Ausgabe 
26.9.1846
 
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1532) Lit C. » 46. auf dem Seltersberg ist ein großer gewölbter Keller mit Lagern zu vermiethen.

Auszuleihen.

1546) 200 fl. liegen zum Ausleihen bereit. Näheres in der Expedition d. Blttö.

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1542) Holzkohlen, zum Bügeln besonders ge­eignet, empfiehlt billigst A. Vogel,

Schlossermeister.

Vermischte Nachrichten.

c . Verein.

Haupt-Versammlung den nächsten

'aS hC" 28' 3c,,tC"t,Cr Nachmittags p-ä-i« 6 Uhr.

Vortrags des Herrn Professors Dr Knapp über den Geiss der englischen Industrie, verglichen mit dem der deutschen.

Zu diesem höchst interessanten Vortrage werden auch solche Ge- werbfreunde, die mcht Mitglieder des Vereins sind, freundlichst eingeladen. Gießen den 24. September 1846- Der Vorstand.

Gestern Abend um halb elf Uhr wurden wir hier durch Sturmgeläute erschreckt und verstärk ge- rothete Himmel verkündete uns alsbald eine in unserer Nachbarschaft ausgebrochene bedeutende Heuers- brunst. Die eine kleine halbe Stunde von hier wohnende, keineswegs wohlhabende Gemeinde Betzenrod wurde durch dieselbe heimgesucht. Das Feuer war kurz nach 10 Uhr in dem nördlichen Theile des Ortes ausgebrochen, und als man von hier aus mit der Feuerspritze in großer Anzahl von Helfenden

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Dorf sich Baon gebrochen und es standen schon gegen 11 Uhr 7 Wohnhäuser, Obdach für 10 »am-lien, und 8 Scheunen, welche die diesjährige Ernte enthielten, und einige kleine Gebäulichkeiten in Hellen Flammen. Durch die großtentheils mit Stroh bedeckten Gebäude hatte sich das Heuer f0 rasch verbreitet, daß die Bewohner derselben von der diesjährigen Erndte gar nichts und von ihrem Laus- rathe nur unbedeutend Weniges haben retten können. Die von Schotten und den benachbarten Orten geleistete Hülfe blieb blos darauf beschränkt, die noch nicht von der Gewalt des Feuers erariffenen Hauser zu jchutzen, welches auch gelang. Gegen 4 Uhr heute Morgens war man des verzehrenden Elementes Herr geworden, das so viele brave Familienväter ihrer ganzen Habe und ihres Obdachs be- raubt hat. Ein Unglücklicher, der ein Vater von 7 unversorgten Kindern ist, hat außer seinem und seiner Angehörigen Leben nichts retten können. Wackere Menschenfreunde, die Ihr so oft schon das Unglück durch Eure milden Gaben erleichtert habt, Euch bitten die Unterzeichneten im Namen der Un- glücklichen um eine milde Beisteuer für dieselben. Hülfe ist um so nöthiger, da der Schaden dadurch noch großer geworden, daß die sämmtlichen Gebäulichkeiten sehr gering versichert sind. '

Winheim, Landrichter. Kühn, Decan.

G. A. Wagner, Gemeinderath. Deiß, Distrittseinnehmer.

_, Zur Empfangnahme von milden Gaben und deren Weiterbeförderung an das Hülfscomite ru Schotten ist gerne bereit 9 @g. Reiber, *

Gießen den 23. September 1846. Bürgermeister.

Zu vermiethen.

1554) Eine Familienwohnung ist zu vermie­then bei Heinrich Schäfer,

in der Neustadt.

Hierzu eine Beilage.