für die
Stadt und den Kreis Gießen.
Jl@. 241* Mittwoch den 23. Mai JLSSS»
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Gerichtliche und Privat - Bekanntmachungen.
Besondere Bekanntmachungen.
Die Wahl der Gcschwornen pro 1856.
1083) Das Verzeichnis der zu den Verrichtungen eines Gcschwornen zulässigen Personen für das Jahr 1856 liegt drei Tage lang zu Jedermanns Einsicht auf dem hiesigen Rathhause offen.
Gießen am 22. Mai 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Die Abgabe do« Sand aus den Waldungen der Stadt Gießen.
1023) Die obige Sandabgabe beziehungsweise der Preis des Sandes ist in folgender Weise neu regulirt und bestimmt worden:
1) Für einen mit 4 Pferden oder
4 Ochsen bespannten Wagen sollen........ 36 fr.
2) Für einen mit 2 Pferden oder
2 Ochsen bespannten Wagen 24 „
3) Für einen mit einem Pserde
oder 2 Kühen bespannten Wagen 18 „ städtische Abgabe erhoben werden.
Die Anweisungen auf den Sand werden bei der Bürgermeisterei ertheilt und sind an den Sandförderer in der Grube abzugeben.
Für das Abfahren des Sandes bleiben die seitherigen Tage Montag, Mittwoch und Freitag bestimmt.
Diese neue Errichtung tritt mit dem 1. Juni 1855 in Wirksamkeit.
Gießen den 14. Mai 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
1073) Nachdem in neuerer Zeit die in der Stadt befindlichen Briefkasten vielfach zum Einlegen von Dienstcorrespon- denzen benutzt werden, deren Form gewöhnlich die Oeffnung der Briefkasten sperrt, so wird unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung Großherzoglicher Oberpostinspection vom 11. December 1843 (Regierungsblatt Nr. 37 von demselben Jahr) hiermit darauf aufmerksam gemacht, daß sowohl dienstliche als Privatangelegenheiten betreffende Briefe
oder Packete an Großherzogliche Behörden nicht in die Brieflasten eingelegt werden sollen. Gießen den 21. Mai 1855.
Großherzogliches Postamt Gießen.
S ch ö n.
Versteigerungen.
Arbeltsverstelgerung bei der Stadt Gießen.
1069) Mittwoch den 30. Mai 1855, des Vormittags 9 Uhr, sollen auf dem Rathhause dahier folgende Arbeiten an den Wenigstnehmenden vergeben werden:
1) Planirarbeit, veranschl. zu 33 fl. 3| kr. 2) Fuhrlohn, „ „ 25 „ 12 „
3) Handarbeit, „ „ 4 „ 24 „
Gießen den 19. Mai 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Verpachtung eines Speichers und Bodens auf der ehemaligen Armenschule. 1070) Donnerstag den 24. Mai 1855, Vormitttags 10 Uhr, sollen die obenbezeichneten Räume auf dem Rathhause dahier an den Meistbietenden verpachtet werden.
Gießen den 19. Mai 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
B r e u n h o l z l i c s e r u n g. 1036) Mittwoch den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr,
soll auf der Universitäts-Kanzlei die Lieferung von
400 Stecken Buchen-Scheidholz in die verschiedenen Universitäts - Anstalten, sodann von
45 Stecken in das hiesige Gymnasium, an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden, was hiermit zur Kenntniß gebracht wird. Gießen am 16. Mai 1855.
Großherzogliches Universitäts-Rentamt. Martin.
1089) Donnerstag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
soll auf hiesigem Rathhaus die Beifuhr von 6 Cubikklaftern Sand aus der Kiesgrube im Stadtwald an der Steinbacher Straße, auf die Baustelle des Realschulgebäudes dahier, in mehreren Abtheilungen an die Wenigstnehmenden versteigert werden.
Gießen den 22. Mai 1855.
Großhcrzogliche Bürgermeisterei Gießen. D. Ebel.
Holzversteigerung im Großcnbusecker Gemein bewald.
1072) Freitag den 25. Mai l. I., Vormittags um 9 Uhr,
sollen im hiesigen Gemeindewald, District Wellcrsloh:
1 Stecken Buchen-Prügclholz,
3 „ Eichen- „
1 „ Nadel- „
5 „ „ Stockholz,
425 Wellen Buchen-Reisholz,
175 „ Eichen- „
1750 „ Nadel-, Aspen- und Dorn-
Reisholz,
38 Stämme Kiefern- u. Fichten-Bauholz, 411 Cubikfuß enthaltend,
96 Stück Nadel-Stangen, 235% Cubikfuß enthaltend,
an Ort und Stelle öffentlich meistbietend, unter den alsdann bekannt gemacht werdenden Bedingungen, versteigert werden.
Die Zusammenkunft ist im Wellersloh.
Die Großherzoglichen Bürgermeister werden ersucht, Vorstehendes auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen.
Großenbuseck am 18. Mai 1855.
Großherzogliche Bürgermeisterei Großenbuseck Wagner.
1006) Am Mittwoch den 23. Mai 1855, Vormittags 11 Uhr,
sollen im Rentei-Locale dahier die Bodenräume des fiscalischen Fruchtspeichers zu Gleiberg auf 3 Jahre an den Meistbietenden öffentlich verpachtet werden.
Königl. Rentei: Steinbach.


