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Die Gesichtspunkte, von denen sich der Darmstädter Verein hat leiten lassen, sind folgender

a) die Einigung Deutschlands in einen Bundesstaat ist ebenso die berechtigte For­derung, wie das unabweisbare Bedürfniß der deutschen Nation;

b) die Durchführung der von der Nationalversammlung beschlossenen Verfassung ist eine Unmöglichkeit geworden, während jene Berechtigung wie dieses Bedürfniß auf Be­friedigung warten;

c) ein anderer Weg muß deßhalb betreten werden, und der gegenwärtig einzig mögliche ist der durch das s. g. Dreikönigsbündniß vorgezeichnete;

d) er wird sicher zu der ersehnten Einigung führen, wenn die dem Bunde beigetrete- nen Regierungen von einer starken, aus der klaren Erkenntniß unserer dermaligen Zustände hervorgehenden, öffentlichen Meinung gestützt und getragen werden, sollten sich auch vorerst nicht alle deutschen Staaten dem Bundesstaate anschließen.

Indem auch wir uns zu diesen Sätzen bekennen, laden wir unsere Mitbürger, welche damit einverstanden, und an den Reichstagswahlen sich zu bethei­ligen Willens sind, hiermit freundlichst ein, sich künftigen

Mittwoch den W. Jmmar, Abends 772 Ahr,

im Saale des Gasthauses zum Einhorn,

recht zahlreich einzufinden, um über den beigefügten Entwurf der Statuten zu beschließen, und einen Ausschuß zu wählen.

Gießen den 4ten Januar 1850.

Dr. Baur, Professor. Joh. Bramm, Wirch. Dr. Buff, Professor. Burckbard, Schlosser, von Buseck, Forstmeister. Dr. Karriere, Professor. A. Dickorö, Büchsenmacher. Dicry, Hofger.- Advoc. W. Dietz, Schuhmacher. Dr. Engelbach, Hofger.-Advoc. Dr. Eckstein, Hofger.-Advoc. G. Fulda, Fabrikant. G. Ph. Gail, Fabrikant, v. Sk. Georg, Apotheker. Groos, Hofgerichts­rach. Hanstein, Reallehrer. Hellmold, Schreiner. Dr. Heyer, Professor. Hirsch, Steuer- Commissär. Hirschhorn, Kaufmann. Kempf, Hofgerichtsrach. Or. v. Klip st ein, Professor. Dr. Köllner, Professor. Labroisse, Kaufmann. Dr. v. Liebig, Professor. Dr. Lutterbeck, Profess. Martin, Uuiv.-Rentamtm. Dr. Phöbus, Profess. G. Reiber, Bürgermeister. Rosen­berg, Hofger.-Advoc Schaffstädt, Drechsler. Schäcker, Bauaufseher. Silbereisen, Kaufmann. Dr. Soldan, Gymnasiallehrer. G. Spruck, Kaufmann. Dr. Stammler. Trapp, Justizrath. Völker, Hofgerichtsrath. Welcker, Hofger.-Advoc. Dr. Weigand, Reallehrer. Dr. Wilbrand, Professor. Wind ecker, Kaufmann. Wortmann, Hofgerichts-Rath. Dr. Zimmer, Professor und Reviersörstcr.

Satzungen

des Vereins zur Förderung der Wahlen zu dem Reichstage in Erfurt.

1) Mitglied des Vereins ist, wer durch Unterschrift des Programms seinen Beitritt erklärt.

2) Der Verein wählt einen Ausschuß von 15 Mitgliedern, diese unter sich einen Vorsitzenden, zwei Stellvertreter, zwei Schriftführer und einen Rechner. (Letzteren aus der Zahl aller Vercmsmitglie- der.) Relative Stimmenmehrheit entscheidet.

3) Die nächste Ausgabe des Ausschusses ist cs:

a) eine Verbindung mit gleichartigen Vereinen anzuknüpfen;

b) geeignete Vorschläge zu einer schnellen und gesicherten Erreichung des Zweckes des Vereins zu machen.

4) Der Verein löst sich aus, sobald die Wahlen zum Reichstage in Erfurt vollzogen sind.

Gießen am 4. Januar 1850.

5) Gießen. Ein auswärtiger junger Mann, aus guter Familie, könnte in einem hiesigen Fabrik­verbunden mit Detail-Geschäft, in die Lehre aus­genommen werden. Die Redact. d. Bl. sagt wo.

,27) Gießen. Der Schauspiel-Director Kaiser wird zu Anfang der Universitäts-Ferien dahier ein­

treffen. Es werden für die Bühnemitglieder Logis zu miethen gesucht. Vermiether belieben sich des­halb an den Zettelträger Schaab zu wenden.

49) Gießen. Agenten, welche geneigt sind, den Absatz eines Artikels zu überneh­men, der einen effektive» Gewinn von 28 Pro-