers:
C. W e i d i g, OrtsgcrichtSmann.
533) Gießen.
Arbeitsversteigernng bei der Stadt Gießen.
-Donnerstag den 29. März 1855, Vormittags 9 Uhr, soll Pflasterarbeit, veranschlagt zu 11 fl-, auf dem Rathhausc dahier an den Wenigst- fordernden vergeben werden.
Gießen den 23. März 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
4181) Gießen.
Holzversteigerung int Gießener Stadtwalde.
Montag den 26. März l. I., von Morgens 9 Uhr an, soll in dem hiesigen Stadtwalde, District Fichtcnkopf und Hccgstrauch, nachvcrzcichne- tcs Holz öffentlich versteigert werden: 83/4 Stecken Birken-Scheidholz, 5% „ „ Prügclholz,
7*/i „ „ Stockholz,
450 Wellen „ Reisholz,
6’4 Stecken Kiefern-Scheidholz,
11 „ „ Prügelholz,
10 „ „ Stockholz,
1700 Wellen „ Reisholz,
50 „ Lerchen- „
2'/2 Stecken Fichten-Scheidholz, 67'4 „ „ Stockholz,
5425 Wellen „ Reisholz,


