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Polizeiliche Bekanntmachung.
Gefundene Gegenstände.
Ein Paar alte Knabenschuhe, ein Schlüssel, ein Hahn von weißer Farbe (aufgefangen), ein Stück von einer silbernen Schnalle, ein silberner Messergriff, eine Tabakspfeife und ein Sacktuch mit einigem Silbergeld, sind gefunden auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden.
Gießen am 11. Juni 1850.
Edictalladung.
1053) Grünhprg. Auf dem Vermögendes Georg Maus und dessen Ehefrau Anna Eiisabetha geborne Linker, von Rüddingshausen haften folgende durch Hypotheken versicherte Kapitalien und Kaufschillingsforderungen :
1) 150 st. Darlehn bei der Pfarrwittwenkaffe zu Gießen contrahirt von Georg Maus und dessen Frau am 1. April 1802 gegen generelle, auch spe- cielle Verpfändung von 21 Grundstücken
, 2) 55 st. Darlehn bei Joh. Heinrich Dietz, Gerichtsschöffen Sohn zu Rüddingöhaufen, contrahirt von Jacob Wagners Eheleuten von Rüddingshausen am 20. Mai 1802 gegen Verpfändung von 13 Grundstücken.
3) 60 fl. Darlehn bei der geistlichen Wittwen- kasse zu Gießen, contrahirt von Johannes Maus und dessen Frau am 11. April 1815 gegen Verpfändung von 15 Grundstücken.
4) 10 fl. 10 fr. Kaufgeld bei Wilhelm Nikolaus Kinder zu Rüddingshausen aus einer am 8. Juni 1819 abgehaltenen Versteigerung derselben.
5) 11 fl. 10 fr. Kaufgeld bei Joh. Urb zu Rüddingshausen aus einer am 26. Juli 1833 abgehaltenen Güterversteigerung derselben.
6) 3 fl. 10 fr. Kaufgeld bei Johann Heinrich Müller's Eheleuten zu Rüddingshausen aus einer nm 28. December 1832 abgehaltenen Güterversteigerung.
Da die Tilgung dieser Schulden nicht nachgewiesen, jedoch von dem durch General-Nachhypo- thef sicher gestellten Gläubiger David Löwenstein von Rüddingshausen behauptet und der Fortbestand der constituirten Hypotheken widersprochen wird, so werden alle diejenigen, welche aus jenen Einträgen Rechte herleiten wollen, ausgesordert, ihre Ansprüche binnen 60 Tagen de dato so gewiß dahier anzuzeigen und urkundlich zu begründen, gegenfalls dem gestellten Antrag gemäß die Tilgung der deßsall- stgen Forderungen unterstellt und die Einträge im Pfandbuch gelöscht werden.
Grünberg den 13. Mai 1850.
Gr. Hess. Landgericht
Welcker. Thaler.
Besondere Bekanntmachungen.
1226) Gießen. Das 1. Ziel der Eommunal- steuer für 1850 ist binnen 8 Tagen zur hiesigen Stadtkasse zu bezahlen.
Gießen den 11. Juni 1850.
Der Stadtrechner Enders,
Versteigerungen.
1224) Gießen.
Montag den 29. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dahiesigem Rathhaus die dem Christian Dechert dahier zustehende zwei Aeckcr, als:
Grundb. mKlftr.
4%5? U'ss 54 Acker auf dem Sand, 4+/22S 296 Acker in der Lichtenau,
öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen den 10. Juni 1850.
Der Beigeordnete Rühl.
1237) Gießen.
Versteigerung von Maurerarbeit bei der Stadt Gießeu.
Montag den 17. Juni l. I., Vormittags 9 Uhr, soll die Herstellung eines Theils der Futtermauer des Stadtgrabens am Busch'schen Brauhause, veranschlagt zu 21 fl. auf dem Rathhause dahier an den Wenigstnchmenden vergeben werden.
In diesem Termin soll zugleich der Traglohn von der Zimmer- und Maurerarbeit an dem Wehr an den Wenigstfordernden vergeben werden.
Gießen den 11. Juni 1850.
Der Beigeordnete R fi h l.
1211) Gießen.
Grasversteigerung bei der Stadt Gießen. Das Heugras von den städlischen Wiesen soll Dienstag den 18. u. Mittwoch den 19. Juni l. I. von Morgens 8 Uhr an, öffentlich versteigert werden, und zwar
Dienstag den 18. Juni, von den Wiesen vor der Neustadt, am Neuweger- thor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthale und Hegstrauch; und
Mittwoch den 19. Juni, von den Ochsenwiesen, den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzenmorgen, im Altentisch und Fernewald.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungsfrist bis 1. October d. I. gestattet.
Die Zusammenkunft ist den ersten Tag am Neu- städterthor und den zweiten in den Ochsenwiesen.
Die Herren Bürgermeister der umliegenden Orte werden ersucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen.
Gießen am 6. Juni 1850.
Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl.


