Anzeigeblatt
der
Stadt und des Regierungsbezirks Gießen.
ÄZ. Sonnabend den 5. Juni
Erscheint wöchentlich zwei Mali Mittwoch und Sonnabend. — Preis des Jahrgangs für Einheimische t ff. 30 kr., für Answärtige inet Postaufschlags 1 ff. 39 kr. — Auswärts abonnirt man sich bei allen Postämtern. In Gießen bei der Erpedition fEanzleiberg Lil. B. Nr. 1.) — Einrückungsgebühr für die gespaltene Corvuszeile 3 kr.
Anzeigen aus verschiedenen Schriften die gespaltene CorpnSzeitc 3 kr.
Amtlicher T h e i l.
Bekanntmachung, eine mit der Königlich Dänischen Postvmvaltmig getroffene Uebereinkunst bezüglich der Erleichterung des Correspondenzverkehrs betreffend.
Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung vom 1t. October 1851, Regierungsblatt Nr. 36, wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß die dort unter 1 erwähnten Bestimmungen bezüglich der Correspondenz nach den dänischen Inseln und Colonien nachstehende Modificationeu erlitten haben :
1) Die dänischen Inseln Anholt, Bornholm und Christiansöe gehören zum dänischen Postgebiet und sind die betreffenden Briefe nach den für das Königreich Dänemark geltenden Bestimmungen zu behandeln.
2) Die Correspondenz nach Island kann bis Kopenhagen frankirt oder unfrankirt abgcsendet werden. Für die gelegentlich stattfindende Beförderung von Kopenhagen auS wird eine besondere Gebühr zur Zeit nicht erhoben. ~
3) Die Correspondenz nach den Faröer-Jnseln, Grönland, sowie nach den dänischen Colonien in Westindien (St. Croir, St. Thomas und St. Jean) muß bis Kopenhagen frankirt werden.
4) Die an der Küste von Guinea gelegenen Forts Christiansborg und Fredensborg sind an Großbritannien abgetreten worden und gehören zu den britischen Colonien.
Darmstadt den 3. Mai 1852.
Großherzoglich Hessische Oberpost - Jnspection.
G o l d m a n n.
vdt. Bessunger.
Offizielle
Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großterzog haben am 6. April dem pensionirten Obersten Ludwig Besserer das (Som* thurkreuz zweiter Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen allergnädiast verliehen.
Ermächtigung zur Annahme eines fremden Ordens. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben dem Geheimen Archivar Baur zu Darmstadt die Erlaubnis? zur Annahme und Tragung des ihm von Sr. Majestät dem Könige von Württemberg verliehenen Ritterkreuzes des Ordens der Württembergiichen Krone zu erthcilen geruht,
Characterverleihungen. Am 21. April wurde dem Substituten des General-Staatsprocurators an dem Oberappellations- und Cassations- Gericht zu Darmstadt Generaladvocaten Dr. Jacob Dernburg der Cha- rckt-r als Geheimer Justiz-Rath verliehen. — Unterm 3. Februar wurde Dr. Carl Weil zu Wien zum General-Consul daselbst ernannt.
Namensveränderung. Am 21. April wurde dem Adoptivsohne des Clgarren-Fabrlkanten Louis Heinrich Besuch ö zu Offenbach August Otto Kreis gestattet, künftig den Namen ,,53eau d, e" zu führen.
Ertheilung eines Patents. Am 10. April wurde dem Joseph Watremez zu Aachen für den ganzen Umfang des Großherzogkhums und auf die Dauer der nächsten fünf Jahre das ausschließliche Recht, die von ihm erfundene, durch Zeichnung und Beschreibung näher erläuterte Vorrichtung an Dampfkesseln, um dem Erplodiren derselben vermittelst hörbaren Signalisirens vorzubeugen, in Anwendung bringen zu dürfen, erlheiit.
Dienstnachrichten. Am 25. Februar wurde dem Hauptstaatskaffe- Buchhalter Ludwig Gottfried Bon Hard die Nebenstelle eines Controleurs bei der Hauptstaatskaffe übertragen; am 13. März wurde dem Pfarrver-
Nachrichten.
weser Heinrich Christian Jung von Rüsselsheim die evangelische Pfarrstelle zu Großwinternheim, im Reg.-Bezirk Mainz, und am 18. März dem Pfarrer Heinrich Heyer zu Trebur die evangelische Pfarrstelle zu Ober- ramstadt, im Reg -Bezirke Dieburg, übertragen; an demselben Tage wurde der Kanzleigehülfe Wilhelm Groß zu Darmstadt zum Kanzlisten bei dem Ober-Consistorium ernannt; an demselben Tage wurde der Ortseinnehmer und Chausseegeldcrheber Kaspar Magel zu Friedberg zum Obersteuerboten für den Bezirk Mainz, und der Obersteueibote Franz Budde zu Michelstadt zum Ortseinnehmer und Chauffeegclderheber zu Friedberg ernannt; am 18. März wurde der Revierförster Freiherr Robert von Lehmann zu Oberroden zum Revierförster für das Fornreviec Dieburg, der Revierförster Wilhelm Steitz zu Waldmichelbach zum Revierförster für das Forstrevier Dodenau und der Forsteandidat Carl Trautwein aus Maar zum Revierförster für das Forstrevier Dudenhofen, sodann am 19. Marz der Forsteandidat Jacob Seeg ec aus Rimbach znm Rcvierförster für das Forstrevier Lindenfels, am 20. März der bisherige standeshcrrliche Revier- forster Ernst Schleuning zu Bullau zum Revierförster für das Forstrevier Waldmichelbach, am 21. März dec Fo stcandidat Rudolph Prätorkis aus Schotten zum Revierförster für das Forstrevier Rimbach, am 22. März der Forstcandidat Wilhelm Bott aus Gießen zum Revierförster für das Forstrevier Höchst, am 23. März der orstcandidat Hermann Theobald aus Darmstadt zum Revierförster für das Forstrevier Cid), und am 24. März der Forstcandidat Ernst Morneweg aus Alsfeld zum Revierförster für das Forstrevier Lichtenberg ernannt; am II. Juli 1851 wurde der Bürger und Uhrmacher Heinrich Fuldner zu Wimpfen als Postexpeditor daselbst bestätigt.


