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754) Gießen. Das
Scheibenschießen
auf dem Hardthofe findet vom 17. d. Mts. an, (Nachmittags 4 Uhr) jeden Mittwoch statt, welches mit dem Bemerken zur öffentlichen Kennt- niß gebracht wird, daß auch solche Herren, welche nicht Mitglieder der Gesellschaft sind, an den Schießübungen Theü nehmen tonnen.
Gießen den 10 April 1850. _ f
Der Vorstand der Schutzengesellschaft.
681) Gießen. Einem verehelichen Publicum zeige ich ergebenst an, daß ich mich als Schuhmachermeister dahier etablirt habe. Indem ich iTa= her zu jeher Zeit für geschmackvolle und dauerhafte Arbeit Sorge tragen werde, glaube ich mich der Hoffnung hingeben zu dürfen, mit recht zahlreichen geneigten Aufträgen beehrt zu werden.
Gießen den 5. April 1850.
Nicolaus Wendel, wohnhaft im NebenhäuSchen des Buchbinder H. Hofmann.
759) Gießen. Einem verehrten Publikum mache ich die ergebene Anzeige, daß ich mich als Herrnkleidermacher dahier etablirt habe. Ich werde für Fertigung moderner, dauerhafter Arbeit stets besorgt sein und bitte deshalb nm geneigte Auftrage.
Gießen den 10. April 1850.
Jean Retter, wohnhaft bei Herrn Spengler Löber in der Weidgasse.
733) Gießen.
Sommer - Wirthschaft.
Der Unterzeichnete erlaubt sich zur allgemeinen Ker.ntniß des verehrlichen Bier trinkenden Publikums zu bringen, daß er in der diesjährigen Sommer- Wirthschaft im Jahreis'schen Garten dahier, welche mit dem vergangenen 7. April ihren Anfang genommen hat, Lagerbier ans der Bierbrauerei von F. C. Ikenker & C°mp. verzapfen wird und sieht einem recht zahlreichen Zuspruch entgegen. E. Wirth.
756) Steinbach. Derjenige, welcher in der Nacht vom zweiten auf den dritten Osterseiertag in dem Gasthaus zum Einhorn in Steinbach die Geldbüchse der dort spielenden Musik aus Versehen mitgenommen hat, wird ersucht, dieselbe wieder dort selbst qbzuliefern, widrigenfalls dessen Name veröffentlicht «erden wird. Caspar Horn, Musiker.
706) Grünberg und Offenbach. Um den Abnehmern meiner bekannten Talgseife in der Umgegend von Grünberg den Bezug derselben zu erleichtern, so zeige ich hiermit an, daß Hr. W. Groos in Grünberg von mir veranlaßt, bereit ist, die mir bestimmten Aufträge, mit denen man sich für die Folge an denselben wenden wird, mit aller Pünktlichkeit auszuführen. Hr. Groos ist in den Stand gesetzt, die Aufträge unter Zuziehung der Fracht, mit mir zu gleichen Preißen auszuführen, und hat
man bei Beziehungen von demselben den Vortheil, meine Seife bis zu 50 Pf. auch selbst bis zu 25 Pf. herab, also in kleineren Quantitäten zu erhalten, als ich solche von hier versenden kann.
Offenbach im April 1850.
C. Nauman n’ ö Seifenfabrik.
In Bezug auf vorstehende Anzeige bin ich bereit die mir eingehenden Aufträge auf die bekannten Seifenfabrikate der besagten Fabrik mit aller Sorgfalt und zu gedachten Bedingungen auszuführen, und sehe ich daher recht zahlreichen! Zuspruch entgegen.
Grünberg im April 1850. W. Groos.
749) Gießen.
Die Sache scheint in Ordnung zu sein.
Herr I. Reiberl Sie haben endlich Rechnung gestellt; wir wollen prüfen, ob sie auch so ganz in der Ordnung ist. — Die Rechnung stellten Sie in der Eile au einem Tage, Ostersamstag, wo z. B. den Landmeistern nicht die Gelegenheit gegeben war, der Abhör derselben beizuwohnen. Ist dies in seiner Ordnung?
Unter b) IV. Ihrer Erwiderung, Nr. 28 des Anzeigeblatts, berechnen Sie jährliche Miethe für die Zunftstube, welche eine gewöhnliche Wirihsstube ist, zu welcher Jedem der Zutritt freisteht, uud in welcher wir einmal zusammen waren, 10 fl. Wie dies? n r
Unter b) VI. setzen Sie 7 fl. Honorar für die beiden Zunftmeister an, während doch beide nach früheren justificirten Rechnungen nur 4 fl. 30 fr. bcansprechen können. — Was die „Liquidation" betrifft, so ist es wahrlich eine schöne Wirthschaft, wenn der Zunftmeister Ausstände aus 1846, 47, 48 in seinem Dienstjahre 1849 nicht beizulreiben sucht. Weiter erklären Sie, Sie hätten die Freiheit, ob Sie eine Versammlung der Zunft während eines Jahres veranlassen wollten oder nicht. Jeder wird einsehen, daß die Geschäfte einer vereinigten Gesellschaft während eines ganzen Jahres gewiß eine Berathuug nöthig machen werden. Zum Schlüsse unserer Ecklärung wollen wir nur noch die Beruhigung ausdrücken, daß unsere Aufforderungen den erfreulichen Erfolg haben werden, für die Zukunft nicht ähnliche, wie vorgefallenc, Mißstände zu rügen. Wie ist es mit dem eingestandenermaßen übriggebliebenen Gelbe zu der ersten Reise nach Offenbach?
Mehrere Meister.


