Ausgabe 
16.10.1850
 
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2188) Gießen. In einer der Hauptstraßen ist ein Specereigeschäft zu vermiethen. Das Nä­here sagt die Erped. d. Bl.

2200) Gießen. Ein möblirtes Zimmer mit Cabiuel ist zu vermiethen bei

Wilh. Rühl, in der Flügelsgaffe.

2210) Gießen. Das bisher von Hrn. Rendant Bieler bewohnte Logis auf dem Seltersweg bei Dotenmeister Schäfers Wittwe ist anderweit zu vermiethen und alsbald beziehbar.

2198) Gießen. Die Wohnung im ersten Stock meines Hauses, 5 Zimmer, 2 Cabinette, Küche ic. enthaltend, ist zu vermiethen und bis Ende d. I. beziehbar. Emil Pi stör. '

Vermischte Nachrichten.

2202) Frankfurt.

Agenturgefuch.

Für ein überall leicht zu betreibendes Ge­schäft, welches namentlich bei zahlreicher Bekannt­schaft sehr ausgebreitet werden kann, werden tbä- tige und reelle Agenten gegen 3873% Provision Bewilligung gesucht und Anmeldungen unter J. 8. M, 1 post restante in Frankfurt a. M. franco erbeten.

2211) Gießen. In dieser Woche lasse ich eine Wiese am langen Stege tiefer legen und kann daher der Wagen ganz guter Erde zu 12 kr. von den Taglöhnern dorten geladen werden.

Joh. Heinr. Dusch, im Garten.

2201 Gießen u. Darmstadt.

Allgemeine Militäe - Stellvertretungs-Anstalt

des Dr. jur. Friedrich Vogel«

Hauptbüreau: Darmstadt, Grasenstraße E 158.

Die Geschäftsleitung der 1850r. Assecuranz-Gesellschaft, welche ich im Verein mit Herrn Schwarz ins Leben gerufen hatte, ist seit Ende April d. I. mir allein mit voller Verantwortlichkeit überlassen worden.

Ohne daß die Betheiligten dadurch berührt wurden, hatte jener Uebergang nur die Vereinfachung des Geschäftsbetriebs bei zweckmäßig veränderter Buchführung zur Folge; darin, daß die damals 234 Mitglieder zählende Gesellschaft sich rasch bis auf 452 vermehrte, darf ich wohl einen erfreulichen Beweis des Vertrauens in eine gewissenhafte Erfüllung meiner Pflicht erblicken.

Nach dem Ergebniß der Looszichung wird das in der Depositenkasse der allgemeinen Rentenanstalt dahier hinterlegte Gesellschaftskapital zur Deckung der Kosten der für die Gesellschaft zu stellenden Ein­steher, wenn nicht außerordentliche Fälle eintreten, wohl hinreichen. Soviel an mir liegt, soll nichts ver­säumt werden, was das Interesse der Gesellschaft fördern kann.

Für die in der Gesellschaft nicht Versicherten, welche ein Marschloos gezogen haben und sich ver­treten lassen wollen, ist von mir die Veranstaltung getroffen, daß sie auf die sicherste und bequemste Weise Einsteher um angemessene Preise bei billigster Provisionsberechnung erhalten: die Satzungen hierüber sind bei den Herren Geschäftsführern der Anstalt zu beziehen. Baldigste Anmeldung liegt im Interesse derer, die vertreten sein wollen. (Hierbei nur die kurze Mittheilung, daß im Lause dieses Jahres bis jetzt 109 Militärstellvertretungen durch mich vermittelt, resp. geordnet worden sind.)

Für die 1851r. Assecuranz-Gesellschaft, welche die im Jahre 1851 zur Musterung kommenden Leute ausnimmt, von welchen bereits ansehnliche Meldungen vorliegen, werden die Satzungen erst gegen Ende dieses Jahres ausgegeben, weil eine srühere Ausgabe nicht nöthig erscheint und aus den Erfahrungen des gegenwärtigen Jahres wesentliche Verbesserungen in die neuen Statuten fließen sollen, wodurch sie sich von den seit 2 Monaten bereits circulirenden Statuten der neu entstandenen Schwarzischen Anstalt, die den früheren von mir verfaßten gleichen, vielfach unterschieden werden.

Diese neue Anstalt des Herrn Schwarz steht mit der meinigen in durchaus keiner Beziehung und bitte ich dies um so mehr beachten zu wollen, als es mehrfach vorgekommen ist, daß von Seiten des Herrn Schwarz an solche, in deren Auftrag ich mit ihren Stellvertrctuugsangelegenheiten bereits beschäftigt war, die Aufforderung erging, auf seinem Büreau zu erscheinen. (Die schriftlichen Nachweise hierüber liegen vor.)

Mit Ausnahme des Hrn. Werke in Mainz, für welchen Herr Casimir Faust daselbst eintritt, haben die seitherigen Geschäftsführer der früher gemeinschaftlichen Anstalt, die Einladung des Hrn. Schwarz, für ihn thätig zu sein, abgelehnt und werden fernerhin die Geschäfte der von mir geleiteten allgemeinen Militär-Stellvertretungs-Anstalt in ihren resp. Bezirken besorgen und zwar im Regierungsbezirk Gießen Herr Kaufmann Franz Peppler zu Gießen, an welchen die Interessenten sich zu wenden belieben und Zahlungen gültig geleistet werden können.

Darmstadt den 1. October 1850.

Friedrich Vogel, Dr. jur.

Auf Vorstehendes Bezug nehmend, lade ich die in der Assecuranz-Gesellschaft nicht Versicherten, wel­che sich vertreten lassen wollen, ein, von den für sic geltenden Bestimmungen baldigst bei mir Kcnntniß zu nehmen. Bei verspäteten Anmeldungen lassen sich manche Nachtheile nicht verhüten.

Gießen den 12. October 1850. Franz Peppler

(Hierzu eine Beilage.)