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1222) Lübeck,

Beichte rrsweeth!

Wie und wo man für 8 Thaler Pr. Courant in Besitz einer b a a r e n Summe von ungefähr

Jiveimalhun-ert tausend Thalern

gelangen kann, darüber ertheilt das unterzeichnete Commissions-Büreau unenlgeldlrch nähere Auskunft. Das Büreau wird auf desfallsige, bis spätestens den 15. Juli d. 3. bei ihm eingehende frankirte Anfragen prompte Antwort ertheilen, und erklärt hiermit ausdrücklich, daß, außer dem daran zuwenden­den geringen Porto von Seiten des Anfragenden, für die vom Commissions-Büreau zu ertheilende nä­here Auskunft Niemand irgend etwas zu entrichten hat.

Lübeck, Juni 1850. Lommissions-Düreau,

Petri-Kirchhof M 308 in Lübeck.

1322) Gießen. Einem verehrten Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich mich dahier als Zimmermeister etablirt habe und alle in mein Geschäft einschlagende Aufträge auf das Pünktlichste ausführen werde.

Meine Werkstätte ist der frühere Zimmerplatz des Herrn Bast Balthasar Arnold,

wohnhaft in der Sandgaffe,

Lit. D. Nr. 130.

1302) Gießen.

Wohnungsverändernng.

Ich beehre mich hiermit ergebenst anzuzeigen, daß ich meine seitherige Wohnung auf dem Neuen­weg verlassen habe, und jetzt im Hinterhause der Frau Hofkammerrath Hofmann am Seltersthor wohne.

Gießen am 19. Juni 1850.

Körner, Gr. Geometer.

1311) Gießen. Mehrere Schreinergescllen können auf Möbel dauernde Beschäftigung erhalten bei B. Jungel, Schreinermeister,

Lit. B. M 60.

1312) Gießen.

Ausländische Zins - Coupons und verlooste Obligationen welche am 1. Juli zahl­bar sind, werden zum höchsten Cours auobezahlt von N. B u d g e.

1317) Gießen. Mehrere Gehülfen, die im Oelfarbe-Anstreichen geübt sind, finden sofort Be­schäftigung bei F. C. Loos,

Lakirer.

1323) Gießen. Eisenbahnarbeiter und na­mentlich Steinschläger können auf der Station von Gießen bis Lollar Beschäftigung finden, der Lohn ist von 38 bis 42 kr. Lusttragende können sich bei Philipp Deibel in Wieseck melden.

1308) Gießen. Am verflossenen Mittwoch ist auf der Heuchelheimer Mühle ein aus Haaren ge­flochtenes Armband verloren worden; das Schlöß­chen desselben stellt einen Schlangenkopf vor. Der redliche Finder wird gebeten solches gegen eine Be­lohnung an die Erped. d. Bltts. abzugeben.

' 1289) Gießen. Zum Frankfurter Journal werden Mitleser gesucht. Näheres bei Ausgeber dieses Blattes.

1305) Gießen. Es wird ein Mitleser zur Oberpostamtszeitung in der Nähe des Wall- thors gesucht. Näheres sagt die Erped. d. Blatts.

1301) Gießen. Ein Mitlcser für das Frank­furter Journal wird in der Nähe des Marktplatzes gesucht. Bon wem? sagt die Erped. d. Bl.

1321) Gießen. Samstag den 22. Juni, Nach­mittags 4 Uhr, findet ein

Pistolen-Scheibenscbiessen auf dem Hardlhofe statt, wozu ich alle Freunde desselben einlade. Wilh. Stein,

Büchsenmacher.

1298) Gießen. Es ist eine merkwürdige Sache mit der Verwaltung unserer städtischen An­gelegenheiten. Statt, daß man einem des Verdienstes bedürfenden und würdigen Manne helfen sollte, läßt man den Abbruch der hiesigen Lahnbrücke unter der nochmaligen öffentlichen Bekanntmachung, daß die Soumisston kein befriedigendes Resultat gehabt hätte, obgleich die geforderte und auch bereits von sicherer Seite geleistete Caution vorhan­den war, schleunigst nochmals ohne öffentliche Bekanntmachung versteigern, und ertheilt auch momentan den Zuschlag, um oben benannte Arbeit einem andern zuzuweisen. Nach der nunmehr ab­gehaltenen Versteigerung begab sich der unterzeich­nete Bürger und Mitübernehmer H. Rothauge auf das Rathhaus um den Grund derselben zu erfragen, worauf er von dem Herrn Bürgermeister-Vicar zur Antwort erhielt, daß der Rachhausdiener Moll zur Kenntnißnahme in sein Haus geschickt worden, und so dann, da keine Erklärung von ihm erfolgt sei, die Genehmigung von dem Gemeiuderath ercheilt worden wäre. Dieses ist Unwahrheit, denn Roth­auge konnte keine Erklärung abgeben, da Ralhhaus- diener Moll nicht bei ihm war. Unterzeichneter erbot sich, die Arbeit um 100 Gulden billiger zu übernehmen, allein es blieb bei dem Alten. Warum mußte man denn gerade mit der Vergebung dieser Arbeit so eilen. Den Grund zur Beurtheilung über­lassen die Unterzeichneten Jedem vernünftig Denkenden.

Justus Kann. H. Rothauge.