Ausgabe 
12.1.1850
 
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Man ersucht die Herren Bürgermeister dies im Interesse ihrer Ortsangehörigen denselben auf orts­übliche Weise zur Kennlniß zu bringen.

Wieseck den 4. Januar 1850.

Der Bürgermeister Seibert.

19) Gießen.

Verkauf eines Geschäftshauses in Gießen.

Das von mir erkaufte, völlig neu eingerichtete, -mit einem schönen geräumigen Laden versehene, ehemals Hoch'sche Haus, auf der Mäusburg gele­gen , werde ich

Montag den 14. Januar 1850, Nachmittags 2 Uhr, öffentlich auf dem Rathhause an den Meistbietenden, unter sehr vortheilhaften und langsichtigen Zahlungs­terminen, versteigern lassen.

Dieses Haus ist wegen seiner sehr günstigen Lage, namentlich für Gewerbtreibende, vorzüglich geeignet und hat solche Räumlichkeiten, daß jetzt an 3 Familien vermiethet ist.

Gießen den 31. December 1849.

Joh. Balth. Noll.

F e i l g e b o t e n.

69) Gießen.

FiLzsch uhe, um damit aufzuräumen, zu herabgesetzten Preisen bei M. Heß.

67) Gießen. Zwei neue Claviere von Tafel­form stehen allhier billig zu verkaufen oder zu ver- miethen. Näheres in der Erped. d. BlttS.

20) Gießen.

In Lit. C. Nr. 115 stud 2 gute Ziegen billig zu verkaufen.

68) Gießen. (Sine neue Auswahl Ball- Bouquetts habe ich erhalten. M. Heß.

56) Gießen. Trockenes Buchen - Scheidholz, Hafer und Stroh ist zu haben bei Gg. Lampus, Lit. C Nr. 1 am Kreuz.

61) Gießen. Ein guter Hofhund ist zu ver­kaufen. Ausgeber d. Bltts. sagt wo.

Zu vermiethen.

55) Gießen. Das Logis, welches seither Herr Spengler Marr bewohnte, ist anderweit zu vermiethen und ani 1. April zu beziehen.

Job. Jacobi, Schreinermeister.

2379) Gießen. Lit. A. Nr. 84 auf dem Asterweg ist eine Familienwohnung zu vermiethen und kann sogleich bezogen werden.

25) Gießen. In meinem neu erbauten Hause vor dem Nenenwegerthor ist der erste und zweite Stock zu vermiethen; jeder bestehend aus 4 anein­anderstoßenden Zimmern, Kammern, Küche, Keller, Theil am Boden, Mitgebrauch der Waschküche und verschlossener Holzremise. Gottl. Strauch, Maurermeister.

47) Gießen. Ein Laden am Lindenplatz ist zu vermiethen. Das Nähere bei

E. Meyer, Spenglermeister.

Vermischte Nachrichten.

65) Gießen. Der Landmann, welcher am 18. v. Mts. in meinem Laden 2 Paguet Tabak kaufte und bei dieser Gelegenheit einen ledernen Beutel, mit ohngefähr 8 fl. aus Bersehen mitnahm, wird gebeten denselben binnen 14 Tagen wieder bei mir abzuliefern, indem derselbe einem unbemit­telten Müllerburschen angehört. Die Zurückgabe erwarte ich um so eher, da ich andernfalls gericht­liche Verfolgung gegen ihn eintreten lassen müßte.

Man ersucht die Herren Bürgermeister dies ge­fälligst auf ortsübliche Weise ihren Ortsangehörigen bekannt zu machen.

Gießen den 10. Januar 1850.

I. A. Busch am Kreuz.

66) Gießen. Meine Annonce im letzten Wochen­blatt Nr. 3 nehme ich aus besonderer Veranlassung hiermit zurück.

Gießen den 11. Januar 1850.

H. Hoffmann, Buchbinder.

60) Gießen.

Bierbimnerei boierischer Methode.

Künftigen Sonntag den 13. d. Mts., nach beendigtemNachmit^ tagsgottesdienste, beginnt in unserem Wirthschaftslocal der Kleinverzapf des in unserer Bierbrauerei gebrau­ten Lagerbiers.

F. L. Renk er & Comp.

49) Gießen. Agenten, welche geneigt sind, den Absatz eines Artikels zu überneh­men, der einen effektiven Gewinn von 28 Pro­cent für sie abwirft, wollen ihre Adresse unter A. B. C. in Harburg bei Hamburg franco abge­ben, oder Näheres bei der Erped. d. Blattes erfragen.

72) Gießen. Wenn gleich das Inserat unse­res Schwagers Hoffmann Unwahrheiten und Ent­stellungen enthält, so erklären wir dennoch, unserer alten Mutter wegen, die Sache auf sich beruhen zu lassen. Karl u. Wilh. Dauernheim.

In der auf Samstag den 1. Dee. vor. Jahrs zur Errichtung einer Volksbibliothek eingeladenen Versamm­lung wurde für gut befunden, daß wir beide allein es übernähmen mit Hülfe freiwilliger Beiträge Bücher in dem von uns ausgesprochenen Sinne und zu obi­gem Zwecke anzuschaffen. Die so zu errichtende Bi­bliothek sollte dann gegen ein geringes Abonnement Jedermann zur Benutzung offen stehn; wir aber von der Verwendung des uns anvertrauten Geldes u. der weiteten Führung der Sache öffentlich Rechenschaft ablegen.

Indem wir dies, durch verschiedene Umstände ver­hindert, erst jetzt zur allgemeinen Kenntnis; bringen, bitten wir Alle, welchen diese Sache am Herzen liegt, uns durch freundliche Gaben an Geld oder Zugche- rung von regelmäßigen Beiträgen, zu deren Entgegen­nahme die Erpediiivn dieses BlatteS bereit ist, gütigst zu unterstützen. Em. Steinmetz, cand. theol.