Ausgabe 
25.12.1850
 
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Besondere Bekanntmachungen.

2588) Gießen.

Aufforderung

Der Mangel an Ranm zur Aufbewahrung älte- der Gerichtsacten macht es nothwendig, alle die­jenigen Acten zu entfernen, bei deren ferneren Auf­bewahrung sich kein besonderes Interesse ergibt.

Mit Rücksicht hierauf hat eine Ausscheidung der entbehrlichen älteren Civil- und Criminalacten Gr. Hofgerichts der Provinz Oberhessen bis zu dem Jahr 1860 nach Maasgabe der bestehenden Vor­schriften stattgefunden und ist deren Vernichtung bestimmt worden.

Um jedoch jedem denkbaren Nachtheile dieser Ver­fügung für die Betheiligten zu begegnen, sieht sich die unterzeichnete Behörde veranlaßt, ein Verzeich- niß der zur Vernichtung bestimmten Acten in Gr. Hofgerichks-Registratur zur Einsicht offen zu legen und alle diejenigen, welche bei der ferneren Aufbe­wahrung jener Acten ein Interesse zu haben glau­ben, hierdurch aufzufordern, ihre vermeintlichen Rechte binnen einer Frist von vier Wochen, von der Zeit

an gerechnet, wo diese Ladung zuerst in öffenilichen Blättern erscheint, dahier durch einen gehörig zu bevollmächtigenden Anwalt aus der Zahl der dahie- sigen Hvfgerichts-Advocaten geltend zu machen ober zu erwarten, daß nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist mit der beschlossenen Acten-Vernichtung, ohne weitere Rücksicht vorgeschritten werden wird.

Gießen am 6. December 1850.

Gr. Hess. Hofgericht der Provinz Oberhessen.

Klipstein. I)r Kraft.

vdt. Dr. Zimmermann, Hofg.Secr.-Accessist.

2638) Gießen. Der Pfandschein Nr. 22246, über einen blauen Oberrock und eine silberne Taschen­uhr lautend, ist angeblich verloren worden. Da nun der Verpfänder das Pfand einlösen will, so werden Diejenigen, welche etwa Ansprüche an jenen Schein bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als sonst das Pfand ohne Weiteres verabfolgt werden wird.

Gießen den 23. Decbr. 1850.

Die Pfandhausverwaltung Bieler. Pfeil.

Versteigerungen.

Versteigerung non Straßenarbeüen.

Die zur Unterhaltung der Staats- und Provinzialstraßen in dem Baubezirk Gießen für das Jahr 1851 erforderlichen Arbeiten, bestehend in dem Brechen, der Beifuhr, dem Aussetzen und dem Zerschla­gen der Steine und in den Handarbeiten, sollen an den nachbcnamiten Tagen und Orten an die We- uigstsordernden versteigert werden und zwar;

I. Freitag den 3. Januar 1851,

Vormittags 10 Uhr, in dem Rathhaus zu Lauggöns für die Straße von Butzbach bis durch die Lindner Mark, für die Straße von Pohlgöns bis zur Königl. Preußischen Grenze und für die Straße von Langgöns nach dem Steinbruch am Neuhof.

H. Samstag den 4. Januar,

Vormiltags 10 Uhr,

i ^e11 j'n Heisse des Wirth Rinn für die Straße von der Lindner Mark über Gießen bis zur Wiesecker Gemarkungsgrenze, für die Straße von Kleinlinden bis zur Königl. Preuß. Grenze und für die Straße von Gießen bis zur Rodheimer Gemarkungsgrenze.

Hk. Montag beit 6. Januar,

Vormittags 10 Uhr,

kmln dem Gasthaus zur Krone für die Straße von der Gießen-Wiesecker Gcmarkungsgrenzc über Lollar bis zur Kurhess. Grenze. 1

IV. Dienstag den 7. Januar,

L , Vormittags 10 Uhr,

3 ein m ) ui dem Hause des Wirths Paulus Gerhard für die Straße von Gießen gegen Lich.

V. .Mittwoch den 8. Januar,

1llf. , r _ Vormittags 10 Uhr,

auf der Gansenburg für die Straße von Gießen bis Lindenstruth

VI. Donnerstag den 9. Januar,

»cV'Ter ®$(lcrl,ac$ iür die Straße von Gießen nach Gladenbach und

Gießen den 20 $ December jg5®emavfuil0§,W bis zurKönigl. Prcuß. Grenze jenseits Frankenbach.

p december 1850. Der Gr. Krelsbaumeistcr des Baubezirks Gießen