Ausgabe 
4.4.1855
 
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Engel.

>mann. sdienst.

. Hesse.

glichen Univer- > Ludwig Röse, den 3. März, und Großher- rbahn, Fried- the Dorothea,

ngetaufte ehe- tbs, Theodor März.

irr unehelicher

gelhöffer, hin- coßherzoglichen »öffcr, geborne Di. 20 T. ge-

Veigner, Bür- 2 M. 17 T.

irr, Poilillon en 25. März.

, Weißbinder- . den 26. März.

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Mittwoch den April

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Das nächsten Samstag erscheinende Anzeigeblatt wird anstatt Vormittags erst

**'*$ Abends ansgegeben. Die Red.

Erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Samstag. - Preis »es Jahrgangs für Einheimische 1 ft. 30 fr., jüt Auswärtig- ind.

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Anzeigedtatt

für die

Amtlicher T h e i l.

Zu Nr. K. G. 2499. Gießen am 22. März 1855.

Betreffend: Die Verhaftung des angeblichen Schuhmachers Heiurich Gerhardt.

Das Großherzogliche Kreisamt Gießen

an

die Großherzoglichen Local-Polizeibeamten.

Am 5. Juni 1852 wurde in der Nähe von Bonn ein angeblicher Schuhmacher Heinrich Gerhardt tvegen Diebstahls verhaftet und durch Erkenntniß des Königlich Preußischen Assisenhofes zu Bonn vom 14. Februar 1853 zu zwei Jahr Zuchthaus und Polizeiaufsicht auf 5 Jahre verurtheilt. Seine Strafe hat er am 14. v. Mts. verbüßt, worauf er, da über feine Heunaths- berechtigung eine Aufklärung nicht zu erzielen war, von der Königlichen Polizei-Direction zu Cöln wiederum in polizeilichen Gewahrsam genommen wurde. Augenfällig hat dieser Gerhardt einen falschen Namen angenommen und ist vielleicht ein verfolgter Verbrecher. Seine Angaben über seine Heimathsverhältnisse haben sich nicht bewahrheitet und da er den oberlänvischen Dialect spricht, auch zu- fällig und sicherlich gegen seinen Willen aussagte, daß er seine Profession bei einem Darmstädter Meister erlernt habe, so liegt die Möglichkeit vor, daß derselbe aus dem Großherzogthum flüchtig geworden ist.

Indem ich Ihnen nachfolgend ein genaues Signalement des Rubrikaten mittheile und bemerke, daß derselbe bei seiner Ver­haftung im Jahr 1852 mit einer schwarzen Tuchmütze mit Schirm, schwarzem Halstuche, blauer Tuchwcste, schwarzen Tuchhosen und einem dunkeln Ueberrocke bekleidet war, fordere ich Sie auf, über diesen angeblichen Gerhardt und dessen Heimath Ermittelungen anzustellen und das etwaige Resultat derselben alsbald einzuberichten.

K ü ch l e r.

1) Familiennamen: Gerhardt,

2) Vorname: Heinrich,

3) Geburtsort: Falkenau,

4) Aufenthaltsort: unbekannt,

5) Religion: evangelisch,

6) Alter: 32 Jahre,

7) Größe: 5 Fuß, 8l/2 Zoll,

8) Haare: braun,

9) Stirne: niedrig,

10) Augenbraunen: braun,

Signalement:

11) Augen: braun,

12) Nase: spitz,

13) Mund: mittel,

14) Bart: rasirt,

15) Zähne: gut,

16) Kinn: oval,

17) Gesichtsbildung: länglich,

18) Gesichtsfarbe: bleich,

19) Gestalt: schlank,

20) Sprache: oberländischen deutschen Dialect.

21) Besondere Kennzeichen: am Halse Sommersprossen, in der rechten Seite Spuren von Vesikatorien, in der rechten Leiste eine 2% Zoll lange Schnittwunde, am rechten Bein unter den Geschlechtstheilen eine runde zwei Zoll lange Narbe.

Polizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände.

Es sind folgende Gegenstände gefunden und hierher abgeliefert worden. ,

ein goldenes Medaillon, ein schwarzer Gummi-Gürtel, ein Hauptschlüffel, ein Federmesser und em gelblichbrauner Pinscher- Hund (zugelaufen.)

Die Eiaenthümer haben sich baldigst zu melden. , ,

Gießen den 2. April 1855. Der Großherzogliche Polizei - Commissär der Provinztal-Hauptstadt Gießen :

B L. Nover.