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732) Gießen.
Freitag den 12. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen im Hause des Wagnermeisters Steinberger auf dem Neuenwege verschiedene Mobilien, bestehend aus Tischen, Stühlen, Schränken, Bettzeug und sonstigen Gegenstände», gegen gleich haare Zahlung meistbietend versteinert werden.
Gießen den 8. April 1850.
Feilgebote n.
732) Gießen.
Desitifrice universel, zur sofortigen Beseitgung der Zahnschmerzen,
in Flacon mit Gebrauchsanweisung und ärztlichen Zeugnissen ä ’/3 Rthlr.
Dieses in Frankreich patentirte, ärztlich geprüfte, und in seiner Anwendung durchaus unschädliche Mittel, bringt die außerordentliche Wirkung hervor, daß es selbst die heftigsten Zahnschmerzen nach Verlauf von wenigen Minuten vollkommen beseitigt.
Der einfache Gebrauch desselben ist, daß man 10 bis 12 Tropfen auf wenig Baumwolle tröpfelt, und letztere in die Seite des Ohreö steckt, wo der Schmerz Statt findet.
Alleiniges Depot in Gießen bei Carl Frech.
623) Kleesamen, rother, weißer und Luzerner, in bester Waare, empfiehlt Emil Pi stör.
745) Gießen. Alle Suppenspeisen, ital. Ma- karoni's, Chokolade, mit und ohne Gewürz, Thee in schönster Auswahl, Schwämme, besten Düsseldorfer Senft, Corinthen, Rosinen, Stearinlichter, Seife, Bum <Ie Jamaica, Arrac de Batavia, empfiehlt zu den billigsten Preisen W. Zurbuch.
740) Gießen. Mein gut assortirtes Tape- tenlager empfehle ich mit dem Bemerken, daß ich solche zu dem Fabrikpreise verkaufe.
Carl Frech.
650) Gießen. Eine Hofraithe in Rödgen, die aus einem Wohnhaus, Ställen, Scheuer, Hofraum und Hausgarten besteht, eingezäunt und in bestem Zustande ist, soll aus der Hand verkauft
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oder verpachtet werden. Das Nähere ist bei A. Balser in Gießen zu erfahren.
741) Gießen. Dr. Ikomershausen's Augenessenz, ein bewährtes Heilmittel geschwächter Sehkraft, per Flacon 1 fl. 45 fr., stets vor- rathig bei (Sflr( Frech.
744) Gießen. Alle Farben in Oel gerieben, zum Anstrich fertig, sind in bester Waare und zu den billigsten Preisen stets vorrätbig bei
Anzeige.
Bei bevorstehendem Beginne eines neuen Studien- Semesters bringt die Unterzeichnete ihre älteren und neueren Werke in allen Zweigen der Literatur in Erinnerung.
Auch ist dieselbe in den Stand gesetzt, durch gewisse Verbindungen sowohl, als wie auch durch fortwährende Einkäufe, namentlich Lehr- und Wörterbücher zu sehr billigen Preisen abzugeben.
Gießen den 5. April 1850.
E. L. W. Winckler's antiquarische Buchhandlung. (Seltersweg, im Hause der Willwe
M a y l ä n d c r.)
696) Gießen. Morgen in bestem Zustande befindliches Land auf dem Hamm ist zu verpachten- Wilh. Köhler.
730) Gegen 30 Centner gutes Heu, von der besten Sorte, und ein Haufen Viehdnnger ist zu verkaufen in Lit C. Nr. 184 in der Caplans gaffe.
727) Gießen. Ganz vorzüglicher Hafer zum Säen ist zu verkaufen. Wo? sagt Ausg. h. Bltts.
746) Gießen. Saaterbsen und Wicken sind zu verkaufen bei W. Schwans Wittwe
im Prinz Carl.
742) Gießen. Gute Roggen- und Waizen- kleie ist stets zu haben, sowie 25 bis 30 Malter Kartoffeln sind zu verkaufen bei
s Garl Steinberger in der Löwengasse.
735) Gießen. Bei Hermann Claus sind 4 biö 5 Wagen voll Mist zu verkaufen.
W. Zurbuch. Gießen.
724) Gießen.
Allgemeine Militär - Stellvertretnugs - Anstalt.
Die Zahl der Mitglieder der Asseenranz-Gcsellschaft für das Musterungsjahr 1850 ist bereits über 200 angewachsen. Zum ferneren Beitritt laden wir die Eltern resp. Vormünder der im Jahr 1830 geborenen Conscriptionspflichtigen ein.
Die Statuten der Anstalt sind bei uns und unfern Herrn Agenten zu beziehen.
Der Inhalt des § 15 der Statuten hat zu vielfachen Anfragen Veranlassung gegeben Zur Begegnung derselben und zur Erläuterung sei hier bemerkt, daß die Verantwortlichkeit der Gesellschaft für die von ihr gestellten Einsteher nach Ablauf von drei Dienstjahren aus dem Grunde aufhört, weil nach den dermaligen gesetzlichen Bestimmungen (vgl §. 50 des Gesetzes vom 20 Juli 1830) die Haftbarkeit nicht länger verlangt wird Darmstadt den 27. März 1850.
Friedr. Vogel, Dr. jur. Carl Schwarz, Kaufmann.
DaS Büreau der Aitstalt ist in der Wohnung des Dr. jur. Vogel, Grafenstraße Lit. E. JVa 158 mittlerer Stock, im Hause des Spengler Eichberg.
Zu Vorstehendem füge ich bei, daß die Statuten jederzeit auf meinem Comptoir eingesehen werden können, sowie auch, daß ich gerne bereit bin, jede weitere Auskunft zu geben.
Gießen den 8. April 1850. Franz Peppler.


