Ausgabe 
3.7.1850
 
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Polizeiliche Bekanntmachung.

Gefundene Gegenstände.

Eine Kinderschürze, ein Geldbeutel mit einigem Gelbe, ein Kinderschuh, ein weißer Pudelhund (zugelaufen) und ein Schlüssel, sind gefunden und auf Gr. Polizeibüreau dahier abgegeben worden.

Gießen am 2. Juli 1850.

Edictalladungen.

1390) Gießen. Forderungen an den Nach­laß des Gr. Geh RegicrungsrathS Schmitthenner sind sogewiß binnen 14 Tagen, von heute an, da­hier anzuzeigen, als sonst darauf bei Regulirung der Verlassenschaft keine Rücksicht genommen wird.

Zugleich werden Alle,, welche Bücher oder son­stige Gegenstände von Gr. Geh. Reg.-Rath Schmitt­henner geliehen haben, aufgefordert, solche binnen gleicher Frist an den Gr. Hofg.-Secret.-Accessisten Dr. Schmitthenner dahier abzuliefern.

Endlich wird bekannt gemacht, daß die Schmitt- henner'schen Immobilien zu vermiethen oder bei an­nehmbaren Geboten die Gärten mit der dies­jährigen Erndte zu verkaufen sind.

Gießen den 2. Juli 1850.

Gr. Hess. Stadtgericht.

Muhl. Dr. v. Krug.

776) Gießen. Neber daS Vermögen der Wittwe des Levi Cahn von hier ist der ConcurS erkannt worden; es werden daher Diejenigen, welche An­sprüche an die Maffe bilden wollen, ausgefordert, dieselben so gewiß

Donnerstag den 4. Juli l. I., Morgens 9 Uhr, dahier geltend zu machen, als sie sonst ohne weiter erfolgende Bekanntmachung von der Masse ausge­schlossen werden.

In dem erwähnten Termin soll ein Vergleich versucht und die Wahl eines definitiven Curalors vorgenommcn werden, und es wird von den nicht erschienenen Gläubigern angenommen, daß sie den

Beschlüssen der Mehrzahl der Erschienenen beigetre­ten seien.

Gießen den 6. April 1850.«

Gr. Hess. Stadtgericht.

Muhl. Haberkorn.

Besondere Bekanntmachungen.

1387) Gießen.

Vermißter Feuerermer.

Der Feuereimer Lit. B. Nr. 90 ist bei dem Brande in dem Hause des Bäcker Wallenfels an der Kühgasfe nicht zurückgeliefert worden und wird der Finder desselben zur Ablieferung hiermit au^ gefordert.

Gießen am 1. Juli 1850.

Der Bürgermeisterei-Vikar Rühl.

1394) Gießen. Der Pfandschein Nr. 20224 über einen schwarzen Frack, ist angeblich verloren gegangen. Da nun der Verpfänder das Pfand auslösen will, so werden diejenigen, welche etwa Ansprüche an daffelbe bilden könnten, aufgefordert, solche innerhalb 14 Tagen dahier zur Anzeige zu bringen, als ansonst das Pfand ohne alles Weitere verabfolgt werden wird.

Gießen den 2. Juli 1850.

Die Pfandhausverwaltung. Bieler. Pfeil.

1364) Gießen. Die auf Johannitag, den 24. d. Mts. fällig gewesenen Holzsteiggelder sind binnen 14 Tagen zur hiesigen Stadtkaffe zu bezahlen.

Gießen den 27. Juni 1850.

Der Stadtrechner EnderS.

Gießen. Nachstehende Veränderungen im Abgang der hiesigen Postwagen werden hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht: , m .

1) Eilwagen nach Friedberg 1 Uhr 10 Mn. Nachts, Anschluß an den ersten Bahnzug nach Frankfurt,

2) Omnibus dahin 9% Uhr Morgens, Anschluß an den dritten Bahnzug nach Frankfurt,

3) Eilwagen dahin 3 Uhr 20 Min. Nachmittags, Anschluß an den letzten Bahnzug nach Frankfurt, 4) Eilwagen nach Marburg 12 Uhr 40 Min. Nachts, Anschluß an den ersten Bahnzug nach Cassel, 5) Eilwagen dahin 12 Uhr 5 Min. Mittags, Anschluß an den letzten Bahnzug nach Cassel, 6) Eilwagen nach Büdingen 11 Uhr Morgens.

Mit sämmtlichen Posten werden Briefe und Päckereien befördert. I. A. d. P.:

H o f s in a n n. (1389)

Versteigerungen.

1391) Gießen.

Montag den 29. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dabiesigem Rathhaus auf freiwilligen An­trag der Erben des Schuhmachers Nicolaus Berg dahier deren zustehende Hofraithe, als:

Grundb. lüKlstr.

l/2og 10 Hofraithe in der Löwengasse, neben Christian und Christine Stohr,

öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 1. Juli 1850.

Der Beigeordnete Rühl.