Ausgabe 
11.9.1850
 
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1901) Darmstadt u. Gieße n.

Militär - S'tellvertretungs - Anstalt von Carl Schwarz, Rhcinstraße Lit. E. Nr. 5.

Indem ich hierdurch zur öffentlichen Kenntniß bringe, daß ich mich von Herrn Dr. jur. Vogel,mit dem ich bisher die allgemeine Militär - Stellvertretungs-Anstalt in Gemeinschaft leitete, getrennt habe, verbinde ich damit die Anzeige, daß ich unter heutigem Datum, eine Militär-Stellvertretungsanstalt aus alleinige Rechnung dahier gegründet habe, deren Hauptzweck ist, für jedes laufende Conscripkionsjahr denjenigen Dienstpflichtigen, die einen Stellvertreter wünschen, tüchtige Einsteher zu beschaffen und die Verträge mit denselben, den bestehenden Gesetzen gemäß, abzuschließen.

Für diejenigen Dienstpflichtigen, die bereits in diesem Jahr ein Marsch loos gezogen und noch vertreten sein wollen, bilde ich eine besondere Gesellschaft, die auf Gegenseitigkeit gegründet, dem Einsteller die Sicherheit gewährt, daß er nicht, durch etwaige Desertion oder schlechte Aufführung der für ihn eingetretene Einsteher, in großen Schaden kommen kann. Die Statuten besagen das Nähere darüber. Mit dieser Militärstellvertretungsanstalt verbinde ich zugleich eine Assecuranzanstalt, die, nach dem Grundsätze der Gegenseitigkeit, den Consriplionspflichtigen vor der Loosziehung die Sicherheit ge­währt, daß, bei etwaiger Ziehung eines Marschlooses, sie jedenfalls einen Einsteher erhalten und zwar zu einer viel geringeren Summe, dadurch, daß bei einer bestimmten Anzahl Gesellschastsmitglieder immer ein kleiner oder größerer Th eil sein wird, die Freiloose ziehen. ,

Hierzu können die im Jahr 1851 zur Ziehung kommenden Conscriptionspflichtigen sich jederzeit bei mir oder meinen Herrn Agenten anmelden und die Statuten, woraus die näheren Bestim­mungen zu ersehen sind, in Empfang nehmen. Diejenigen, welche als Einsteher dienen wollen, er­suche ich, sich mit den nöthigen Papieren versehen, brieflich oder persönlich auf meinem Büreau zu melden.

Die Garantie für Erfüllung der wechselseitigen Verbindlichkeiten muß zunächst und vorzugsweise im gegenseitigen Vertrauen auf Rechtlichkeit und Gewissenhaftigkeit beruhen, ich, meinerseits, werde mich bemüh'» mich dieses Vertrauens in jeder Beziehung würdig zu zeigen.

Zur weiteren Sicherheit habe ich in der Person des Kaufmanns Hrn. Earl Hemmerde einen Bürgen gestellt, der für die Summe von 5000 fl. als Sclbslbezähler haftet; für jedes weitere Conscriplions- jahr werde ich einen neuen Bürgen stellen.

Mein Büreau ist Rheinstraße l it. E. Nr. 5. und sind zur persönlicher Rücksprache und Anmel­dungen die Stunden von 8 bis 12 Uhr Vormittags und von 2 bis 5 Uhr Nachmittags bestimmt.

Darmstadt im August 1850. Carl Schwarz.

Ich beehre mich einem resp. Publicum die ergebene Anzeige zu machen, daß ich die Agentur für die von Hrn. Carl Schwarz gegründete Militärvertretungsanstalt für den Regierungsbezirk Gießen übernommen habe. Ich lade zum Beitritt höflichst ein und ertheile gern alle gewünscht werdende Aufschlüsse. I. G. Appel, in Gießen.

1807) Gießen.

Durch die Veränderung des Fahr-Planes der Main-Weser-Bahn, gehen die Familien­wagen nunmehr in folgender Ordnung ab:

Der erste Wagen geht des Morgens präeis 4 Uhr ab, und steht in Verbindung mit dem in Friedberg abgehenden zweiten Eiftnbahuzuge.

Der zweite Wagen steht in Verbindung mit dem.hier ankommenden ersten Bahnzuge von Cassel, und schließt sich an den in Friedberg abgehenden dritten Bahuzug.

Der dritte Wagen steht in Verbindung mit dem von Cassel kommenden zweiten Bahnzuge, und schließt sich an den in Friedberg abgehenden vierten Zug.

Der vierte Wagen stehl mit dem von Cassel kommenden dritten Bahnzug in Verbindung, und schließt sich an den in Friedberg abgehenden ersten Bahnzug.

Weiter wird noch bemerkt, daß die Wagen von Friedberg auch mit den hier abgehenden Zügen zusammentreffen. Melden sich eine gehörige Anzahl Passagiere in hiesiger Stadt, so können dieselben ihre Beförderung direkt erhalten, ohne auf die ankommenden Züge warten zu müssen; auch können dieselben unterwegs beim Fahren durch die Stadt noch einsteigcn, nur muß man bitten, schweres Gepäck zuvor im Gastbaus zum Darmstädter Haus abzugeben, woselbst auch die Reisekarten zu haben sind.

Gießen den 26. August 1850. ' W. Rühl.

1917) Gießen. Bei mir können Maurer und Taglöhner beständige Arbeit bekommen.

Gießen den 9. September 1850.

Gottlieb Strauch, Maurermeister.

1932) Gießen. Ein Wachtelhündchen, mit schwarz und weißen Flecken auf den NamenMingo"

hörend, hat sich verlaufen. Mau ersucht denjenigen, dem es zugelaufen ist, dasselbe gegen eine Belohnung vor dem Walllhor Lit. A. JVS 128 abzugeben.

1933) Gießen. Die seidene Mantille hat Nr. 32 gewonnen.

Catharine Ko bürg er.