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Diese Unglücklichen zu unterstützen und der gräßlichen Noth abzuhelfen, hat sich in Bingen ein Unterstützungsausschuß gebildet, der sich an den ost bewährten Wohlthätigkeitssinn der Bewohner Gießens und der Umgegend mit der Bitte wendet, milde Beiträge, in Geld oder Kleidungsstücken, zur Linderung des großen Elendes zu steuern.
Die Unterzeichneten veröffentlichen gerne diese Bitte und stnd bereit, jede Gabe m Empfang zu nehmen, solche an den genannten Ausschuß zu übersenden und seiner Zeit Rechnung zu stellen.
Gießen den 6. Mai 1850.
Heinemann Köster Schön. v. Willich. (961)
Durch das größte Brandunglück, welches in den letzten Tagen die Stadt Bingen betroffen und wodurch über 100 Familien ihrer gesammten Habe beraubt, dem äußersten Elende tzreis- aeqeben sind, wird wohl jeder fühlende Mensch sich angeregt finden, zur Linderung dieses Elends etwas beizutraqen. — Wir dürfen dieses um so mehr von unseren hiesigen Mitbürgern voraussetzen, als sich ihre Humanität und ihr Wohlthätigkeitssinn noch bei jeder dargebotenen Gelegenheit aus das Thätigste bewährt hat. - Die Unterzeichneten sind, um ihren Mitbürgern Gelegenheit zu geben, recht bald ihre unglücklichen Mitmenschen , m Bmgen unterstützen zu können, zur Empfangnahme von Geldbeiträgen bereit und werden über die Verwendung der eingehenden Summen demnächst öffentliche Nachweisung geben.
Gießen den 6. Mai 1850.
% G. Appel, Kaufmann. Wilh. Busch. Fr. Kempff, Postmeister, g. Labro.ffe, Kaufmann. E. C. Rühl, Beigeordneter. Gg Spruck, Kaufmann. Dan. Wlrth. (963)
(971) Darmstadt.
Allgemeine Militär - Stellvertretung« - Anstalt.
Ein st eher betreffend. „ ,, , . , ...
Diejenigen im Musterungsbezirk Gießen wohnhaften militärtauglichen Leute, welche entweder bei eite gedient haben und nicht länger als 1 Jahr beabschiedet sind oder bei einerfrüheren Musterung em Fre.- loos gezogen haben und bei der nächsten Truppencompletirung einstehen wollen können sich, nebst den vorgeschriebenen Zeugnissen des Ortsvorstandes und Pfarramts am letzten Musterungstage den 11. Mai, Morgens bei dem Agenten der allgemeinen Militär-Stettvertrctungs-Anstalt, Herrn Kauftnann Franz Peppler in Gießen melden, um nach vorheriger ärztlicher Prüfung un Falle ihrer Tauglichkeit als
X -inst-h-n wollen, haben sich ebenfalls bei dem Herrn Agenten zu melden. Diejenigen! welche sich später anmelden, haben es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie nicht beruck- f$ $ Die Gr. Herrn Bürgermeister werden ersucht, den EinstandSlustigen dieß eröffnen zu wollen.
Darmstadt den 6. Mai 1850. .
Friedrich Bogel, Dr. jur.
(970) Gießen und Darmstadt.
Allgemeine Militär - Stellvertretung« - Anstalt.
Zur Erleichterung derjenigen, welche sich erst bei der Musterung entschließen, in die Affecuranzgesell- schaft, die dermalen über 2-0 Mitglieder zählt, einzutreten, ist die Einrichtung getroffen daß bis vor dem Beginn der Loosziehung der Beitritt zur Assecuranzgesellschaft bei dem Herrn Agenten der Anstalt erklärt werden kann, wozu jedoch außer der Zahlung der ganzen Einlagsiumme noch die Beglaubigung einer amtlichen Person darüber erfordert wird, daß der Beitritt wirklich vor der Ziehung stattgefunden hat. Während der Ziehung selbst kann eine Beitrittserklärung nicht mehr angenommen werden.
Darmstadt den 6. Mai 1850. , , n .
Friedrich Bogel, Dr. jur.
Ich theile diese Bekanntmachung des Vorstehers der allgemeinen Militär-Stellvertretungsanstalt den Interessenten unter dem Bemerken mit, daß ich am Tage vor der Ziehung bis Abends 6 Uhr dahier in meiner Wohnung, sowie am Ziehungstage selbst bis vor Beginn der Ziehung in meiner Wohnung (Neustadt Lit. D. Nr. 120) zu sprechen bin. Novvler
Gießen den 7. Mai 1850. »ranz Peppler.


