Ausgabe 
24.1.1846
 
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-u JE 7. des Anzeigeblatts für die Stadt und den Kreis Gießen.

Vermischte Nachrichten.

101) Herzoglich Nassauisches Anlehen, Ziehung den 1. Februar 1846,

Gewinne fl. 15000, 3000, 2000, 1000, 2 ä 400, 2 ä 200 re.

Dazu sind Original 25 fl. Loose ä 3 fl. 30 fr. bei dem Unterzeichneten zu vermietben.

E. L. Reiß.

8) Da mit dem 1. Zanuar 1846 die Zins- coupvns von den am 1. Januar 1836 emittirten Schuldscheinen des hiesigen Gesellschafts-Vereines zu Ende gehen, so werden die dermaligen Besitzer resp. Eigenthümer der bis hierher unabgetragcn gebliebenen Schuldscheine hiermit aufgefordert, die neuerdings gefertigten Zinscoupons vom 1. Juli 1846 bis zum 1. Januar 1856 gegen die Rück­gabe der den abgelaufcnen Zinsabschnitten beige­fügt gewesenen Anweisungen (Talons) bei dem der- maligen Gcscllschaftsrechner Herrn Universitäts- Nentamtmann Martin dahier

Samstags den 24. Januar 1846, Nachmittags 4 Uhr,

und zwar in dem Gesellschafrshause in Empfang zu nehmen.

Gießen am 27. December 1845

Der Gesellschafts-Vorstand.

92) Der Unterzeichnete zeigt hierdurch erge- benst an, daß er sich dahier als Bildhauer in Holz und Marcederie-Arbeiter etablirt hat. Zugleich be­merkt er, daß er sowohl Marcederie-Arbeiten, na­mentlich die so beliebten blauen mit Vergoldung und in Holz mit Metall und jeden sonst beliebigen Einlagen fertigt, als auch jede gewünscht werdende Einschneiderei in Sekretäre, Arbeitstische», Ehatul- len rc. liefert.

Indem er prompte und reelle Bedienung seinen verehrten Gönnern zusichert, fügt er noch hinzu, daß auch alle Rococo-Arbeitcn nach dem neuesten Geschmack auf Bestellung verfertigt werden.

Seine Wohnung ist bei Herrn Lackirer Loos in der Hintergasse.

Gießen im Januar 1846.

Louis Leib.

102) Wegen eingetretenen Verhältnissen kann das auf Sonntag den 25. d. M. angekündigte Concert in Friedberg nicht gehalten werden.

56) Zur Nachricht.

Auf Anklage des Herrn Hofgerichts-Raths Dr. Nöllner dahier wurde ich von dem Criminal- Senat des Großhcrzoglichen Hofgenchts der Pro­vinz Oberhesscn durch ein mir am 7. d M. publi- cirtes Urtheil wegen Verletzung dessen (Nöllner's) Amtsehre in eine bürgerliche Arreststrafc von vier­zehn Tagen, unter Vcrurtheilung in die Hälfte der Untersuchungskosten, verfälligt, da mir aber gegen dieses Straferkenntniß in materieller Hinsicht kein Rechtsmittel zustcht, und der Gnadenweg von mir nicht betreten wird, so habe ich michnolens volens" zu fügen und werde demnächst das Dictum befolgen, d. h. meinen Arrest antreten.

Um unklaren Gerüchten zu begegnen und die dem Publicum schuldige Aufmerksamkeit gehörig zu würdigen, übergebe ich diese Zeilen der Oeffeutlich- keit und bemerke dabei, daß mein Geichäfts-Büreau auch für die Dauer meiner Abwesenheit Jeder­mann zugänglich und mein Rath und Bcihülfe nicht abgeschlossen ist, während Herr Hofgcrichts- Advokat Gottschalk die Güte haben wird, wo nöthig, meine Person im Dienste zu vertreten.

Sic eunt fata hominum!

Gießen am 14. Januar 1846.

P. A. Koch, Gr. Hess. Hofgerichts-Advokat.

100) Bei der gestern Abend im Gasthaus zum Einhorn dahier stattgehabten Damengesellschaft ist ein carirter, atlasgestreifter, schwarz moorirter, sei­dener langer Shawl abhanden gekommen. Sollte diesen Shawl jemand aus Versehen mitgenommen haben, so wird gebeten, denselben an die Erped. d. Bltts. bald gefälligst abzugeben.

Gießen den 22. Januar 1846.

Frankfurter Cours.

Gold- und Silber-Sorten. ! fl. . fr.

Neue Louisd'or Friedrichs'dor Ducaten..........

20 Frank-Stücke Holl, lo fl. Stücke Engl. Souverains Laubthaler Preußische Thaler ...... Fünf-Franken-Thaler ...... Hochhaltiges Silber Gering-mittelhaltiges Silber .

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